11 Kinofilme, die ihr diesen Winter nicht verpassen solltet

©️ Felix Kayser

Jetzt wo das Wetter wieder schlechter, die Tage kürzer und die Abende muckeliger werden, ist endlich wieder Kinozeit. Denn auch wenn es wundervoll ist, im Sommer die Abende am See oder im Park zu verbringen, so ist es auch ziemlich schön, mit einer großen Portion Popcorn im kuscheligen roten Polstersessel des Kinosaals zu versinken. Auch dieser Winter hat wieder einige großartige Filme zu bieten. Es wird romantisch, abenteuerlich, mitreißend, gruselig und manchmal auch ein bisschen kitschig: Diese Filme solltet ihr euch im Winter nicht entgehen lassen.

1. Parasite

Ki-woos Familie steht nicht nur am Abgrund, sie ist längst hineingerutscht. Unter die sozialen Räder gekommen. Zu viert lebt die Familie, die sich mit gelegentlichem Pizzakartonsfalten mehr schlecht als recht über Wasser hält, in einem heruntergekommenen Kellerloch. Eines Tages allerdings kommt ein ehemaliger Schulfreund von Ki-woo vorbei und bietet ihm, während dieser sich im Ausland aufhält, seinen Nachhilfejob als Englischlehrer bei der Tochter einer wohlhabenden Familie an. Ihr Glück kaum fassend, dass es jetzt endlich die finanzielle und soziale Leiter aufwärts geht, lässt sich die Familie einige Tricks einfallen, um die bisherigen Bediensteten der reichen Familie loszuwerden, um auch für die restlichen Familienmitglieder Ki-woos ehrliche Jobs zu bekommen. Ein Ausweg aus der Perspektivlosigkeit? Vielleicht schon, doch ein unerwarteter Zwischenfall bringt den neugewonnen sozialen Aufstieg ganz schön ins Wanken.

2. Systemsprenger

Wenn Kinder und Jugendliche in der Gesellschaft anecken, bemühen sich neben Angehörigen, Lehrer*innen und Erzieher*innen auch die verschiedensten Institutionen um Hilfe. Aber was ist mit den Kindern, die sich einfach nicht in das System eingliedern lassen? In "Systemsprenger" geht es um die neunjährige Benni, die verzweifelt darum kämpft, wieder bei ihrer restlos überforderten Mutter leben zu können und deswegen unkontrolliert alles torpediert, was ihr den Weg zurück versperrt. "Systemsprenger" ist einer der bewegendsten Filme des Jahres. Er ist mitreißend und traurig und wird eigentlich nur noch von der unglaublichen schauspielerischen Leistung vor allem von der elfjährigen Helena Zengel ("Benni") übertroffen.

3. Lara

Allein schon, weil der tolle Tom Schilling an der Seite von Corinna Harfouch eine der Hauptrollen spielt, ist der Film sehenswert. Wenn es dann auch noch der zweite Film des "Oh Boy"-Regisseurs Jan-Ole Gerster ist, sind wir definitiv hooked. Es sollte eigentlich ein Tag der Freude sein, denn Lara (Corinna Harfouch) wird an diesem Tag nicht nur 60 Jahre alt, sondern ihr Sohn (Tom Schilling) feiert auch seine Karriere als Pianist mit einem wichtigen Konzert. Leider hat Viktor seine Mutter nicht einmal zum Konzert eingeladen. Weil sich Lara so leicht aber nicht unterkriegen lässt, setzt sie alles daran, dass der Tag und der Klavierabend perfekt werden. Doch je mehr sie darum kämpft, desto mehr gerät der Tag außer Kontrolle.

4. Last Christmas

Achtung, jetzt wird's kitschig: Wir befinden uns in London in der Vorweihnachtszeit. Kate, deren Leben man bisher alles andere als geradlinig beschreiben kann, arbeitet mehr schlecht als recht als Weihnachtself, versucht irgendwie aus ihrem selbstverschuldeten Chaos auszubrechen. Bisher ohne Erfolg, doch dann lernt sie Tom kennen, der es tatsächlich schafft, Kates Herz zu erwärmen und ihr wieder mehr Lebensfreude zu schenken. Aber auch Tom hat so seine Geheimnisse. Drama trifft Komödie und natürlich ganz viel Romantik. Ein kitschigeres Denkmal hätte man George Michael kaum setzen können, aber wer weiß, vielleicht bekommt "Love actually..." endlich Konkurrenz als schnulzigster Weihnachtsfilm?

5. Der Leuchtturm

Nach seinem genialen Film "The With" sorgt Robert Eggers erneut für zahllose schlaflose Nächte seiner Zuschauer*innen. In seinem neuen Film "Der Leuchtturm" befinden wir uns im Maine der 1890er Jahre. Der erfahrene Leuchtturmwärter Thomas Wake, der von keinem geringeren als Willem Dafoe gespielt wird, bekommt einen neuen Gehilfen, Ephraim Winslow, der mit Robert Pattinson nicht weniger exzellent besetzt ist. Wake misstraut dem jungen Gehilfen und so bleiben für Winslow während eines vierwöchigen Einsatzes an einem einsamen Küstenstreifen nur die Handlangerarbeiten übrig. Obwohl die Spannung zwischen den beiden zunehmend wächst, entwickelt sich auch in der Einsamkeit eine gewisse Intimität. Aufgrund eines schlimmen Sturms können die beiden Männer auch nach den vier Wochen die Insel noch nicht verlassen und so erhitzen sich die Gemüter weiter.

