11 Dinge, die ihr in Köln immer machen könnt



Unaufgeregter als Berlin, uriger als Hamburg und ehrlicher als München, so würde ich Köln beschreiben. Ich habe 2015 sechs Monate in Köln gewohnt und die Gelassenheit, Freundlichkeit und den Charme der Stadt genossen. Lasst es euch gleich gesagt sein: In Köln erreicht ihr alles mit dem Fahrrad und das solltet ihr ausnutzen. Man merkt ein wenig den Einfluss der Holländer, die man in Windeseile von hier aus besuchen kann. Die kurzen Wege in Köln sind nicht nur ein wahnsinniger Luxus, sondern auch ein enormes Zeitersparnis. Außerdem sorgt die Kölner Bucht häufig für ein angenehmes Klima und ein paar mehr Sonnenstrahlen am Tag.

Das merkt man auch am Gemüt der Menschen: Hier wünscht man dem Busfahrer noch einen schönen Tag, das Kölsch kostet seit zehn Jahren immer noch 1,50 Euro und spätestens am 11.11. liegen sich alle in den Armen und singen. Auch wenn der Umschwung von Berlin auf Köln nicht der leichteste ist – es lohnt sich. Warum? Allein wegen dieser elf Dinge, die ihr in Köln immer machen könnt.

1

© Isabelle Zucker Esel streichen und grillen in Lindenthal

Der Tierpark Lindenthal ist perfekt für einen Spaziergang am Sonntagnachmittag inmitten von Lamas, Schafen, Ziegen, Eseln und Hühnern. Sehr gepflegt und nicht zu groß darf man sich hier die Hände abschlecken lassen und süßen Ziegen bei rumstolpern zusehen. Ganz in der Nähe ist auch das Stadion des 1. FC Kölns und der Aachener Weiher. Hier finden im Sommer viele Open Airs statt und vor allem: Hier darf man noch grillen! Mit Picknickdecke, Bier, Blick auf den Weiher und den Sonnenuntergang gibt es keinen schöneren Ort, neben kleinen Häschen und einem Biergarten. Wer mal auf die andere Rheinseite will, der ist im Rheinpark ebenfalls gut aufgehoben.

2

© Christin Otto Eine Stadtführung mit dem Langen Tünn

Das “Chicago am Rhein” wurde Köln früher genannt, als Kriminalität und Prostitution zum Alltag gehörten wie Butter und Brot. Der Lange Tünn, den ihr vielleicht bei Schulz und Böhmermann gesehen habt, kennt diese Zeit besser als jeder andere und wünscht sie sich insgeheim wieder zurück. Zwei Stunden lang geht die Türsteher- und Zockerlegende mit euch durch die Stadt und erzählt von Schlägereien, Clubkultur und ziemlich viel Rotlicht. Lohnt sich!

3

© Isabelle Zucker Eis essen bei Schmitz

Es ist keine Übertreibung, wenn ich sage: im Schmitz gibt es das beste Eis, das ich je in Deutschland gegessen habe. Über 10 Sorbetsorten machen es auch endlich mal den Laktose-Intoleranten und Veganern schwer. Zwei Läden weiter gibt es noch die Metzgerei Schmitz, in der ihr von über 10 Quiches, Suppen oder einem Frühstück auswählen könnt. Eine Abendkarte gibt es bis auf Sonntag auch. Darunter liegt das Coco Schmitz, der hauseigene Club. Alle drei Läden sind auf jeden Fall ein Besuch wert, auch wenn das Schokosorbet an erster Stelle steht.

4

© Christin Otto Tag und Nacht im Belgischen Viertel verbringen

Es gibt in Köln fast keine bessere Adresse zum Weggehen als das Belgische Viertel. Zwischen vielen Bars, Kneipen und Cafés findet jeder einen kleinen Fleck zum Wohlfühlen, Schnaps trinken und futtern. Eine tolle Übersicht hierfür findet ihr übrigens auf Chic Belgique.

5

© Glenn Carstens-Peters | Unsplash Nachts über die Deutzer Brücke spazieren

Eine Stadt am Fluss ist immer etwas Feines. Über die Deutzer Brücke kommt ihr von der Altstadt und vom Hauptbahnhof rüber zur Messe, also nach Deutz. Besondern spätabends, wenn alle Touristen schon mit schweren Füßen im Bettchen liegen, habt ihr die Brücke fast für euch alleine und einen gigantisch schönen Blick auf Köln, den Rhein, den Dom und all die schönen Lichter.

