21 ziemlich gute Tipps für den Sommer in Berlin

Der Sommer ist da, finally! Damit beginnt auch die Zeit des Jahres, in der wir am liebsten nur noch draußen sein wollen. Wir fiebern langen Tagen im Freibad und Grillpartys mit Freund*innen entgegen. Wir freuen uns auf laue Sommerabende im Freiluftkino und an der Spree. Aber auch auf jede Menge Eis und den einen oder anderen Aperol. Für alle, die den wundervollen Sommer in der Hauptstadt verbringen, haben wir hier 21 geniale Tipps, wie der diesjährige unvergesslich wird.

© Daliah Hoffmann-Konieczka

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Lunchen und das Nötigste besorgen auf dem Markt am Arkonaplatz

Direkt um die Ecke von unserem Büro befindet sich der Arkonaplatz und dort finde jeden Freitag ein wunderschöner Wochenmarkt statt. Ab zwölf Uhr könnt ihr hier jede Menge Obst und Gemüse, frisch gebackenes Brot aus dem Holzofen, feine Käsesorten, gegrillten Fisch sowie wunderschöne Pflanzen und Öle shoppen und an verschiedenen Ständen eine kleine Lunch-Pause einlegen. Das Schöne an diesem Markt ist, dass er mit weniger als 20 Ständen klein und familiär wirkt, ja doch eher eine Seltenheit in Berlin.

Two Trick Pony, Kreuzberg, Frühstück, Bergmannkiez
© Wiebke Jann

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Tahini-Porridge und Christmas Sandwich im Two Trick Pony frühstücken

Gemütlich im Warmen sitzen, das Treiben beobachten und die Karte einmal hoch und runter bestellen – so stellen wir uns ein tolles Frühstück vor. Im Two Trick Pony im Bergmannkiez ist das auch unbedingt zu empfehlen. Alle Leckereien vom cremigen Tahini-Porridge mit Rosinen, über die pochierten Eier auf Roggenbrot und das geröstete Kokosnuss-Brot, bis zum saisonalen Christmas Sandwich mit Salbei Stuffing sind unverschämt gut. Lecker ist auch der Kaffee, mit dem man es hier ewig aushält.

Kleines Grosz Museum, Schöneberg
© Insa Grüning

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Kunst tanken im Kleinen Grosz Museum in Schöneberg

In Schöneberg hat 2022 Das Kleine Grosz Museum an der Bülowstraße eröffnet – und zwar in einer ehemaligen Shell-Tankstelle. "Klein" ist in diesem Fall übrigens wirklich wörtlich zu verstehen, denn in das Museum passen gerade einmal 50 Besucher*innen. In den Innenräumen der ehemaligen Werkstatt könnt ihr jetzt Kunst von George Grosz – von Dada bis zur Nachkriegszeit – anschauen. Da, wo früher einmal Zapfsäulen standen, könnt ihr anschließend in einem wunderschönen Kieferngarten mit Koi-Teich und Sitzgelegenheiten im Schatten chillen, Kuchen essen und kühle Drinks genießen. Was für eine fantastische Oase mitten in der Stadt!

  • Kleines Grosz Museum Bülowstraße 18, 10783 Berlin
  • Donnerstag – Montag: 11–18 Uhr
  • Eintritt nur mit vorab gebuchtem Ticket: 10 Euro, ermäßigt 6 Euro
Jones Ice Cream in Schöneberg
© Daliah Hoffmann-Konieczka

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Eis, Cookies und hausgemachte Waffeln bei Jones Ice Cream

Die Eisdiele Jones Ice Cream findet ihr im kunterbunten Akazienkiez. Hier bekommt ihr leckere Sorten wie "Fudge Choco Caramel Peanuts","Earl Grey Shortbread Lemon Curd" und "Carrot Cake". An dicken Schoko- und Teigstückchen sowie Soßen in der Eiscreme wird hier nicht gespart. Neben dem hausgemachten Eis und den hausgemachten Eiswaffeln gibt's hier auch verdammt leckere Cookies in acht verschiedenen Sorten, wie "Matcha White Chocolate", "Milk Choco Fleur de sel" oder "Triple Choc". So so lecker! In der kalten Jahreszeit bieten Gabrielle und Jan auch cremige heiße Schokolade (Achtung: Suchtpotential!!!) und leckere Lütticher Waffeln an.