6. The Peanut Butter Falcon

Erinnert ihr euch noch an den zauberhaften Film "Little Miss Sunshine"? Für alle, die sich noch an die warmherzige Geschichte erinnern, haben wir jetzt gute Nachrichten: Die Macher*innen haben ein neues, wunderschönes Baby produziert. "The Peanut Butter Falcon" ist eine wunderschöne Feel-Good-Geschichte, in der Zack (Zack Gottsagen), der Down-Syndrom hat, aus einem Heim flieht, um professioneller Wrestler zu werden. Auf dem Weg zu einer der führenden Wrestling-Schulen trifft er auf den Kleinkriminellen und Fischer Tyler (Shia LaBeouf), der ihm verspricht, ihn zu begleiten. Mit der Zeit wird Tyler ein Freund von Mentor für Zack und es beginnt eine herrlich komische, rührende und Hindernis reiche Reise zweier Freunde.

7. The Farewell

China zwischen Tradition und Moderne: Als die junge New Yorkerin Billi erfährt, dass ihre Großmutter todkrank ist, fliegt diese nach China, um sich von ihr zu verabschieden. Statt offen mit dem bevorstehenden Tod umzugehen, verschweigt Billis Familie allerdings der Großmutter ihren tatsächlichen Zustand. Wieso? Weil es eben in China so gemacht wird. Um alle Familienmitglieder noch einmal gemeinsam zu sehen, wird die Hochzeit von Billis Cousin groß gefeiert. Während sich die Großmutter nichts ahnend über die schöne Zeit mit ihrer Familie freut, fragt sich Billi unentwegt, ob das tatsächlich der richtige Weg ist.

8. Bad Boys for Life (16. Januar)

Martin Lawrence und Will Smith, wir alle wissen, was das bedeutet: Die fast schon legendäre "Bad Boys"-Reihe geht in die dritte Runde. Oder um es mit P. Diddys Worten zu sagen: We ain't goin' nowhre, we ain't goin' nowhere, we can't be stopped now, cos it's bad boy for life!" Während Marcus Burnett (Martin Lawrence) inzwischen Polizeiinspektor geworden ist, steckt sein ehemaliger Partner Mike Lowrey (Will Smith) mitten in der Midlife Crisis und kann mit seinem neuen Partner nichts anfangen. Als ein albanischer Söldner allerdings auftaucht und Jagd auf Marcus und Mike macht, müssen die beiden ehemaligen Partner wieder gemeinsam arbeiten und was sollen wir sagen: es wird wild.

9. Night Life (13. Februar)

Elyas M'Barek, Frederick Lau, Palina Rojinski und Slavik Junge von den Ostboys in einem Film? Ja, ihr habt richtig gelesen. Zu verdanken haben wir dieses fantastische Ensemble dem Regisseur Simon Verhoeven (Männerherzen & Willkommen bei den Hartmanns). Sein neuer Film "Night Life" erinnert bisschen an "Victoria" – der Barkeeper Milo (Elyas M'Barek) lernt zufällig die Berlinerin Sunny (Palina Rojinski) kennen, als Milos chaotischer Kumpel Renzo (Frederick Lau) auftaucht, gerät das Date allerdings ziemlich aus den Fugen und verwandelt sich in einen wilden Trip durch die Berliner Nacht. Gepaart mit dem Humor und den fast schon peinlich-romantischen Szenen, die Filme mit Elyas M'Barek eben so mit sich bringen, ist der Film wirklich unterhaltsam und sehenswert.

10. Die Känguru Chroniken (05. März)

Finaly! Marc-Uwe Klings Erfolgsromane "Die Känguru Chroniken" wurden endlich verfilmt und kommen in die Kinos. Ab März dürfen wir uns also die Abenteuer des Ich-Erzählers Marc-Uwe Kling, die er gemeinsam mit dem kommunistischen Känguru, das erst gegenüber, letztlich aber bei Kling einzieht auf Kinoleinwand ansehen. Was das Känguru über den Vietcong erzählt, wie es das Leben des Kleinkünstlers auf den Kopf stellt und welche Rolle dabei Schnapspralinen spielen? Für alle, die das noch nicht wissen (gibt es Menschen, die die Bücher nicht gelesen oder die Hörbücher gehört haben?), dürfen auf den Film gespannt sein.

11. Narziß und Goldmund (12. März)

Basierend auf der Erzählung von Hermann Hesse erzählt Stefan Ruzowitzky die Geschichte des jungen Goldmund (Jannis Niewöhner), der von seinem Vater zum Studium ins Kloster geschickt wird und dort den Klosterschüler Narziß (Sabin Tambrea) kennenlernt. Während Narziß sich dem asketischen und strengen Leben im Kloster verschreibt, versucht der ungestüme und nach Freiheit strebende Goldmund zu entdecken, was das Leben sonst noch bringt. Die beiden verbindet eine innige Freundschaft, auch wenn Goldmund bald beschließt, das Kloster zu verlassen, er lernt seine große Liebe Lene kennen und trifft nach Jahren unter dramatischen Umständen wieder auf seinen besten Freund.

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