11 schwarze Löcher, aus denen du in Berlin nicht mehr herauskommst

Gerade erst haben Forscher das allererste Foto eines schwarzen Lochs veröffentlicht. Vor allem sieht man da viel schwarz. Und ein bisschen was Oranges. Eigentlich wenig spektakulär. In Berlin gibt es doch viel aufregendere Orte, in die man - wie die Materie im All - hineingezogen wird und mit dem ganzen Rest so verschmilzt, dass man nie wieder wegkommt.

1. Der U-Bahnhof Alexanderplatz

© Charlott Tornow

Versuche gar nicht erst mit Zeitplan hier zu starten. Wer einmal den falschen Ein- oder Ausgang erwischt, muss sich durch Touri-Massen, komische Geruchslandschaften und entlang von nicht funktionstüchtigen Rolltreppen kämpfen. Das ist kein Weg hier, das ist ein Zyklus.

2. Der Darkroom vom Berghain

© Matze Hielscher

Deutschlands zweitbeliebtester Club hat so eine Wahnsinnsanziehungskraft, dass die Schlangen davor einfach nicht enden wollen. Die schwarzen Löcher darin aber auch nicht.

3. Der Kreisverkehr am Ernst-Reuter-Platz

Verzweifelte Menschen mit Rucksäcken und Rollkoffern: Wer zum Flughafen Tegel will, der steigt nicht selten am Ernst-Reuter-Platz auf den Bus um. Gibt man die Route in der BVG-App ein, werden einem meist nicht mehr als fünf Minuten Umsteigezeit angegeben. Aber wie zur Hölle soll das einer schaffen, der nicht Olympia-Athlet ist? Der Kreisverkehr hat mehr Ampeln, als der Ampelmännchen-Shop. Hier kommt keiner raus.

4. Lichtenberg

Lichtenberg, Spaziergang, Milena Zwerenz

Ist Lichtenberg deine Hood? Dann nehme lieber die Beine in die Hand und verziehe dich zurück in deine vier Wände, wenn die BVG streikt. Denn einmal drin im Bahn-, Tram- und Buschaos, saugt dieses den letzten Funken Lebenswille aus dir heraus.

5. Die East-Side-Mall

Wie groß und unübersichtlich ist dieser Protzklotz eigentlich? Trenne dich darin bloß nicht von deiner Gruppe – du wirst sonst niemanden jemals wiedersehen.

6. Der Botanische Garten

© Annik Walter

Niedliche Blümchen, hübsche Pflanzen, die auf Insta bestimmt gut rüberkommen würden und günstiger Eintritt: Der Botanische Garten hat einen nicht ignorierbaren Reiz. Blöd nur, dass es hier gleich mehrere Eingänge gibt, die weit, weit voneinander entfernt sind. Verabredest du dich also vor dem Botanischen Garten, kannst du davon ausgehen, dass ihr sicher an unterschiedlichen Stellen warten werdet. Das ist kosmisches Gesetz.

7. Das Wohnhochhaus Ideal in Gropiusstadt

© Hella Wittenberg

Der Blick von diesem Hochhaus ist atemberaubend. Doch wenn der Fahrstuhl in dem alten Gebäude mal den Geist aufgibt und du auf die Treppe umschwenken musst, kannst du dich schon mal von deinem Alltag, so wie du ihn bisher kanntest, verabschieden. Das Verlorengehen gehört hier an die Tagesordnung.

8. Die Herzen der „Deutsche Wohnen“-Mitarbeiter

Sie wollen die Grenzen des Berliner Mietspiegels ausreizen und sogar darüber hinausgehen. Wer den Leuten der Wohnungsgesellschaft „Deutsche Wohnen“ zu nahe kommt, wird sicher in das schwarze Loch gezogen, dass man bei anderen Menschen Herz nennt.

9. Das Schwarze Café

Das Restaurant in Charlottenburg hat 24/7 offen. Es ist eine Instanz des Stadtteils, in der man auch unheimlich gut versacken kann – und dann nie wieder das Tageslicht sehen wird.

10. Zeiss-Großplanetarium

Na gut, mit etwas Glück kommst du hier ungescholten wieder raus. Aber hier kann man sich tatsächlich schwarze Löcher at its best anschauen. Und das ist um einiges entspannter als die ganzen anderen Orte auf dieser Liste.

11. Messe Nord ICC

Wo geht es hier bitte entlang? Hat man erst mal seine Insta-Fotostrecke geknipst, findet man so schnell nicht wieder aus dieser Untergrundhölle heraus.

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