Floß, Havel, Stößensee, Boot fahren, Berlin, Goldelse
© Berlin Bootsverleih

5
Schwimmen und Grillen: Die "Goldelse" mieten und über die Havel schippern

Mit den liebsten Freund*innen ein paar schöne Stunden auf dem Wasser verbringen, grillen, schwimmen und dem Sonnenuntergang entgegenfahren, wie klingt das für euch? Haben wir neulich gemacht und es war ein ganz fantastischer Ausflug. Dafür haben wir beim allerbesten Skipper Achim vom Berlin Bootsverleih angeheuert, Grill- und Schwimmzeug eingepackt und für ein paar Stunden die "Goldelse" gekapert. Gemeinsam sind wir auf dem Sonnendeck und mit guter Musik an Bord über den Stößensee und danach raus auf die Havel geschippert. Das Loungefloß ist mit viel Liebe zum Detail hergerichtet und lässt für bis zu zwölf Gäste keine Wünsche offen: Gasgrill, Toilette und Umkleide sowie ein überdachtes Deck sind vorhanden. Achim und seine Mitarbeiter*innen haben neben der "Goldelse" übrigens noch mehr Boote im Angebot, die ihr mieten könnt. Ahoi!

  • Berlin Bootsverleih Heerstraße 184, 13595 Berlin
  • Täglich: 10–19 Uhr
  • 690 Euro für drei Stunden, jede weitere Stunde 160 Euro | 40 Euro Grillnutzung
© Marina Beuerle

6
Kunst und Kultur auf der Freilichtbühne Weißensee

Ruhig und idyllisch liegt die Freilichtbühne Weißensee und im Sommer kann man hier eine feine Auswahl an Filmen, darunter auch viele Klassiker der DDR-Filmproduktion DEFA, anschauen. Dazu kommen vielfältige weitere Veranstaltungen wie Konzerte, Theateraufführungen oder auch spezielle Angebote für Kinder. Wer Lust auf einen kleinen kulturellen Ausflug hat, sollte unbedingt mal hinfahren, denn hier geht es super gemütlich und relaxt zu.

© Nikolay Smeh | Unsplash

7
Moules Frites mampfen in der Muschelbar in Prenzlauer Berg

Bei Sommer denken wir auch an frischen Fisch und Meeresfrüchte. Besonders gerne bestellen wir an lauen Sommerabenden Moules Frites und ein Glas Weißwein – einfach eine hervorragende Kombination. Seit Neuestem bekommt ihr den Klassiker aus Miesmuscheln und Pommes das ganze Jahr über und zwar in der Muschelbar am Helmholtzplatz in Prenzlauer Berg. Aus dem Pop-up im ehemaligen Pink Camel wurde jetzt ein permanenter Laden. Die Muscheln sind der Star der kleinen Karte. Moules Frites gibt es hier "klassisch provençalisch", "in weißem Sud" oder "à la maison" mit Blauschimmel und jungen Erbsen. Neben Miesmuscheln könnt ihr hier auch Poutine essen. Dazu gibt es eine kleine Auswahl an (Schaum-)Weinen.

© Marit Blossey

8
Genüsslich Bahnen ziehen im Prinzenbad

Wen mitten in Kreuzberg die Hitze plagt, findet die notwendige Abkühlung im Prinzenbad. Auch die sportliche Fraktion kommt hier voll auf ihre Kosten, denn die zwei 50-Meter-Becken bieten genug Platz, um genüsslich Bahnen zu ziehen. Auf der Liegewiese treffen sich die Schwimmer*innen und Wasserraten und schlecken gemeinsam ein Eis vom Kiosk. Herrlich.

© Daliah Hoffmann-Konieczka

9
Brunch, bunte Latte und rosa Interieur im Paradise in Moabit

"Endlich ein schöner Brunch Spot in Moabit", heißt es in einer Google-Rezension über das Paradise – und wir können das nur unterschreiben. Das Paradise ist wohl das coolste und "most instagrammable" Café in Moabit. Ihr bekommt hier richtig leckeren Brunch, guten Kaffee sowie frisch gepresste Säfte und bunte Latte. Wir haben die Hummus Bowl, den Quinoa Avocado Salat und Pancakes mit Mango und Maracuja probiert. Mindestens genauso farbenfroh wie unsere Teller und das Interieur sind hier auch die Getränke – egal ob der "Pink Latte" mit Roter Beete, Agave, Gojibeere und Vanille oder der "Hulk" mit Apfel, Sellerie, Spinat, Zitrone, Ingwer, Minze und Spirulina.

