11 schöne Corona-konforme Osterausflüge in und um Berlin

Ostern steht vor der Tür und damit für einige von uns auch vier komplett freie Tage, an denen wir endlich mal wieder die Zeit finden, um uns aufs Rad zu schwingen, lange Spaziergänge zu machen oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Wir haben 11 Ideen für euch, wie ihr die Ostertage in und um Berlin Corona-konform, aber abwechslungsreich gestalten könnt. Wie immer gilt: Haltet Abstand, bleibt zu zweit und meidet Menschenmassen. Geht stattdessen lieber raus in die Natur. Wir wünschen euch schöne und entspannte Feiertage!

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© Wiebke Jann Einmal rund um den Templiner- und den Schwielowsee strampeln

Los geht's am Bahnhof in Potsdam, dann geht's raus aus der Stadt am Ufer des Templiner Sees entlang. Euer erstes Ziel ist das kleine Dorf Caputh. Hier befand sich übrigens einst das Sommerdomizil Albert Einsteins, deshalb findet ihr hier auch das Albert-Einstein-Haus. Wer Lust hat, kann sich auch das barocke Schloss Caputh ansehen. Weiter geht's über einen Radweg, der rund um den Schwielowsee führt, von Caputh nach Ferch, einst Rückzugsort der Havelländer Maler*innenkolonie. Von dort fahrt ihr ein Stück über den Europaradweg R1 nach Petzow, wo ihr einen japanischen Bonsaigarten entdecken könnt. Danach tretet ihr den Rückweg über Geltow, die Havelbrücke, entlang des Petzinsees und Templiner Sees nach Potsdam an.

  • Potsdam Hauptbahnhof
  • Potsdam Hauptbahnhof
  • Start & Ziel: Hauptbahnhof Potsdam | Strecke insgesamt: 34 Kilometer | Fahrzeit: 4 Stunden
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© Hella Wittenberg Durch die Gärten der Welt schlendern

Die Gärten der Welt in Marzahn-Hellersdorf sind wohl das schönste DDR-Überbleibsel Berlins, das nach dem Fall der Mauer nochmals verschönert wurde. So viel Grün! Vom japanischen über den orientalischen bis hin zum koreanischen "Seouler Garten": Verschiedenste, ferne Gartenwelten könnt ihr hier durchlaufen und dabei wunderbar den Großstadtmuff ausblenden.

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© Stiftung Berliner Leben Street-Art auf der Bülowstraße rund um das Urban Nation entdecken

Ihr interessiert euch für Street-Art? Dann ist ein Ausflug nach Schöneberg zum Street-Art-Museum Urban Nation genau das Richtige. Rund und um die Bülowstraße in Schöneberg könnt ihr auch den umliegenden Kiez abklappern, denn nicht nur die Fassade des Urban Nation wechselt regelmäßig seine Gestaltung, auch die nähere Umgebung ist bunt. An zahlreichen Hauswänden und Brücken findet ihr Graffiti von namhaften Künstler*innen der Szene. Wer sich für Street-Art in der ganzen Stadt interessiert, findet hier eine passende Map für Berlin. Packt eure Kamera ein und los geht's!

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© Goran Vrakela | Unsplash Tiere gucken im Zoologischen Garten

Der Zoo Berlin ist der artenreichste Zoo der Welt und deshalb bei Einheimischen wie bei Tourist*innen gleichsam beliebt. Im hinteren Teil des alten Parks, der bis in den Tiergarten reicht, wird es hingegen etwas leerer. Hier habt ihr genügend Platz und Ruhe, um auch mitten in der City West mal abzuspannen. Und auch das Aquarium ist immer einen Besuch wert, gerade an kühleren Tagen.

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© Insa Grüning Abhörstation auf dem Teufelsberg in Charlottenburg

Früher konnte man einfach durch ein Loch im Zaun schlüpfen, um auf den Turm oder die Aussichtsplattform der ehemaligen amerikanischen Abhörstation zu klettern. Nun ist das Gelände besser bewacht und man muss eine Führung buchen, um das Gelände zu entdecken. Es lohnt sich aber. Nach dem Aufstieg, vorbei an Wänden voller Graffitis und bröckelnder Architektur, sieht man auf der Aussichtsplattform ringsherum zunächst nur das Grün und das Wasser des Grunewalds und der Havel. Und dann, ganz weit in der Ferne, den Fernsehturm. Der Wind raschelt in den losen Planen der Kuppeln über einem und man meint, irgendwo in einem Science-Fiction-Film auf einem anderen Planeten zu sein und nicht auf einem 120 Meter hohen Trümmerberg.

