11 schöne Dinge, die du auf Sizilien immer machen kannst

Sizilien ist ein italienischer Klassiker, den ich erst spät entdeckt habe. Die "Stiefelspitze" Italiens wird zwar leider oft mit der Mafia Cosa Nostra (die auch immer noch großen Einfluss auf den Alltag der Sizilianer hat) und Armut in Verbindung gebracht, ist aber so reich an Traditionen, vor allem kulinarischen, dass man der Insel mehr als nur ein verlängertes Wochenende schenken sollte. Die Sizilianer sind stolz auf ihre Insel, und das spürt man beim Laufen durch die Straßen. Vor allem die Handwerkskunst, die man überall auf der Insel in Form von schönen Keramikvasen und kunstvollem Schmuck sehen kann, und das Essen haben mich umgehauen. Foodies werden hier ihre wahre Freude an Süßem, Kaffee und Pasta haben. Veganer werden auf Sizilien allerdings nicht glücklich: Dafür lieben die Sizilianer zu sehr Ricotta und Käse.

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© Charlott Tornow Durch die barocke Stadt Noto flanieren

Noto im Süden Italiens ist ein barocker Märchentraum. Die Stadt wurde im 18. Jahrhundert nach einem Erdbeben komplett neu geplant und thront jetzt versteckt auf einem kleinen Plateau in der Nähe des Meeres. Die Stadt zählt gerade mal knapp 24.000 Einwohner, beherbergt aber über 30 Kirchen. Die imposanteste davon ist die Kathedrale San Nicolò, deren riesige Freitreppe beliebtes Fotomotiv ist. Am bekanntesten ist Noto bei vielen durch die Netflix-Serie Chef's Table, in der die über drei Generationen geführte Pasticeria Caffé Sicilia vorgestellt wird, in der ihr typisch sizilianisches Gebäck und Eiscreme essen könnt. Die ist zwar nicht leckerer als woanders in Sizilien, aber die warme Mandelsuppe gibt es wohl nirgendwo sonst und sollte unbedingt probiert werden!

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© Charlott Tornow Einen Pasta-Kochkurs in Palermo machen

Wer auf Sizilien keine Pasta isst, hat Sizilien nicht erlebt. Die klassischen Pasta-Rezepte kann man am besten bei einem Kochkurs erlernen, zum Beispiel bei dem von Paola. Die herzliche und offene Food-Entrepreunerin ist Sizilianerin und betreibt eine Farm inklusive Restaurant im Herzen Siziliens. In Palermo bietet sie neben Arancini- und Cannoli-Kochkursen auch einen Pasta-Kurs an, bei dem man die Herstellung von Tagliatelle, Gnocchi and Ravioli sowie der passenden Sauce lernt. Paola nutzt ein altes sizilianisches Getreide zur Herstellung der Pasta, das besonders bekömmlich ist und sich geschmacklich von normalem Weizen extrem unterscheidet. Besonders schön ist auch, dass man vor dem eigentlichen Kurs mit Paola auf einen der schönsten und ältesten Märkte Palermos die Zutaten einkaufen geht und dabei viel über die kulinarischen Traditionen Siziliens lernt. Den Kurs könnt ihr über Airbnb buchen.

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© Charlott Tornow In Ortygia shoppen

Die Halbinsel Ortygia, die das historische Zentrum von Syrakus ist, ist der vielleicht schönste Ort auf Sizilien. Im Gegensatz zu Siziliens "Groß"städten wie Palermo oder Catania wurde der alte Stadtkern saniert und steht heute unter Denkmalschutz. In den verwinkelten Straßen befinden sich viele kleine Cafés, Restaurants und jede Menge schöner Läden, in denen Sizilianer handgemachte Mode, Schmuck und Porzellan anbieten. Die schönsten Shops Siziliens gibt's hier und wer nach dem Geldausgeben eine Pause braucht, der setzt sich entweder an die schöne Promenade oder auf den Domplatz.

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© Charlott Tornow Auf den Spuren der Griechen wandeln im Tal der Tempel in Agrigent

Die Akropolis im griechischen Athen zählt für viele zu den bedeutendsten Tempeln des alten Griechenland. Dabei lässt sich auch auf Sizilien wunderbar auf den Spuren des antiken Griechenlands wandeln. Akragas, das heutige Agrigent, wurde 582 v. Chr. gegründet, im 5. Jahrhunderts v. Chr. wurden hier auf einem Höhenzug zahlreiche monumentale Tempel errichtet, die zum Teil noch in einem erstaunlich guten Zustand sind. Besonders der Concordiatempel kann es lässig mit dem Theseion in Athen aufnehmen.

