11 Dinge, die ihr in Pankow immer machen könnt

Berlin zieht es nordwärts. Auf keinen Bezirk dieser Stadt gibt es so einen Andrang wie auf Pankow und das hat viele Gründe. Pankow ist grün, entspannt und hat wunderschöne Straßenzüge. Die Geschäfte, Cafés und Kulturangebote ziehen immer mehr nach und das Publikum an – der Pankower an sich ist eben einfach gern draußen. Wer sich also einmal damit anfreunden kann, ganze zwei U-Bahnstationen von der Schönhauser Allee entfernt zu wohnen, darf sich auf viel Kiezkultur, Berliner Schnauze und ein großes Miteinander freuen. Nur über die spärliche Späti-Quote müssten wir bitte nochmal reden, Pankow.

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Filme gucken im Blauen Stern

Es gibt sie zum Glück noch, die kleinen unabhängigen Kinos, in denen man nicht ewig anstehen und auf der Suche nach dem richtigen Saal über mehrere Etagen irren muss. Im Blauen Sternkann man gemütlich was an der Bar trinken und später am schreibtischgroßen Verkaufsschalter sein Ticket und Snacks für einen der beiden Kinosäle kaufen, in denen die Platzwahl noch frei ist. Nachmittags gibt es Filme für Kinder und Familien, abends dann aktuelle Produktionen für die Großen.

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© Lisa Rank Kaffee und Kuchen bei Stück vom Glück

Der Name verspricht hier nicht zu viel, denn es gibt wohl niemanden, der hier nicht mit einem breiten Grinsen aus dem Haus geht. Selbstgemachte Kuchen, Cupcakes und Kaffee vom Feinsten versorgen die Pankower mit allem, was das Herz begehrt und das schreit ja bekanntlich oft nach Koffein und Kalorien. Auf der Hitliste ganz oben stehen Cashew-Beeren- und Guinness-Schoko-Kuchen, die allerdings nur einen Bruchteil des teilweise auch veganen und glutenfreien Angebots darstellen. Her damit!

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Spazieren gehen an der Panke

Ein triftiger Grund, wieso es sich in Pankow so gut leben lässt, ist die unmittelbare Nähe zum Grünen. Hundebesitzer, Jogger und Spaziergänger werden hier gleichermaßen glücklich und picknicken, laufen und spielen, was das Zeug hält. Im Bürgerpark finden sich für die Kleinen ein Tiergehege und im angrenzenden Kinderbauernhof Pinke Panke gibt es immer was zu Entdecken. An den wärmeren Tagen ist das Parkcafé Rosenstein für Bratwurst, Bier und Flammkuchen zu empfehlen, auch wenn man hier mitunter etwas Geduld beim Schlangestehen braucht. Wer die Kalorien wieder loswerden möchte darf gern direkt dem Pankewanderweg folgen, an dem sich zwischen Müßiggang und Marathontraining alle einfinden, die beim Laufen auch gern mal die Aussicht genießen

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© Berta Block Klettern in der Berta Block Boulderhalle

Nach einem Ausbau ist die Berta inzwischen Berlins größte Boulderhalle und bietet Kindern und Erwachsenen gleichermaßen riesigen Kletterspaß. Für Anfänger ist die Halle eine gute Gelegenheit, um ins Bouldern einzusteigen, denn die Trainer hier leben diesen Sport und legen Wert darauf, jedem von Anfang an eine perfekte Technik zu vermitteln. Auch die Profis trainieren hier oder tragen Wettkämpfe wie “Berlin Block Masters” aus und lassen uns Normalsterbliche an ihren Superkräften teilhaben. Ganz nebenbei sind auch Rücken und Schultern sehr dankbar, wenn sie auf diese Weise stabilisiert und beweglich gehalten werden.

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Bier trinken in der Eiche

Neben all den schönen Cafés im Bezirk mangelt es leider immer noch an gemütlichen Kneipen. Ein verlässlicher Lichtblick ist da Zur Eiche, die gleichzeitig auch die älteste Kneipe Pankows ist. Hier gibt es gutes Bier, Schnaps und Berliner Küche – kein Wunder also, dass auch unter der Woche die gute Stube gern mal aus allen Nähten platzt. Das tut dem Trinkspaß aber keinen Abbruch, denn Betreiber und Publikum sind immer entspannt und gut drauf, auch wenn man beim Bezahlen manchmal nicht mehr gerade stehen kann.

