11 Tipps für einen perfekten Sonntag im Juli
Ein Sonntag im Juli in Berlin fühlt sich immer ein bisschen wie Urlaub an. Die Stadt wird langsamer, Cafés decken ihre Tische draußen ein und zwischen Badesee, Biergarten und Open-Air-Kino fällt die Entscheidung schwer, wohin es zuerst gehen soll. Wenn ihr das Wochenende entspannt ausklingen lassen möchtet, haben wir genau die richtigen Ideen für euch. Von ausgedehntem Brunch über grüne Ausflüge bis hin zu lauen Sommerabenden unter freiem Himmel – hier kommen 11 Tipps für einen perfekten Sonntag im Juli in Berlin.
1 Unter Palmen brunchen bei D'Brunch in Friedenau
Wer hätte gedacht, dass sich ausgerechnet in Friedenau eine kleine Brunch-Oase mit Bali-Vibes versteckt? Der versteckte Innenhof macht das D'Brunch vor allem im Sommer zu einem der schönsten Brunch-Spots im Kiez. Die Karte überzeugt mit kreativen Gerichten wie Rührei mit Austernpilzen und Burrata oder Sauerteigbrot mit Rote-Beete-Frischkäse, Halloumi und karamellisierten Pfirsichen. Matcha gibt es in den unterschiedlichsten Variationen und das Beste: Alles sieht nicht nur verdammt gut aus, sondern schmeckt auch vorzüglich. Also, wer sich bereits vorgenommen hat Friedenau etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken, sollte D'Brunch auf jedem Fall auf dem Schirm haben.
Zugang: barrierefrei
2 Plantschen ohne Chlor im Naturbad Brück
Das Naturbad Brück erreicht ihr von Berlin easy mit der RE7 – und dann steht ihr schon mittendrin in der grünen Mini-Oase! Das glasklare Wasser im Teichbecken kommt ohne Chlorzusatz aus und wird nur ganz natürlich durch Pflanzen und Kies gefiltert. Ihr könnt euch vor Ort Liegen oder Sonnenschirme ausleihen für die große Liegewiese und einen Kiosk gibt's auch – um all das kümmert sich der Bürgerverein Brück rein ehrenamtlich. Ein richtiges kleines Naturparadies und schöne Alternative zum Freibad.
*barrierefrei
3 Die 3-Seen-Wanderung machen und im Blockhaus Nikolskoe einkehren
Die 3-Seen-Wanderung gehört zu den schönsten Wanderrouten, die ihr im Sommer machen könnt! Startet an der Bushaltestelle Hubertusbrücke und wandert am Ufer vom Griebnitzsee, Jungfernsee und Wannsee immer schön am Wasser lang und kommt dabei an Highlights wie dem Schloss Glienicke und der Pfaueninsel vorbei. Und wenn zwischendurch der Hunger kommt: Das über 200 Jahre alte Blockhaus Nikolskoe hat nicht nur leckere Hausmannskost, sondern auch einen Biergarten mit bestem Ausblick auf den Wannsee.
*barrierefreies Restaurant
4 Die riesige Kuchenauswahl probieren in der kleinen Gartenoase Hannes Café in Gatow
In Gatow als am wenigsten bevölkerten Ortsteil Berlins herrscht noch richtiger Dorfcharme. Um die Ecke von der historischen Windmühle findet ihr außerdem eine kleine Gartenoase: In Hannes Café könnt ihr am Wochenende zwischen Bäumen und Blumen auf der sonnigen Terrasse sitzen und euch durch eine riesige Auswahl an selbstgebackenen Kuchen probieren. Freitagabends öffnet die Bar, dazu gibt es Pizza und oft Live-Musik. Außerdem könnt ihr in dem Gartencafé Biogemüse und Blumen von einem nahegelegenen Hof kaufen. Schaut hier unbedingt vorbei, wenn ihr einen Ausflug an die Havel macht!
5 Traditionsreiches Eis essen im Monheim, Berlins ältestem Eiscafé
Seit über 85 Jahren gibt es das kleine Eiscafé Monheim in der Blissestraße nun schon, damit ist es das älteste Berlins. Bis heute wird hier das Eis hausgemacht, viele der Rezepte stammen von Gründerin Erna Monheim persönlich. Seit den 70ern ist Sonja Belowa hier Chefin und für das Eis zuständig. Das Sortiment umfasst um die 30 wechselnde Sorten, darunter Krokant, Chili Schokolade, schwarze Johannisbeere und Zimt. Iconic sind auch die hausgemachten Fürst-Pückler-Schnitten. Wer besonders großen Eishunger hat, kann sich auch einen der großen Eisbecher bestellen oder den Klassiker Spaghettieis. Lecker!
