11 schöne Wälder in und um Berlin
Wer braucht sie nicht hin und wieder, die kleine Auszeit am Wochenende nach einer viel beschäftigten Großstadtwoche? Ein Glück ist Berlin umgeben von lauter grünen Wäldern und besitzt insgesamt sogar 29 Revierförstereien, die sich auf vier große Forstämter mit atemberaubenden 29.000 Hektar Wald in der Stadt und in Brandenburg verteilen. In welchen wunderschönen Wäldern ihr also neben dem Grunewald noch ausgedehnte Spaziergänge und mit etwas Glück tolle Pilzfunde machen könnt, erfahrt ihr hier:
1 Auf die Müggelberge steigen
Auch wenn die Süddeutschen sich vermutlich über die "Berge" Bauchschmerzen lachen würden, so kann man als Berliner*in die Gebietserhebungen hier mit 115,4 Meter über dem Meeresspiegel gebirgig nennen. Wer noch höher hinaus will, steigt noch auf den Müggelturm und verschafft sich einen kleinen Überblick über Berlins größtes zusammenhängendes Waldgebiet.
2 Spazieren und übernachten im Blumenthal
Wer sich wirklich mal alleine fühlen will, sollte sich unbedingt zum Walde Blumenthal aufmachen. Man wird mit einer Stille belohnt, die nur durch das Zweigeknacken des Eichelhähers unterbrochen wird. Unzählige Hektar geheimnisvolles Gehölz wartet darauf, von euch entdeckt zu werden. Und wer länger als nur einen Tag bleiben will, der kann sich Ferienwohnungen im Wald anmieten und am Blumenthal-See baden.
3 Joggen und Rad fahren im Plänterwald
Der Plänterwald ist vor allem bekannt durch seinen verfallenen Freizeitpark. Übersehen wird dabei, dass man sich hier aber auch ohne den Alltagsstress der Großstadt mühelos spazieren kann. Also, gebt euch einen Ruck, zieht euch warm an und lauft oder fahrt eine Runde raus. Danach sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.
4 Tiere gucken und spazieren in der Schorfheide
Du willst wirklich Stille und ganz weit raus? Dann fahr zu den seereichen Waldungen mit alten Kiefern, Eichen und Buchen, Binnendünen und Mooren, die heute Schorfheide heißen und eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands sind. Dieses Gebiet ist so riesig, dass es neben der Natur auch mehrere Ausstellungen, Kulturveranstaltungen und Unternehmungsmöglichkeiten gibt. Außerdem kann man hier im Wildpark Schorfheide toll Tiere wie See- und Schreiadler, Störche, Kraniche, Biber und Fischotter beobachten.
5 Durch den Düppeler Forst stapfen
Der Südwesten Berlins bietet mit dem Düppeler Forst gleich 1.300 Hektar Naherholungsgebiet, welches mit einem 4-Seen-Wanderweg vom Griebnitz-Kanal über Stölpchensee und Griebnitzsee hin zum Wannsee einlädt. Innerhalb des Forstes versteckt sich die Pfaueninsel als Kleinod. Zudem findet ihr hier den Schäferberg, Berlins zweitgrößte Erhebung nach den Müggelbergen. Insbesondere Vogelliebhaber kommen in dem Wald voll auf ihre Kosten.
6 Durch den lichtdurchfluteten Bucher Forst spazieren
Wer Ruhe in Pankow sucht, wird sie im Bucher Forst, der in Teilen auch unter dem Namen Hobrechtswald bekannt ist, finden. Der halboffene Hochwald ist lichtdurchflutet und vielfältig gestaltet. Es gibt Weiden, Rieselfelder oder auch Hochstaudenflure zu genießen. Einen Halt solltet ihr am Kunstpfad "Steine ohne Grenzen" einlegen. Hier könnt ihr richtig waldbaden, je nach Jahreszeit Pilze sammeln oder einfach die Ruhe genießen und eine große Runde drehen.
7 Im Naturpark Märkische Schweiz wandern und fündig werden
Die Schönheit der Schweiz ist zum Greifen nah. Nordöstlich von Berlin findet man Landschaftselemente wie Sölle, Seen, Quellen, Fließe, Fischteiche, Buchenwälder, Kiefernforste, Schluchten, "Berge", Moore, Wiesen und selbst eine Binnendüne, die zum Staunen und Verweilen einlädt. Hier könnt ihr im Herbst hervorragend Pilze sammeln und euch ganzjährig auf die Suche nach Wildkräutern der Saison begeben. Ihr werdet sicherlich fündig. Ein besonderes Highlight ist das Moorheilbad und das Fledermausmuseum im Julianenhof.
8 Klettern im Waldhochseilgarten Jungfernheide
Stand- und höhenfest solltet ihr für einen Besuch im Klettergarten in der Jungfernheide sein. Der Garten ist nämlich gleich so groß, dass man sich hier schon mal einen halben Tag lang durch Bäume hangeln kann. Wenn ihr genug geklettert seid, könnt ihr anschließend noch ein bisschen im Garten am Wasserturm entspannen. Schön!
9 Den Baumkronenpfad gehen
Genuss-Wandeln in den Baumwipfeln bei 22 Meter Höhe lässt sich rund um die Beelitzer Heilstätten im Baumkronenpfad verwirklichen. So kann man sich das grüne Treiben einfach mal von oben anschauen und Wahnsinnssonnenuntergänge erleben. Empfehlung, denn die Aussicht ist wirklich unglaublich!
10 In der Wuhlheide ausgelassen toben
Der Laubwald bietet mit seinen 525 Hektar genug Auslauffläche für so manches Lebewesen. Und auch für jedes Interesse ist was dabei: Freizeit und Erholungszentrum inklusive Schwimmbad, Modellpark, Öko-Insel, Haus der Natur und Umwelt, Parkeisenbahn aber auch eine ganze Menge Eichen! Außerdem gibt es das Tomatenfisch, ein Gewächshaus, in dem gleichzeitig Fische und Tomaten wachsen.
11 Im Grunewald den Tag verbringen und die Sonne genießen
Im Grunewald vergisst man schnell, inmitten einer Millionenstadt zu sein. Zwischen Havel und Seenkette befindet sich die grüne Oase mit ihren uralten Eichen, sandigem Boden und den Heideflächen. Wer es ordentlich mag, bleibt auf den Wegen, verpasst aber das wunderbare Knacken der Äste unter den Schuhen. Besonders spannend ist die ehemalige Abhörstation auf dem Teufelsberg. Und treffen werdet ihr hier Skater*innen, Mountainbiker*innen, Hundebesitzer*innen, Jogger*innen, Familien, Paare, Singles – einfach alle. Wer die Sonne genießen möchte, der*die sollte unbedingt an der Havel entlang spazieren, denn da könnt ihr dem goldenen Ball sogar beim Untergehen zusehen.