11 Dinge, die du immer in Frankfurt am Main machen kannst

EZB, Heroin, Pendler*innen – so weit die Frankfurtklischees. Aber in 069 geht noch eine ganze Menge mehr. Seit einigen Jahren erfährt Frankfurt so etwas wie eine kleine Renaissance – und auch die New York Times hat das mitbekommen und zählte die Stadt 2014 zu ihren 52 Top-Reisetipps. Warum? Wahrscheinlich weil am Main alles ein bisschen entspannter ist. Wenn man nicht gerade in einer Bank arbeitet zumindest. Wo sonst passen Hafti, de Babba Sven Väth und Goethe so gut zusammen? Die kleine Weltstadt am Main hat für alle Platz. Versprochen.

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Im Senckenbergmuseum Dinos und anderen Exponate bestaunen

Dinoooos! Ja, in Berlin haben wir den größten Dino der Welt und den T-Rex Tristan Otto. Aber auch die Dinos im Senckenbergmuseum brauchen sich nicht zu verstecken. Können sie ja auch gar nicht. Neben den Dinos gibt es aber auch abertausende andere Exponate, teilweise weltweit einzigartig. Übrigens soll das Museum bis 2021 auf die doppelte Größe erweitert werden, aber auch jetzt schon lohnt sich ein Besuch.

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© Palmengarten Frankfurt Im Palmengarten die Stadt vergessen und Kraft auftanken

Ja, in Frankfurt gibt es so viele schöne Parks, wo man keinen Eintritt zahlen muss. Und den Stadtwald gibt es auch. Und überhaupt, das Umland. Aber der Palmengarten ist zu schön um ihn zu verpassen. Zwar ist er nur knapp halb so groß wie der Botanische Garten in Dahlem, aber mit seinen 22 Hektar immer noch einer der größten seiner Art in Deutschland. Die Gewächshäuser sind wunderschön, im Garten kann man sich gut verstecken, sonntags gibt es kostenlose Führungen zu unterschiedlichen Themen und im Sommer gibt es ein Jazz-Festival. Wer ein paar Euro übrig hat, kann den Besuch mit einem Essen im Lafleur verbinden, dass seit 2016 mit zwei Michelin-Sternen prämiert ist.

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© Jenni Konrad | FlickrCC BY-NC 2.0 Sachsenhausen kulinarisch erschließen

Alt-Sachensenhausen ist eine Touri-Falle, aber hey, was wäre Frankfurt ohne Ebbelwoi? Aber es müssen nicht die Touristenmassen sein, auf der Textorstraße ein bisschen weiter südlich zum Beispiel könnt ihr einfach die Straße langkugeln, euch eure Lieblingswirtschaft aussuchen und mit Frankfurtern Brüderschaft trinken. Achtung: Die meisten Kneipen liegen in Hinterhäusern. Mein Favorit war früher das Zur Germania, aber eigentlich nur, weil ein guter Freund im Vorderhaus wohnte. Gebt mir ein Geripptes mit Ebbelwoi (zum Einstieg könnt ihr’s ja mit Süßgespritztem, also Apfelwein mit Limo, versuchen, aber man wird dann über euch den Kopf schütteln) und ein Teller Grie Soß (Grüße Soße) mit Kartoffeln und Eiern und ich bin im Himmel. Immerhin Goethes Leibgericht. Now you know!

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© Showmanship, by IMA & Lindenberg Naturwein in der verrückt genial eingerichteten Showmanship Bar genießen

Wer mit Ebbelwoi wirklich wirklich nichts anfangen kann oder auch einfach eine Pause braucht, der sollte das Showmanship aufsuchen. Hier prallt alles aufeinander, was eigentlich nicht zusammenpasst – und es macht trotzdem Sinn. In einem mittelalterlichen Gebäude mitten im Junggesellenabschieds-Vortex Alt-Sachsenhausen hat sich seit Kurzem die erste Naturweinbar Frankfurts angesiedelt. Designprinzip: Kitsch ist King! Wie lange sie bleibt ist noch gar nicht klar, zur Zeit öffnet sie Donnerstag abends ihre Pforten. Unbedingt besuchen!

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© Robert Steinhöfel | FlickrCC BY-NC-ND 2.0 Wilde Technopartys im Robert Johnson feiern

Hier kommt kein Geheimtipp: Einer der besten Technoclubs Deutschlands und wahrscheinlich der Welt liegt nicht in Berlin. Echt wahr. Das Robert Johnson ist legendär und das aus gutem Grund: Seit 1999 spielen sie hier alle und Schweiß tropft aufs Parkett. Dabei ist es überraschend winzig und intim. Der einzige Kritikpunkt? Man muss zum angrenzenden Lokalfeind Offenbach rüberlaufen. Aber darüber kann man in diesem Fall mal hinwegsehen.