Nicht barrierefrei (Stufe am Eingang)
6 Den Sri Ganesha Hindu Tempel an der Hasenheide besuchen
Vielleicht ist euch die bunte Spitze beim Spaziergang durch die Hasenheide schon aufgefallen – in Berlin steht jetzt der größte Hindu-Tempel Deutschlands. Rund 20 Jahre wurde der wirklich beeindruckende Sri Ganesha Hindu Tempel gebaut und komplett durch Spenden finanziert. Der 17 Meter hohe, kunstvoll verzierte Turm ragt weit über das Gelände hinaus. Zur feierlichen Einweihung wurde Wasser aus der Berliner Spree und dem indischen Ganges über die Tempelspitze gegossen – ein wichtiges Ritual, das dem Tempel symbolisch Leben und Segen verleiht. Der Tempel steht ab sofort allen Besucher*innen offen, unabhängig von Religion oder Herkunft.
*barrierefrei zugänglich
7 Authentisch thailändisches Street Food essen bei Pagode Thai Kitchen
Schon seit 1994 serviert Pagode Thai Kitchen authentisches Street Food aus Thailand mitten auf der Bergmannstraße. Das Self-Service Restaurant ist immer gut besucht – egal ob zum Lunch oder für einen schnellen Snack am Abend. Das Essen wird hier so zubereitet, wie man es sonst nur von diversen Food-Märkten in Bangkok kennt. Wer auf Pad Thai und Glasnudelsalat steht, sollte hier auf jeden Fall vorbeischauen.
*nicht barrierefrei (Stufe zum Eingang)
8 Mitten im Mauerpark im Biergarten vom Mauersegler entspannen
Mitten im Mauerparks könnt ihr im Mauersegler eine Runde entspannt im Biergarten sitzen. Bester Platz zum People Watching! Zum Mauersegler gehört auch ein Kaffeehaus, das schon morgens öffnet und im Sommergarten hört ihr jeden Sonntag Livemusik. Richtig gute Stimmung ist hier auch immer beim Public Viewing, wo ihr die Fußball-Spiele auf mehreren Leinwänden und Fernsehern schauen könnt.
9 Bücher ausleihen und im Lesegarten sitzen in der Hansabibliothek
Den denkmalgeschützten Glaskasten der Hansabibliothek seht ihr schon direkt, wenn ihr am U-Bahnhof Hansaplatz aussteigt. Drinnen findet ihr eine kleine, aber feine Auswahl an Romanen, Sachbüchern und Comics. Herzstück der städtischen Bücherei ist aber der Lesegarten im Innenhof, wo ihr es euch mit neuem Lesestoff in der grünen Oase gemütlich machen könnt.
*barrierefrei
10 Italienisch essen in einer alten Wäscherei in der Lavanderia Vecchia
Versteckt in einem Neuköllner Hinterhof liegt die Lavanderia Vecchia – eine ehemalige Wäscherei, die heute zu den charmantesten italienischen Restaurants in Berlin gehört. Zwischen gespannten Wäscheleinen fühlt ihr euch hier wie auf einer kleinen Straße in Italien. Mittags gibt’s richtig guten Lunch, abends ein wechselndes 5-Gänge-Menü mit saisonalen Highlights – von Pasta mit grünem Spargel und mariniertem Ei bis hin zu zartem Lachs mit Zitronensauce. Perfekt für alle, die Lust auf authentische Italien-Vibes mitten in Berlin haben.
*barrierefrei zugänglich
11 Hinterhoffeeling im Open-Air-Kino Central im Haus Schwarzenberg
Wer keine Lust auf Natur hat, wird sich im Hof des Haus Schwarzenberg wohler fühlen, das sich in einem Hinterhof in Mitte befindet. Hier werden jeden Sommer regelmäßig neue und alte Klassiker gescreent, häufig etwa Studio Ghibli Favorites! Und wer auch daran keinen Gefallen findet, hat drumherum immer noch genug zu gucken, denn das Haus Schwarzenberg ist ein wahres Open-Air-Museum!
Redaktion