11 schöne Frühlingswanderungen in und um Berlin

Wenn die Sträucher blühen und die Wiesen richtig schön grün sind, hier und da der Raps blüht und die Vögel zwitschern, erscheint die Natur uns besonders lebendig. Zudem sind die Temperaturen im Frühling meistens nicht zu kalt, aber auch noch nicht unangenehm heiß – perfekt also, um eine längere Strecke zu Fuß zu gehen. Gerade rund um die Ufer der Seen sind zu dieser Zeit auch noch weniger Menschen unterwegs, für ein kühlendes Fußbad eignet sich das kühle Nass aber schon ganz hervorragend. Bei einigen dieser Wanderungen werden sich eure Füße darüber sicherlich auch freuen.

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© Marina Beuerle Freilaufende Rinder beobachten bei der Wanderung in Buch

Mit der S-Bahn gelangt ihr mir nichts, dir nichts nach Buch, das tatsächlich noch zum Bezirk Pankow gehört. Dort ist es allerdings schon wesentlich grüner, als in unmittelbarer Nähe zum Ring. Von hier aus könnt ihr eure Tour starten, in Richtung Buchinger Forst spazieren und dann die Karpfenteiche ansteuern. Von dort marschiert ihr über saftig grüne Wiesen vorbei an mittelmäßig an euch interessierten, flauschigen Rindern –  sie zu streicheln, würden wir euch nicht empfehlen. Genießt doch stattdessen die Aussicht über die Karower Teiche.

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© SNB, Hagemann Den Havelhöhenweg entlang wandern

Wenn ihr Lust habt, euch mal wieder ausgiebig die Füße zu vertreten und außerdem die wunderschöne Landschaft um Berlin entdecken wollt, solltet ihr einfach mal wieder eine kleine Wanderung machen. Richtig gut wandern kann man zum Beispiel auf dem Havelhöhenweg, der nördlich des Stößensees bei Spandau startet, an der Havel entlang führt und nach rund zehn Kilometern am Strandbad Wannsee endet. Die Route ist ziemlich abwechslungsreich, ihr könnt wahnsinnig tolle Panoramaussichten genießen und natürlich ausreichend frische Luft schnappen. Couldn't be better!

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Tegeler Fließ, Berlin, Spaziergänge, spazieren gehen, Ausflug, Natur

© Insa Grüning Durch Moor- und Sumpflandschaften im Tegeler Fließ wandern

Das Tegeler Fließ schlängelt sich durch ein wunderschönes, mooriges Landschafts- und Naturschutzgebiet in Reinickendorf, das Lebensraum für viele gefährdete Tierarten geworden ist. Auf einem Spaziergang könnt ihr mit etwas Glück zum Beispiel Biber, Fischotter, Eisvögel, Rohrweiher oder zahlreiche Kröten und Frösche entdecken. Gerade mit euren Kids ist ein Ausflug zum Tegeler Fließ ein tolles Wochenendprogramm, weil man die Stadt für einen Moment völlig vergisst. Besonders eindrucksvoll ist das Areal, wenn es frisch geregnet hat, denn dann sind große Teile der Wiesen überschwemmt. Klasse auch, wenn ihr Lust habt, tolle Fotos zu schießen. Ach ja, und Wasserbüffel gibt es hier übrigens auch. Etwas östlicher gelegen gibt es einen Steg, der direkt durch den Bach führt und von dem aus ihr euch die Sumpflandschaft aus nächster Nähe anschauen könnt.

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© TMB Wandern und über Kunst philosophieren auf dem Kunstwanderweg

Wandern alleine ist euch zu langweilig? Dann probiert mal den Kunstwanderweg Hoher Fläming aus. Das ist quasi eine riesige Outdoor-Galerie mit verschiedenen überdimensionierten Kunstobjekten. Hier ist also nicht nur die schöne Natur reizvoll. Es gibt übrigens jeweils eine Süd- und eine Nordroute von Bad Belzig bzw. Wiesenburg aus, die Wege sind sehr gut mit gelben Hinweisschildern ausgestattet. So geht auch kein*e Kunstinteressierte*r auf Wanderschaft verloren.

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© Marina Beuerle Eine Runde um den Sacrower See drehen

Das Schöne am Frühling und Frühsommer: Die Seen rund um die Stadt sind noch nicht so überfüllt wie im Hochsommer. Der perfekte Zeitpunkt also, um am Uferweg entlang zu spazieren. Rund um den Sacrower See führt beispielsweise ein Waldweg, immer mit Blick aufs Wasser. Kleine Badebuchten laden für ein Schläfchen in der Sonne ein und wenn euch am Ende die Füße weh tun, könnt ihr sie im kalten Wasser abkühlen.