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© Florentine/Facebook Shoppen gehen im Florakiez

Auch in Pankow lassen sich immer mehr kleine Läden nieder, in denen sich gutes Design und lokale Labels shoppen lassen. Am besten geht das rund um die Florastraße, das auch gern als Boulevard von Ponkow bezeichnet wird. Bei Zweite Liebe findet man schöne Papeteriewaren und Geschenke, vor allem natürlich für sich selbst. Wenn man auf der Suche nach Deko ist, sollte man unbedingt in der Florentine vorbeischauen. Dort gibt es skandinavisches Wohndesign, dem man wirklich nur schwer widerstehen kann. Etwas weiter gibt es dann noch Schmuck, Bücher, Kindersachen und Winkekatzen zu entdecken, dicht an dicht mit zahlreichen Cafés, die euren Durst zwischendurch stillen.

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Nordische Bücher schmökern bei Pankebuch

Der “schwedische Krimi” ist ja inzwischen unausgesprochenes Gütesiegel sowie in fast jedem Haushalt zu finden. Aus dem Norden kommt aber noch viel mehr gute Literatur, manchmal sogar ganz ohne Blutvergießen. Wer sich damit näher befassen möchte, wird bei Pankebuch gut beraten. Die Buchhandlung ist Partner der Nordischen Botschaften und veranstaltet häufig Lesungen, die fernab von Lindgren und Nesbø schöne neue Lieblingsbücher zu uns bringen.

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© Pandagarten Thailändisch essen im Pandagarten

Zugegeben, kulinarisch hinkt Pankow seiner kleinen Schwester Prenzlauer Berg noch um einiges hinterher. Döner und Pizza halten hier noch das Zepter in der Hand, doch dank des sympathischen Kochs Hau kommt etwas Leben ins Geschehen. Nicht nur das thailändische Essen ist hier auf den Punkt (Geheimtipp: “Weisheit des Ostens” bestellen), sondern auch das selbstgemachte Sushi, gegen das alle Lieferdienste danach ein für alle mal abstinken werden.

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Tanz, Pilates und Yoga in der Villa Eden

Die Pankower haben es geahnt: Eden liegt gleich zu ihren Füßen. Und das in einer Villa, die so schön ist, dass man nie wieder gehen möchte. Zum Glück muss man das auch gar nicht, denn wenn man sich im Café des Hauses mit Limo verosrgt hat, kann man gleich danach in einem der fünf Studios zum Pilates, Yoga oder in die Tanzstunde. Wer sich danach trotzdem nicht trennen kann, darf hier auch Geburtstage oder Hochzeit feiern und seine Gäste von einer Treppe schwebend im Garten begrüßen.

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© Florakiez.de Wein und Konzerte bei Fritz Heyn

“Nimm dir ‘ne Katze und setz dich” heißt es bei Fritz Heyn, das nach einem Pankower Stuhlrohrfabrikanten benannt wurde und sich dankenswerterweise den Erhalt und Ausbau der Kiezkultur in dieser Ecke auf die Fahne geschrieben hat. Katzen laufen hier zwar nicht wirklich herum, aber kulinarisch, musikalisch und hochprozentig gesehen ist dieser Ort ein wahres Fest. Vor der Tür sollte man sich das Areal der Heynhöfe gleich mal näher ansehen, denn hier werden Werbespots und Fotoserien produziert, Stoffe für lala Berlin gefärbt und allerhand Ideen für große Unternehmen geschmiedet. Ein unscheinbares Areal mit großem Potenzial, auf das sich immer öfter auch die Prominenz verirrt.

  • Fritz Heyn
  • Heynstraße 15, 13187 Berlin
  • Montag – Mittwoch: 12–23 Uhr, Donnerstag – Freitag: 12-1 Uhr, Samstag: 15–1 Uhr, Sonntag: 15–23 Uhr
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Mit dem Fahrrad die Umgebung erkunden

Auf wen die große weite Welt noch ein wenig warten kann, der ist fürs Erste mit einer Radtour in Pankow gut beraten. Von hier aus geht es auf schöne Strecken Richtung Brandenburg oder für die Ambitionierten unter euch auf direktem Wege nach Usedom. Für einen Sonntagnachmittag empfiehlt sich ein Ausflug nach Berlin-Buch, um die alten Heilstätten anzusehen. Wenn euch dann der Ehrgeiz packt, könnt ihr hier wunderbar eure Touren planen.

Hier findet ihr unsere Stadtteilguides für WeddingMoabit und Köpenick.

Titelfoto: © Gesobau AG

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