© Wiebke Jann

10
In den Berliner Beerengärten Früchte selbst pflücken

Wenn man im Supermarkt Erdbeeren, Heidelbeeren oder Himbeeren kauft, kann man eigentlich davon ausgehen, dass zumindest ein paar Beeren schon einfach nicht mehr so appetitlich aussehen. Weil das ziemlich nervig ist und weil es natürlich auch Spaß macht, selbst durch die Felder zu spazieren, könnt ihr in den Berliner Beerengärten von Mai bis August Erdbeeren, Himbeeren, Johannis- und Heidelbeeren selber ernten und gleich vernaschen. Anschließend könnt ihr euch im hauseigenen Café noch etwas ausruhen oder die Beeren direkt mit nach Hause nehmen und leckeren Kuchen backen. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Gärten rund um Berlin, die sich super für einen schönen Sommerausflug eignen.

Auswahl an den Biergarten-Gerichten im Eierhäuschen – Zum Anleger / Ei.Berlin
© Dinah Hoffmann

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Forelle, Bratwurst und Co. essen im neuen Eierhäuschen im Plänterwald

Kennt ihr das Eierhäuschen im Plänterwald? Das Haus aus dem 19. Jahrhundert wurde nach 30 Jahren wieder zum Leben erweckt. Im Mai hat der Biergarten Zum Anleger geöffnet, die Eröffnung des Restaurants folgt Ende des Jahres. In dem Biergarten bekommt ihr Bratwurst im Sauerteigbrötchen, gegrillte Forelle, Berliner Jausenplatte und andere Klassiker, dazu Bier aus Barnim und eine tolle Auswahl an Weinen. Das neue Eierhäuschen ist der perfekte Zielort nach einer langen Radtour oder einem Spaziergang mit der Familie. Besonders gut für Eltern mit Kindern: Es gibt einen Spielplatz und Eis.

© Marit Blossey

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Im Freiluftkino Rehberge den Tag ausklingen lassen

Der Volkspark Rehberge ist nicht nur riesig und selbst im Hochsommer noch angenehm leer, sondern beherbergt auch eines der romantischsten Freiluftkinos der Stadt. Auf 1.500 Plätzen unterm Sternenhimmel könnt ihr hier mitten im Stadtwäldchen alte Klassiker und neue Kinofilme ansehen – in der Regel werden die Filme in deutscher Fassung gezeigt –, frisches Popcorn oder Stileis futtern und mit eurer Begleitung heimlich im Schutz der Dunkelheit fummeln. Wenn diese noch nicht eingetreten ist, wird euch nach Wetterlage sogar noch ein Sonnenuntergang hinter den Baumwipfeln serviert. Schöner geht es eigentlich gar nicht.

@ Marina Beuerle

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Im Monbijoupark Salsa und Tango tanzen

Auf den Open Airs im ://about blank oder Sisyphos zu dancen, habt ihr wahrscheinlich schon fest eingeplant. Aber Berlin darf ja auch ein bisschen kitschig-romantisch genossen werden. In der Strandbar Mitte neben dem Monbijoutheater mit Blick auf das Bode Museum könnt ihr (mit oder ohne mitgebrachtem Date) Bachata, Salsa, Tango, Swing sowie Standard und Latein tanzen. Es gibt sowohl offene Tanzkurse als auch Parties zum Mittanzen.

  • Strandbar Mitte Monbijoustraße 3, 10117 Berlin
  • Montag, Mittwoch – Freitag: 18–22 Uhr, Dienstag: 19–22 Uhr, Samstag – Sonntag: 16–22 Uhr
  • Tanzparties: Eintritt frei | Tanzkurse: Muss vorort erfragt werden
Tegeler See, Strandbad Tegelsee, Freibad, schwimmen, Berlin, Sommer
© Insa Grüning

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Kunst gucken, Yoga machen und baden im Strandbad Tegelsee

Der Tegeler See ist nach dem Müggelsee der zweitgrößte See Berlins. Der Verein Nachbarschaft/Moabit hat hier das alte Strandbad gepachtet und als Zentrum für Kultur und Erholung wiedereröffnet. Neben Maßnahmen zur Erhaltung des Wasserschutzgebietes gibt es Yoga-Kurse, Kunstausstellungen und ein breites Angebot speziell für Kinder sozial benachteiligter Familien. Der soziale Charakter des Ortes zeigt sich auch im Eintritt, der ist mehr als fair.

© Minigolf am Insulaner

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Auf der wohl grünsten Minigolfanlage am Insulaner Minigolf und Pit-Pat spielen

Minigolfanlagen erinnern einen zwangsläufig an die eigene Kindheit. Zu viele Kindergeburtstage und Schulausflüge hat man auf jenen Bahnen erlebt, als dass es anders wäre. Mindestens genauso sehr nach Kindheit fühlt sich auch das Billard-Golf, auch Pit-Pat genannt, an, das man häufig auch in Freibädern findet. Beides könnt ihr direkt am Insulaner auf der wohl schönsten und grünsten Anlage, die Berlin zu bieten hat, spielen. Nach einem kleinen Match könnt ihr euch dann auch auf der zugehörigen Sonnenterrasse niederlassen, ein Kaltgetränk, Snacks oder ein Eis ordern und den Nachmittag ausklingen lassen. Tipp: Hier kann man auch schön (Kinder-)Geburtstage und Co. feiern.