6

© Museum Ludwig Den Nachmittag mit Ludwig verbringen

Das Museum Ludwig liegt direkt am Dom und ist auf jeden Fall ein Muss, wenn ihr in Köln seid. Die ständige Ausstellung reicht von Andy Warhol und Max Ernst über Ernst Lud­wig Kirch­n­er bis hin zu Otto Dix. Im Sommer gibt es hier auch viele Veranstaltungen auf der Dachterrasse, wie Lesungen oder Filmvorführungen. Eine wirklich wahnsinnig tolle Location, wenn die Sonne hinter dem Rhein verschwindet, mit Blick auf den beleuchteten Dom. Schaut also unbedingt mal vorbei. Donnerstag hat das Ludwig bis 22 Uhr geöffnet.

  • Museum Ludwig
  • Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln
  • Dienstag – Sonntag: 10–18 Uhr, je­den er­sten Donnerstag: 10–22 Uhr, Mon­tags geschlossen
  • Erwach­sene: 13 Euro, er­mäßigt 8,50 Euro
7

© Julia Justus Falafel essen im Falafel König

 und im Falafel Habibi

Ehrlich gesagt, ich bin nicht so der Brauhaus-Typ. Die urigen Schuppen findet man hier an fast jeder Ecke und viele davon sind sehr touristisch und teuer. Ganz verwöhnte Berlinerin hab ich mich deshalb lieber auf die Suche nach einem guten Falafel-Laden begeben und diesen bei Falafel König und Falafel Habibi gefunden. Wahnsinnig gute Bällchen, frischer Salat, leckeres Gemüse und viele Dressings machen einen für 3,50 Euro mehr als satt und glücklich.

8

© King Georg Im King Georg vorlesen lassen

Das King Georg ist die Anlaufstelle, wenn es um Lesungen und Mini-Konzerte in Köln geht. Direkt am Ebertplatz, unweit der Agneskirche, lohnt sich ein Spaziergang durch das Viertel und danach zu einer Veranstaltung in die schnuckelige Klubbar. Mit Puff-Atmosphäre und großer Bar im Innenraum fühlt man sich schnell wohl und kann zu ein paar Kölsch einen Abend in der Altstadt-Nord verbringen. Donnerstags finden hier immer wieder tolle Lesungen statt, ab und zu auch Konzerte oder Clubabende. Schaut vorbei!

  • King Georg
  • Sudermanstraße 2
  • Donnerstag: 22–03 Uhr, Freitag & Samstag: 22–5 Uhr | bei Veranstaltungen ab 20 Uhr
9

© Hängende Gärten In Ehrenfeld tanzen gehen

Es ist ein bisschen schwierig, in Köln Clubs zu finden, in denen man auch ohne High Heels und Röckchen reinkommt. Die Szene Kölns ist kleiner, aber trotzdem sehr lohnenswert. Wer eine tolle Clubbar sucht ist in den Hängenden Gärten in Ehrenfeld sehr gut aufgehoben oder ein Stück weiter im Heinz Gaul.

10

© Christin Otto Spazieren in der Südstadt

Viele sagen in der Südstadt sieht man noch das “alte” Köln. Rund um den Severinskirchplatz und den Chlodwigplatz könnt ihr viele schöne Ecken finden, am Rhein spazieren gehen, im Ecco brunchen oder in der Eisdiele Gea veganes Eis und Kuchen abstauben. Direkt um die Ecke stehen hier auch die Kranhäuser. Für einen langen Spaziergang ins Die Südstadt bestens geeignet.

11

© Howi | WikiCC BY 3.0 Auf ein Kölsch ins Lommi

In Köln gehört es sich, abends in eine verrauchte Kneipe zu gehen und ein paar Kölsch zu kippen. Die für Berliner-Verhältnisse mini-mini-mini Gläser leeren sich optimalerweise in einem Zug und gehören zu fast jedem Feierabend dazu. Besonders schön kann man das in den vielen urigen Kneipen machen, die sich in ganz Köln finden lassen. Im Lommi werden noch Papas Songs aus der Jungend gespielt und ein Teller Frikadellen durch den Laden gereicht.

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