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© Hella Wittenberg Wandern im Naturpark Nuthe-Nieplitz

Erreicht man das Ortsschild Stangenhagen, sollte direkt das Auto stehengelassen und losgelaufen werden. Dort führt der Pfefferfließ entlang, ein Bach, in dem auch Biber entdeckt werden können. Wenn ihr dem Weg durch Wiesen, Felder und sumpfige Gebiete folgt, stoßt ihr unweigerlich auf den Aussichtsturm von Stangenhagen. Dieser bietet euch die Möglichkeit Fischadler und Störche zu beobachten. Immer dabei: Ein Sound-Gemisch aus Fröschen, Wasserrauschen und Vogelgezwitscher. Aber Achtung, hier herrscht auch überall Zeckengefahr.

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© Marit Blossey Eine Panoramawanderung rund um Bad Belzig machen

Bei einer ausgedehnten Wanderung rund um die Stadt bekommt ihr tolle Aussichten auf die Burg Eisenhardt und den historischen Stadtkern. Wenn ihr auf dem Belziger Marktplatz startet, könnt ihr euch dort erstmal die hübsch restaurierten Gebäude in der Altstadt anschauen. Raus aus der Stadt führt euch der Weg entlang am Belziger Bach und durch den idyllischen Kurpark rund um die Therme. Am Wegesrand findet ihr alle möglichen heimischen Kräuter und könnt bei Bedarf eine Handvoll für das Abendessen zu Hause einpacken. Wer Lust hat, kann sich in der Nähe auch die KZ-Gedenkstätte Roederhof oder die Kunstwerke entlang des Internationalen Kunstwanderweges anschauen. Die gesamte Strecke ist ungefähr 15 Kilometer lang, am besten plant ihr 4 bis 5 Stunden ein.

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© Kerstin Musl Waldspaziergang in den Müggelbergen

Wer mal wieder raus ins Grüne möchte und ein bisschen Erholung vom Stadtleben sucht, fährt in die Müggelberge. Mit ihren 114 Metern sind sie zwar noch lange kein Hochgebirge, aber trotzdem kann man hier hervorragend wandern, klettern und, Geheimtipp, super rodeln gehen! Wer hoch hinaus möchte, läuft bis zum Müggelturm. Nach 126 Stufen bekommt ihr einen Rundumblick über den Südosten Berlins und könnt bei guter Sicht sogar bis zum Alexanderplatz schauen.

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© Marina Beuerle Von Ufer zu Ufer rund um den Nieder Neuendorfer See marschieren

Wenn ihr auf feste Wanderwege, Wasser und ein bisschen Geschichte steht, wird euch diese Tour gefallen. Von Hennigsdorf aus führt der Weg entlang des Nieder Neuendorfer Sees, dort, wo früher das Grenzgebiet der DDR war, woran ein Grenzturm erinnert, von dem man einen guten Ausblick hat. Stärken könnt ihr euch im Jagdhaus mit Bier und Pommes. Um den See einmal zu umrunden, bringt euch am Fährhaus Spandau eine Fähre an die andere Uferseite, auf der es entgegengesetzt zurückgeht.

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Zwei Männer wandern im Wald

© Pexels Über Feldwege und entlang an Seen von Annenwalde nach Templin wandern

Wenn ihr Lust habt, dem Stadttrubel mal wieder für einen Tag zu entfliehen, dann könnt ihr zum Beispiel mit dem Zug in circa 1,5 Stunden für etwa 10 Euro nach Templin fahren. Danach geht es mit dem Bus in das kleine Dorf Annenwalde weiter. Dort könnt ihr, wenn ihr Lust habt, eine der traditionellen Glashütten anschauen, denn hier leben und arbeiten bis heute viele Kunsthandwerker*innen. Dann geht's richtig los. Über Feldwege, durch Wälder und entlang an wunderschönen Seen (mit tollen Badestellen) könnt ihr die für die Uckermark typische Landschaft genießen und zwischendurch ein Picknick einlegen. Die ausgeschilderte, etwa 15 Kilometer lange, Wanderung zurück nach Templin dauert insgesamt 4 Stunden, wenn ihr gut zu Fuß unterwegs seid. Am Ziel angekommen, könnt ihr am Bahnhof entspannt in den Zug zurück nach Berlin steigen.

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© Marit Blossey Entlang des Poetensteigs um Buckow wandern

13 Kilometer Land, Wald, Wiesen, Seen, kleine Städtchen und leckere Gaststuben: Wer einigermaßen gut zu Fuß ist, sollte unbedingt den Poetensteig in der Märkischen Schweiz wandern. Gestartet wird in Buckow auf dem Marktplatz, durch den Schlosspark, entlang des Schermützel-, dem Großen- und Kleinen Tornowsee, vorbei an der Pritzhagener Mühle (traditionelle Hausmannskost) und dem Großen Klobichsee und über den Dachsberg zurück nach Buckow. Insgesamt braucht ihr dafür gute drei Stunden, plant aber etwas mehr Zeit ein, um die gute Aussicht und die tolle Luft zu genießen. Und natürlich, um in möglichst vielen Gaststuben einzukehren.

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