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© Max Müller Natur pur genießen im Landschaftspark Herzberge

Nahe dem Dong Xuan Center findet ihr den Landschaftspark Herzberge, der einem sofort das Gefühl gibt, Berlin verlassen zu haben und schon in Brandenburg zu sein. Hier gibt es Tiergehege und Fallobstwiesen, Insektenhotels und genügend Platz auf der Wiese und auf zahlreichen Bänken, um das Schauspiel der Natur in vollen Zügen zu genießen. Wenn ihr schon einmal da seid, solltet ihr auf jeden Fall der Stadtfarm einen Besuch abstatten, in der Fische gezüchtet und Salate angebaut werden.

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Oh-Berlin.com | flickr CC BY 2.0 "Seeluft" schnuppern an der Greenwichpromenade

Die Partnerschaft mit dem Londoner Bezirk Greenwich gab dem Uferstreifen, an dem es sich ganz wunderbar entlang des Wassers flanieren lässt, den Namen Greenwichpromenade. Der ideale Ort für alle, die Erholung vom Alltag suchen. Richtig viel los ist hier nur, wenn das "Tegeler Hafenfest" stattfindet: Das erste Wochenende im August ist vor allem für das fabelhafte Feuerwerk bekannt. Von hier aus könnt ihr auch ganz easy eine Schiffsrundfahrt unternehmen oder in die Berliner Innenstadt übers Wasser zurückfahren. Wer selbst aktiv werden möchte, kann sich ein Ruder- oder Tretboot mieten und über den See schippern.

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© Stefan Turtzer  Mit dem Fahrrad den Mauerweg entlang fahren

Wo früher rund 160 km Mauer die DDR von West-Berlin trennte, verläuft heute auf den meisten Abschnitten eine Rad- und Wanderroute. In West-Berlin kann man den Weg entlang des ehemaligen Zollwegs begehen, im Osten auf dem Kollonnenweg, auf dem die DDR-Grenztruppen ihre Kontrollfahrten machten. Wem 160 Kilometer verständlicherweise zu viel sind, der kann sich auch kleinere Teilstrecken aussuchen, auf denen sich historisch bedeutende Orte und Mauerreste mit schönen Landschaften abwechseln.

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© Wiebke Jann Gemütlich im Volkspark Rehberge spazieren

Ungestört spazieren und picknicken könnt ihr im Volkspark Rehberge. Das Gelände ist so riesig und unterteilt in verwunschene Wald-, Wiesen-, Hügel- und Seenlandschaften, dass es hier nie wirklich voll ist. Wer zwischendurch vor lauter Erholung noch nicht eingeschlafen ist, der kann den Abend im Sommer normalerweise im Freiluftkino Rehberge ausklingen lassen oder sich im nahegelegenen Freibad Plötzensee abkühlen. Mal sehen, was und ob das in diesem Sommer möglich sein wird. Zum Spazierengehen braucht es aber nicht viel mehr als bequemes Schuhwerk und eine Sonnenbrille.

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Düne Baumberge

© Stiftung Naturschutz Berlin, Justus Meißner Urlaubs-Feeling an der Düne Baumberge erleben

Wer hätte gedacht, dass sich in Berlin auch Dünen finden lassen? Ist aber tatsächlich wahr. Im Landschaftsschutzgebiet Tegeler Forst, das noch zum Bezirk Reinickendorf gehört, befindet sich zum Beispiel die Binnendünenlandschaft Baumberge. Die insgesamt 30 Meter hohe Düne ist hier einst entstanden, weil die Allierten durch ihre militärischen Übungen immer wieder die Humusdecke des Bodens aufgerissen haben, was wiederum dazu führte, dass dort keine Bäume gewachsen sind. Bis heute. Dafür könnt ihr je nach Jahreszeit Sandheiden mit Heidekraut, Blauschillergrasfluren oder grünblütige Leimkraut entdecken. Echte Naturfreaks wissen, wovon wir reden. Also, wer Lust auf Dünenvegetation am Stadtrand hat, plant am besten mal einen kleinen Ausflug dorthin. Die Havel ist dann übrigens auch nicht mehr weit.

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© Charlott Tornow Am Funkhaus chillen

Das ehemalige Rundfunkhaus der DDR ist nicht nur ein historisch spannendes Gebäude, sondern auch ziemlich imposant. Wo früher fürs Fernsehen und Radio gesendet wurde, sind heute Studios, Ateliers und Konzertsäle, einer schöner und größer als der andere. Vor allem aber vor dem Funkhaus kann man wunderbar an der Spree entspannen und in der Ferne Berlin erahnen.

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