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© Jonas Renner | Unsplash In Erice Marzipan essen

Zwar blühen auf Sizilien erst im Februar die Mandelbäume, die Frucht ist aber auch ganzjährig nicht aus dem kulinarischen Angebot der Insel wegzudenken. Vor allem in süßen Speisen – von Eiscreme über Törtchen bis hin zu Cannoli, das die Sizilianer bis zur Perfektion beherrschen – finden sich Mandeln wieder. Die kleine Gemeinde Erice im Nord-Westen Sizilien ist besonders für sein Marzipan berühmt, das hier aus reiner Mandelmasse besteht und in Obst- und Gemüseform daher kommt, das die Marzipan-Legende Maria Grammatico erfunden hat.

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© Charlott Tornow Die Scala dei Turchi besteigen

Eigentlich ist es verboten, auf die Scala dei Turchi zu steigen. Der halbherzig angebrachte Zaun hält dennoch niemanden davon ab, den monumentalen Felsen zu erklimmen, der spitz aus der sizilianischen Küste herausragt und wie eine Treppe geformt ist. Der Felsen besteht aus weichem Mergel, sodass sich bereits viele Besucher in das Gestein verewigt haben.

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© Charlott Tornow Auf der schönen Insel Isola Bella lustwandeln

Bei einem Ausflug in die Stadt Taormina, die besonders für ihr altes griechisch-römisches Theater mit Blick auf das Ionische Meer und den Ätna bekannt ist, solltet ihr einen Stop auf der hübschen, verwinkelten und mit Pflanzen überwucherten Insel Isola Bella einlegen, die vom Strand aus über eine Sandbank zugänglich ist. Die unter Naturschutz stehende Insel beherbergt ein kleines, hübsches Häuschen, das zum Träumen einlädt. Vom Strand aus kann man übrigens auch Bootstouren zur Grotta Azzurra machen.

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© Sfrigola | Facebook Arancini essen bei Sfrigola palermo

Arancini sind typisch sizilianische Reisbällchen, die gefüllt und frittiert sind – und sofort süchtig machen. Die klassische Füllung besteht aus dem sizilianischem Ragu (gehacktes Rindfleisch, Erbsen, Tomaten, Zwiebeln), aber auch andere Füllungen kommen je nach Gusto in die Bällchen. Bei sfrigola palermo sind die Arancini handgemacht und unendlich lecker. Berliner Street-Food-Macher, bringt Arancini sofort nach Berlin!

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© Riserva Naturale Orientata Cavagrande del Cassibile | Facebook Baden in den Kalksteinbecken der Cavagrande del Cassibile

Da Sizilien eine Insel ist, kann man natürlich fast überall ins Wasser springen. Wer aber ein besonderes Badeerlebnis will, der sollte nach Avola zum Fluss Cassibile fahren. Hier liegt das Tal Cavagrande mit einem zehn Kilometer langem Canyon. Der Cassibile hat sich über die Jahrhunderte in den Kalkstein geschnitten und terrassenartige Wasserbecken und -fälle hinterlassen, in denen man nun schwimmen kann. In der Umgebung kann man auch schön wandern.

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© Charlott Tornow Wandern im Gole dell'Alcantara

Wandern kann man in Sizilien vor allem im Landesinneren, aber auch in der Nähe der Ostküste gibt es einige Schmankerl, zum Beispiel das Gold dell'Alcantara. Die Schluchten am Fluss Alcantara bestehen aus erkaltetem Lavagestein des Ätna, in das sich das Wasser des Flusses eingefressen hat. Heute kann man an der 20 Meter tiefen und vier bis fünf Metern breiten Schlucht wandern – und sogar baden. Zu dem Flussbett gelangt man über den Gole Alcantara Botanical and Geological Park.

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© Kitsch Bistrot | Facebook Sizilianische Tapas essen im Kitsch Mercato di Rarità in Catania

Catania wird gern als Ausgangspunkt für Vulkantouren auf den Ätna genutzt (wenn er mal nicht ausbricht), hier kann man aber auch ganz fantastisch essen und trinken. Im Kitsch servieren Giuseppe und Antonio ausgefallene Tapas, die die sizilianische Küche neu interpretieren. Hier werden frisch mit besten Zutaten gekocht. Und wer schon hier ist, sollte unbedingt auch den Wein links liegen lassen und einen Blick auf die Cocktail-Karte werfen, die den klassischen Aperol Spitz einen frischen Twist verpasst.

Titelbild: © Ruth Troughton | Unsplash

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