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© Hans Drexler | FlickrCC BY-NC 2.0 Im Plank gute Drinks nehmen und dem Treiben im Bahnhofsviertel zuschauen

Der echte Frankfurter Bub' Ata betreibt nicht nur das Robert Johnson, sondern seit 2010 auch den schönen Café-Bar-Hybriden Plank im Bahnhofsviertel. Klar gehört es zusammen mit meinem Liebling, dem Restaurant Maxie Eisen, zu den wahrscheinlich offensichtlichsten Beispielen für Gentrifizierung im Bahnhofsviertel, aber es ist auch ganz schön, sich im Viertel zu bewegen, ohne an einem herrlich sonnigen Nachmittag vor einer Schlägerei zu stehen (das ist mir vielleicht, vielleicht auch nicht, früher passiert). Wenn's an lauen Abenden zu voll wird, kann man auch sehr gut auf dem Bordstein sitzen und dem Bahnhofsviertel beim Verändern zuschauen. Auch schön zum Kaffee trinken: Das Café im Kunstverein am Römer. Dann habt ihr den auch mal abgehakt.

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© kikuyumoja | FlickrCC BY-NC-SA 2.0 Bei SuperKato vorzügliches Sushi kaufen

Puh, plattgeshoppt auf der Zeil? Ab zu SuperKato! In diesem winzigen japanischen Supermarkt gibt’s leckeres frischgemachtes Sushi für kleines Geld. Sitzen kann man nicht, Gemütlichkeit gibt’s hier auch nicht und die Supermarkt-Auswahl ist alles andere als super. Aber das Sushi ist der Geheimtipp der Stadt. An schönen Tagen unbedingt zum Mitnehmen bestellen und am Mainufer verspeisen!

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© Schirn Kunsthalle Frankfurt am Main In der Schirn Kunsthalle tolle Ausstellungen angucken

Nicht nur Dinos gibt es in Frankfurt, sondern auch sehr, sehr gute Kunstmuseen. Die Schirn zeigt immer wieder wegweisenden Ausstellungen und gehört zu einem der angesehensten Museen des Landes. Auch ein Besuch im Städel sollte auf eurer Bucket List stehen, wo es neben der beeindruckenden Dauerausstellung auch immer extrem gut kuratierte Sonderausstellungen gibt. Wer mit Kunst nix anfangen kann, findet am Museumsufer aber bestimmt ein anderes Museum, das ihm zusagt. Und im Zweifelsfall kann man immer die Skyline angucken.

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© mompl | FlickrCC BY-NC-ND 2.0 Auf dem Flohmarkt Schaumainkai stöbern

Jeden Samstag gibt es am Schaumainkai einen großen Flohmarkt. Entweder man liebt oder hasst ihn, aber eins ist sicher: Hier gibt es wirklich so gut wie alles, von alten Vasen aus Haushaltsauflösungen über neuen Krimskrams bis hin zu aus mysteriösen Gründen vom Lastwagen gefallenen Artikeln. Das schönste aber ist hier, das wirklich jede Gesellschaftsschicht vorbeikommt. Und der Blick auf den Main und die einzige richtige Skyline Deutschlands ist auch nicht zu verachten. Wer mit Flohmärkten nichts anfangen kann, der flaniert besser über das Museumsuferfest, das einmal im Jahr stattfindet

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© Lars Plougmann | FlickrCC BY-SA 2.0 In der Kleinmarkthalle einmal durch die ganze Welt futtern

Einmal durch die Welt futtern ist hier Parole! Die Kleinmarkthalle schafft es, den Bogen zwischen traditionellem Markt und kulinarischer Weltreise zu spannen. Von Montag bis Samstag gibt es hier gut über sechzig Händler, die alles von frischem Obst aus Übersee bis hin zu traditioneller Frankfurter Rindswoscht anbieten. Auch für Architekturfans ist die Halle aus den Fünfzigern ein Muss. Auch großartig und sehr lecker ist der Erzeugermarkt auf der Konstablerwache, den es donnerstags und samstags gibt.

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© Michael Fielitz | FlickrCC BY-SA 2.0 Die Kaninchenfamilie vor dem ehemaligen EZB-Gebäude

In der kleinen Gartenanlage zwischen dem Eurotower, bis 2014 Zuhause der Europäischen Zentralbank, und dem Schauspiel leben seit Jahren schon Kaninchen. Wenn euch alles zuviel ist, ihr im Blockupy-Polizeikessel gelandet seid oder die EU auseinanderzubrechen droht, besucht einfach die Kaninchen. Alles wird gut!

Titelbild von: © barnyzFlickrCC BY-NC-ND 2.0

 

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