In 48 Stunden um die Welt #1 – Mit Nina Hüpen-Bestendonk

Vergesst Fahrpläne, vergesst Zeitzonen - wir holen uns den perfekten Sommer direkt nach Hause. Bei uns erzählen euch Reiseprofis von ihren perfekten zwei Tagen - egal, wo, egal, wann, Hauptsache schön. Den Anfang macht die charmante Nina Hüpen-Bestendonk. Die Designerin bloggt auf smaracuja.de über ihre Trips durch die ganze Welt, erzählt von ihrem Leben in Berlin und macht Fotos, bei denen man sofort Fernweh bekommt. Für uns düst die in Berlin lebende Flummiweltmeisterin in 48 Stunden um die Welt.

Tag 1

10:00 Uhr, Thailand
Fangen wir mit Hängematten an. Hängematten sind ja im Prinzip das ultimative Alles. Eigentlich könnte ich diese 48 Stunden in verschiedenen Hängematten an verschiedenen Orten schreiben, ich beschränke mich aber mal auf eine. Eine Hängematte zwischen zwei Palmen geknotet, auf einer relativ einsamen thailändischen Insel (die an dieser Stelle geheim bleiben muss, Reisebloggerehrenwort), mit Banana Pancake gestärkt, ein Thai-Eiskaffee in der Rechten, eine fiese Menthol Zigarette in der Linken und ein gutes Buch auf dem Schoß. So sollte jeder Reisetag beginnen.

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12:00 Uhr, England
Genug gefaulenzt, weiter geht's nach England. Ein bisschen mit dem Auto durch die hübsche Landschaft in Somerset fahren, eine kleine Kaffeepause in Glastonbury einlegen und sich vielleicht ein bisschen aus der Hand lesen lassen. Denn eigentlich hat das hübsche kleine Städtchen mehr zu bieten als nur Festival: Angeblich liegt in der Glastonbury Abbey King Arthur begraben, weswegen die Stadt den Anspruch erhebt, das mythenhafte "Avalon" zu sein und das wird in Form von Hexenbedarfsläden aller Art im ganzen Dorf deutlich.

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14:00 Uhr, Schweden
Nächster Halt: Shoppingtour in Stockholm mit anschließender Achterbahnfahrt in Gröna Lund, dieses mal im Fortgeschrittenenmodus mit Zuckerwatte.

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17:30 Uhr, Spanien
Es gibt ein paar magische Orte, an denen man möchte, dass die Zeit stehen bleibt und ein ganz bestimmter Moment ewig andauert. Die Treppe vor der Kathedrale in Girona ist um die Nachmittagszeit so ein Ort. Die Sonne lässt die Dächer gülden erstrahlen, Kinder spielen, Pärchen schlendern die Treppen hinunter, Jogger nutzen sie zum Workout und alte Damen erscheinen wie die rüstigen Versionen von Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda. Ein Estrella, ein paar Oliven und diese Treppe, mehr brauch ich nicht.

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21:00 Uhr, Spanien
Am Abend geht es weiter ins benachbarte Barcelona. Mojito o'clock in der Elsa Bar im Stadtteil Gracia. Wenn man Glück hat steht Elsa selbst hinterm Tresen und die frühere Kabaret Sängerin schmettert inbrünstig ihre Version von Guantanamera, während die Tanzeinlagen der anwesenden Spanier den kleine Raum zum Schwitzen bringen.

23:00 Uhr, Österreich
Etliche Rumgetränke später geht es nach Wien. Traditionell auf Goethes Schoß setzen und dann will man wohl einfach nur noch in ein fluffiges Bett mit schöner Aussicht fallen. Das geht prima im 25hrs Hotel, welches mit Panoramafenstern besticht, die in etwa mit denen aus dem Film "Shame" zu vergleichen sind.

Tag 2

9:00 Uhr, Frankreich
Es gab da diesen einen Morgen im Juli. Ich befand mich an einem Ort, der mit dem Käsehimmel gleichzusetzen ist. Leider blieben mir nur etwas mehr als 10 Minuten, um das wunderbare Frühstück im Château Balazuc zu genießen, bevor es weiterging zu einem sehr privaten und sehr matschigen Töpferkurs mit dem sehr französischen Tom. Ich muss also dringend noch einmal zurück in die Ardeche, um dieses perfekte Frühstück in Ruhe auszukosten.

11:00 Uhr, Malediven
Am Vormittag steht Schnorcheln auf dem Programm. Schnorcheln ist eine der wenigen Sportarten, zu denen man mich bewegen kann. Und das geht am besten auf den Malediven mit Riesenschildkröten, Mini-Haien und Nemo höchstpersönlich.

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13:00 Uhr, Oman
Ein Jeep mit Klimaanlage und ab geht es mittags in die surreale Mondlandschaft des Oman. Ein bisschen Off-Roaden durchs Gebirge, dessen Farbe sich alle paar hundert Meter ändert, ich selbst am Steuer und Jay-Z aus den Boxen bis wir eine Oase mit Süßwasserpools und Wasserfällen erreichen.

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16:00 Uhr, Schottland
Am Nachmittag darf es ein bisschen gediegener werden. Zeit für Afternoon Tea in Glasgow. Ich hab mich verliebt in die Stadt, in der es von Art Deco Architektur und gutem Whiskey nur so wimmelt. Die besten Scones, Cupcakes und Teesorten gibt's in der "Cup Tea Lounge" und wer es nicht lassen kann und unbedingt frittiertes Mars ausprobieren will, kriegt die bei "The Uni Take away".

19:00 Uhr, Ägypten
I'm on a boat. Zum Sundowner beame ich mich auf das Deck eines Nilkreuzfahrtschiffes. Denn keine scheiß Skyline der Welt kann mit vorbeiziehenden Tempeln, Palmen, Kamelen und wiehernden Eseln mithalten, während die Sonne am Horizont irgendwo hinter der Wüste untergeht und man sich vorkommt wie Agatha Christie höchstpersönlich.

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23:00 Uhr, Deutschland
Zum krönenden Abschluss geht es nachts zurück nach Berlin, denn Zuhause ist es bekanntlich manchmal einfach doch am Schönsten und dieser 48h Trip ist nur so richtig rund mit einem famosen Finale in Form eines nächtlichen Ausflugs zum Badesee. Und das am besten bei Gewitter.

Danke, Nina.
Den Weltballon hat uns Martina Hoffmann geschenkt. Danke. Schaut mal ihre Seite an.

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