Beachmitte
© BeachMitte

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Mit Freund*innen mitten in Berlin bei BeachMitte Beachvolleyball spielen

Big, bigger, BeachMitte: Mit 47 Beachvolleyball-Feldern ist die sandige Oase in Mitte Europas größte innerstädtische Beach-Anlage. Sand so weit das Auge reicht, fast so wie am Strand der Copacabana, wo der großartige Sport seinen Ursprung hat. Gespielt wird klassisch zwei gegen zwei, geht aber natürlich auch mit mehreren. Und weil Sport ja bekanntlich hungrig und durstig macht, könnt ihr an der dazugehörigen Beachbar den Abend mit Freund*innen ausklingen lassen.

© Marit Blossey

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Saisonale Cocktails und Bier schlürfen im Nathanja und Heinrich

Im Norden Kreuzköllns zwischen Weserstraße und Weigandufer liegt das Nathanja und Heinrich. Eine große Fensterfront umschließt den noch größeren Innenraum, eine ausgesuchte Cocktailkarte lädt zu saisonalen Drinks ein. Wo im Sommer beispielsweise der Gin Basil Smash eine ausgezeichnete Angelegenheit ist, winkt die Winterkarte mit Negroni-Variationen. Wobei der Sommer natürlich seine Vorteile hat – beispielsweise, indem man mit Hausbier auf den warmen Pflastersteinen sitzt und sich darüber freut, dass man mit Hausbier auf den warmen Pflastersteinen sitzt.

© Milena Zwerenz

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(Vegane) Grillkörbe von Landkorb befüllen lassen

Der Sommer ist die beste Zeit, um es sich auf den Wiesen und an den schönen Seen Berlins bequem zu machen, den Tag zu genießen und ihn anschließend am Grill ausklingen zu lassen. Wer keine Lust oder Zeit hat, alles selbst einzukaufen, kann sich bei Landkorb einen leckeren Grillkorb füllen lassen. Von Fleisch über vegane und vegetarische Alternativen bis hin zu Grillsoßen, Salaten und sogar Nützliches wie Bambusbesteck könnt ihr dort alles für das perfekte BBQ bestellen. Übrigens sogar in Bio-Qualität und mit regionalen Produkten.

© Charlott Tornow

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Am Strand des Badeschiffs sonnen

Im Sommer gibt es rund um das Badeschiff immer wieder Open Airs, bei denen man tanzend im Sand steht und dabei eine unschlagbare Aussicht auf die Oberbaumbrücke und den Fernsehturm genießen kann. Das macht zwar riesigen Spaß, ist aber natürlich nicht der einzige Vorzug dieses Orts: Auf dem hübschen Gelände könnt ihr euch nämlich im Pool mitten auf der Spree eine erfrischende Abkühlung gönnen und anschließend sonnen. Schwimmen ist übrigens nur mit vorab gebuchtem Online-Ticket möglich.

© Insa Grüning

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Mit den Kids durch Wasserfontänen hüpfen in der Plansche im Plänterwald

Südwestlich des Spreepark im Plänterwald liegt ein riesiges Kinderwunderland mit Tischtennisplatten, Schaukeln, Federwippen und Netzpyramiden sowie einem Wasserspielplatz mit mehreren Wasserfontänen. Der perfekte Ort, um warme Sommertage herumzubringen. Schatten spenden die umliegenden Bäume. Denkt dran, euch genügend Proviant und Getränke mitzubringen, da (bis auf einen Eiswagen) keine Gastro vor Ort ist.⁠ ⁠

© Marit Blossey

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Den Wedding überblicken auf dem Flakturm Humboldthain

Auf den Überresten eines alten Bunkers aus dem Zweiten Weltkrieg hat man einfach die beste und friedlichste Aussicht über den Wedding. Auf der einen Seite ist der Ausblick urban, man blickt auf die Bahnschienen des S-Bahnhofs Gesundbrunnen, das Einkaufscenter und das Straßengewusel des Weddings; auf der anderen Seite breiten sich idyllisch die Rosengärten und der ruhige Park aus. Auf jeden Fall ein Feierabendgetränk mitbringen, hier kann man sich nach einem Spaziergang durch den Humboldthain perfekt zum Quatschen hinsetzen und in die Ferne schauen.

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