11 Orte in Berlin, an denen ihr das Gefühl habt, allein zu sein

Es ist nicht nur ein Gefühl, es ist eine Tatsache: Die Stadt platzt aus allen Nähten. In den letzten Jahren sind Tausende nach Berlin gezogen. Das merken wir in den öffentlichen Verkehrsmitteln, die proppevoll sind, auf Kunst- und Kulturveranstaltungen, die dauerhaft ausverkauft sind, sowie in den Grünanlagen, in denen sich mit den ersten Sonnenstrahlen die Menschen stapeln. Natürlich ist es manchmal schön, unter so vielen Menschen zu sein, manchmal aber auch einfach nur nervig. Wem die Lust eher nach einer ruhigen Oase als einer quirligen Mall steht, sollte sich diese Plätze, Orte und Parks anschauen, in denen man das Gefühl hat, allein zu sein.

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Axel Mauruszat | CC BY 3.0 DE Das andere Mitte rund um das Märkische Museum entdecken

Wer meint, dass Mitte nur aus Coffeeshops, Flagship-Stores, Agenturen und Hotels besteht, irrt. Das etwas andere Mitte könnt ihr etwa rund um das Märkische Museum entdecken. In dem kirchenähnlichen Bau selbst findet ihr eine interessante Ausstellung zur Stadtgeschichte, die derzeit überarbeitet wird, weshalb der Eintritt bis zum 9. Juni 2018 kostenlos ist. Im angrenzenden Köllnischen Park waren bis 2015 die Stadtbären beheimatet, das Areal ist seit dem Tod von Schnute verwaist. Wer Zeit hat, sollte auf jeden Fall noch die Fischerinsel erkunden oder Richtung Heinrich-Heine-Viertel vorstoßen. Eins haben all diese Orte gemein: Kaum eine Menschenseele verirrt sich hierher.

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© Robert Agthe | FlickrCC BY 2.0 Gemütlich im Volkspark Rehberge spazieren

Ungestört Spazieren und Picknicken könnt ihr im Volkspark Rehberge. Das Gelände ist so riesig und unterteilt in verwunschene Wald-, Wiesen-, Hügel- und Seenlandschaften, dass es hier nie wirklich voll ist. Wer zwischendurch vor lauter Erholung noch nicht eingeschlafen ist, der kann den Abend im Freiluftkino Rehberge ausklingen lassen oder sich im nahegelegenen Freibad Plötzensee abkühlen.

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© Kalopepe Architektur Im Tegeler See auf Valentinswerder entspannen

Auf der Insel Valentinswerder im Tegeler See gibt es viele Wochenendhäuschen und noch mehr Natur. Besucher können sie mit der Fähre Odin I erreichen. Die Fähre fährt am Wochenende und kostet drei Euro. Besonders im Sommer lohnt sich ein Ausflug, denn auf der Insel kann man so richtig die Seele baumeln lassen und sich wie im Urlaub in Schweden fühlen.

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© Stille Ecken in Berlin Essen und flanieren im Historischer Hafen

Der Historische Hafen Berlin liegt in Berlins Mitte und beherbergt den größten Museumshafen Deutschlands. Am Märkischen Ufer, direkt am Wasser mit Blick auf den Fernsehturm zeigt sich Berlin von seiner Seemannsseite. Die rund 100 Jahre alten Boote werden heute als Restaurant, Museum und Theaterkahn genutzt und sind definitiv einen Besuch wert. Ahoi!

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© Stille Ecken in Berlin Planschen an der Badestelle Kuhhorn

In dem facettenreichen Grunewald befindet sich eine der schönsten naturbelassenen Badestellen Berlins. Dieses grüne Fleckchen ist am besten mit dem Rad zu erreichen. Allein das Radeln durch die Natur hat bereits einen hohen Entspannungseffekt. Am Wasser angekommen, bekommt man durch vorbeifahrende Motorboote ein erfrischendes Wellenbad inklusive. 

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© Brae Talon Zwischen Bahnrelikten, Graffitis und Dschungel im Natur-Park-Südgelände spazieren

Dschungelartige Naturlandschaft, verwilderte Bahnrelikte und Graffiti-Kunst: Eine perfekte Mischung für alle, die Stadtkinder und Naturliebhaber gleichermaßen sind. Auf dem Bereich des ehemaligen Rangierbahnhofs in Berlin-Tempelhof befindet sich mit dem Natur-Park Schöneberger Südgelände ein einzigartiges und zugleich vielfältiges Gebiet, das zum Spazierengehen und Entdecken einlädt. Der Wasserturm und die original Dampflok sind nur zwei der vielen Highlights.

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© Hans G. Oberlack | Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 Kriegerdenkmal Pankow

Tja, das sowjetische Kriegerdenkmal in Treptow mag man ja noch kennen. Aber dieses hier in Pankow? Ich hatte damals das Gefühl, einer der ersten Menschen zu sein, der dieses beeindruckende Denkmal betritt. Filmen wäre hier vermutlich unmöglich. Abgesehen davon, dass das auch thematisch wohl fast nirgends reinpassen würde. Und so habe ich diesen Ort seinerzeit auch nur durch Zufall entdeckt, während einer kleinen Pause in einer fruchtlosen Suche nach Lampenläden sowie Einfahrten zu Einfamilienhäusern…

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© Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick e.V. Kleingärtnern auf der Baumgarteninsel

Die Baumgarteninsel ist eine kleine Insel zwischen der Köpenicker Altstadt und den Kietzer Wiesen. Früher diente das Gelände den Wäscherinnen zum Bleichen und Trocknen. Dann wurde es aufgeschüttet und bis heute befindet sich hier eine Kleingartenkolonie mit direktem Zugang zur Spree.

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© Touristinformation Berlin Treptow-Köpenick Abhängen im Natur- und Landschaftspark Adlershof

Der Natur- und Landschaftspark Adlershof ist ein echter Geheimtipp. Auf dem ehemaligen Motorflugplatz, der heute zum naturwissenschaftlichen Campus der Humboldt-Universität gehört, kann man auf einem drei Kilometer langen Rundweg um das geschützte Biotop joggen, skaten, Beachvolleyball spielen, sich ausruhen und grillen.

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© Nora Tabel Auf die Müggelberge steigen

Auch wenn die Süddeutschen sich vermutlich über die "Berge" Bauchschmerzen lachen würden, so kann man als Berliner die Gebietserhebungen hier mit 115,4 Meter über dem Meeresspiegel gebirgig nennen. Wer noch höher hinaus will, steigt noch auf den Müggelturm und verschafft sich einen kleinen Überblick über Berlins größtes zusammenhängendes Waldgebiet.

  • Müggelberge
  • Müggelheimer Damm , 12557
  • Anfahrt: S Friedrichshagen, Tram 60 oder 61 bis Müggelseedamm | S Köpenick, Bus X69 bis Rübezahl oder Müggelheim/Dorf
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© Thomas Cloer | FlickrCC BY-SA 2.0 Denkmal bestaunen auf der Luiseninsel

Die Luiseninsel ist eine künstlich angelegte Insel im südöstlichen Teil des Tiergartens. Benannt ist die kleine Insel nach Königin Luise, die Anfang des 19. Jahrhunderts gerne in diesem Teil des Tiergartens spazieren ging. Noch heute findet sich eine Kopie des Denkmals für die Königin auf der Insel. Zudem ist es hier ziemlich ruhig.

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