11 Sätze, von denen ich nie dachte, dass ich sie als Mutter mal sagen würde

© Eddi Kopp |unsplash

von: Johanna Weidauer

Danke Mutterschaft! Seit fast einem Jahrzehnt lebe ich mit Kindern zusammen und wenn ich eines mit Bestimmtheit über diese Zeit sagen kann: Alles ist eine Überraschung! Ich lernte neue Krankheiten kennen, die sich eigentlich ein Witzbold bei einem Bier ausgedacht haben muss (Hüftschnupfen? Hand-Mund-Fuß? Ich meine, allein die Namen!), ich dichtete siebenundachtzig humorvolle Texte auf „Bruder Jakob“ und für immerhin die Hälfte erntete ich Kindergelächter. Und ich sagte viele Dinge, von denen ich vorher nie dachte, dass sie über meine Lippen kämen. Weil: Das Leben mit Kindern ist eine Wundertüte, randvoll mit Lego, seltsamen Ideen und vor allem Spaß!

1. Bitte nimm die Füße aus den Nudeln!

Das war schon ein Akt: Das kleinste Kind ließ sich eine Zeit lang nur schwer davon überzeugen, dass wir alle am und nicht auf dem Tisch sitzen und die Hände zum Essen doch gut geeignet sind. Aber neue Perspektiven sind ja auch nicht das Schlechteste, oder?

2. Das Baby atmet viel zu leise!

Darauf folgte der inständige Wunsch: Hoffentlich schnarcht es bald, dann kann ich beruhigt schlafen! Denn als Babys schlummerten meine Kinder immer so dermaßen lautlos, dass ich neben ihnen sitzen blieb, voller Sorge, sie könnten komplett aufhören zu atmen. Angst, das plötzlich alles überstrahlende Verantwortungsbewusstsein und die schiere Liebe für die Kleinen sind tatsächlich die täglichen Begleiter einer frisch gebackenen Mutter.

3. Mir geht es gerade so viel schlechter als mit jedem Kater, den ich mir aus dem Club mitbrachte.

Die Kopfschmerzen, die man hat, wenn das Kind den Samstag um 5.38 Uhr beginnt, später den Mittagsschlaf ausfallen lässt und zwischendrin ausschließlich in Kreischlauten kurz vor Ende der wahrnehmbaren Tonfrequenz kommuniziert, sind manchmal nur schwer zu ertragen.

4. Warum liegt hier eigentlich Lego?

In fast acht Jahren Mutterschaft fand ich schon an allen möglichen und unmöglichen Orten unserer Wohnung Spielzeug – allem voran natürlich Lego, der Kinderliebling Nummer 1! Im Zahnputzbecher, festgeklebt am Badezimmerspiegel, im Mülleimer, in meinen Socken, in der Manteltasche, unterm Bettlacken, im Tiefkühler, im Kochtopf, aufgestellt in der Vitrine, zwischen den Gewürzen oder in der Teekanne, die wir nur einmal im Jahr nutzen.

5. Je mehr Kinder, desto entspannter der Nachmittag!

Bevor ich selbst Nachwuchs hatte, dachte ich, dass viele Kinder auch richtig viel Arbeit bedeuten. Allerdings sind die Nachmittage, an denen hier gleich mehrere Kids als Ponys durch die Wohnung galoppieren oder einträchtig mit dem Lego spielen, die lockersten. Da ist sogar etwas Durchatmen drin. So muss sich Spa anfühlen, oder? Natürlich nur, bis ich am Abend ein Legomännchen in der Butterdose finde und die Kinder zum Aufräumen überreden muss.

6. Weil ich die Bestimmerin bin!

Auch bekannt als: Ich bin erwachsen und habe daher automatisch Recht. Ist natürlich falsch und macht anstrengende Situationen mit Kindern nicht einfacher, im Gegenteil. Also hatte ich mir vorgenommen, diesen Satz niemals zu meinen Kindern zu sagen. Rutschte mir aber trotzdem schon raus, denn: Eltern sind nicht perfekt. Großes Sorry!

7. Juchhuu, endlich wieder Kindergeburtstag feiern!

Für manche Eltern ist Kindergeburtstag der Endgegner im Elterngame, ich liebe es sehr. Zwischen Luftballons, Torte, schatzsuchenden Kids springt ja auch mein Geburtstagskind umher, das mich freudestrahlend daran erinnert, wie bravourös wir seit Jahren das Elternsein meistern. So eine Feier ist also auch eine Party für uns Eltern!

8. Leider habe ich um Mitternacht keine Pommes für dich.

Diese Geschichte ist schon eine kleine Familienlegende: Als wir im Urlaub friedlich auf dem Zeltplatz geschlafen haben, wachte plötzlich das zweijährige Kind auf und forderte lautstark und wiederholt Pommes. Gab nur leider keine mehr, was dem Kleinen leider nicht so easy verständlich zu machen war ...

9. Deine Schwester wollte dich wirklich nicht ärgern, ich schwöre!

Das sind die schönsten und gleichzeitig verwirrendsten Ausraster des kleinen Kindes: Wenn das große Kind etwas richtig Nettes für das Geschwisterchen tun will und das Kleine aber eine ganz andere Idee hat, was nun passieren soll. Und dann gibt's Stress.

10. Es schläft! Wo ist die Nagelschere?

Was ich fürs Leben gelernt habe: Es ist vollkommen unmöglich einem Baby im wachen Zustand die Nägel zu schneiden. Vermutlich wäre es leichter gewesen, einem wilden Löwen die Krallen zu lackieren.

11. Die Zahnbürste lag nur zwei Wochen unterm Sofa, die geht noch mal!

Elternsein härtet enorm ab. Während beim ersten Kind noch jeder runtergefallene Schnuller abgekocht wurde, erschrecken mich mittlerweile weder Pipi auf dem Teppich noch in meine Hand ausgespuckte Brotreste. Und so eine Zahnbürste, die nicht in einer handelsüblichen Halterung, sondern irgendwo auf dem Boden lag? Naja, die ist halt auch nur ein Gebrauchsgegenstand.

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