11 ziemlich gute Bücher, die ihr 2019 lesen solltet

© Iam Se7en | Unsplash

Wir alle haben dieses eine Buch, das uns an die schönen Sommerstunden im Park, diesen einen Urlaub in Griechenland oder die gemütliche Winterzeit drinnen vor dem Kamin, oder eher nahe der Heizung, zurückdenken lässt. Ein Buch ist immer ein guter Begleiter, egal in welcher Lebenslage! Aber ebenso wie es viele mittelmäßige Filme gibt, gibt es auch genügend Bücher, mit denen ihr eure Zeit nicht verschwenden solltet. Damit ihr euch im Bücherdschungel zurechtfindet, haben wir hier wirklich empfehlenswerte Bücher für 2019 für euch rausgesucht!

1. 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert von Yuval Noah Harari

Yuval Noah Harari schreibt die wohl spannendsten Sachbücher überhaupt. In Sapiens gibt er einen kurzen, aber dennoch ausführlichen Einblick in die Menschheitsgeschichte. In Homo Deus zeichnet er die Zukunft der Menschen, technologische Fortschritte und stellt sich und uns die Frage, wie es auf unserer Erde weitergehen wird. In seinem neuen Buch 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert bewegt er sich zwischen politischen und philosophischen Fragen unserer Gegenwart. Wer die ersten beiden Bücher verschlungen hat, sollte dieses ebenfalls nicht verpassen. Absolut lesenswert!

© Pantheon Verlag | Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

2. Das Licht von T.C. Boyle

T.C. Boyle hat endlich wieder einen Roman veröffentlicht, der gleich zu Beginn des Jahres erscheint. Das Licht ist ein rauschhaftes Leseerlebnis, das die Geschichte des Psychologen Timothy Leary aufzeichnet, der Anfang der 60er Jahre zum LSD-Guru mutierte. Getarnt als seriöse Forschung im Namen der Wissenschaft experimentiert er mit seinen Anhängern ohne jegliches Limit. LSD-Partys, Kommunen und Kontrollverlust: Dieses Buch ist ein schriller Trip ins wilde Hippie-Life.

3. Heimat von Nora Krug

Der Debütroman von Nora Krug ist ein spektakuläres Kunstwerk, für das die Illustratorin und Autorin fast sechs Jahre in der Vergangenheit recherchierte. Ihre grafische Erzählung Heimat ist zugleich informatives Sachbuch und bewegende Belletristik, und das in einer noch nie da gewesenen Form: Sie lässt Illustration, Skizzen und Fotos zu einer außergewöhnlichen Collage fusionieren. Es ist eine Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Geschichte und einem von der NS-Zeit geprägten Deutschland.

© Penguin Books | Berlin Verlag

4. Das Weiße Schloss von Christian Dittloff

In seinem ersten Roman Das Weiße Schloss entwirft Christian Dittloff ein Szenario, das die Fragen unserer Zeit aufgreift und zuspitzt. Ein glückliches Pärchen, das sich dem Prestigeprojekt des Weißen Schlosses anschließt, ein kontrollierender Apparat, der professionelle Leihmutterschaften anbietet und überwacht. Mit viel Feingefühl zeichnet der Autor eine Realität, in der die Elternschaft zum Beruf wird. Seine Erzählung hinterfragt die klassischen Rollenbilder der Familie und die Bedeutung der uns allen so wichtigen Einheit.

5. Becoming von Michelle Obama

Schon bei Barack Obamas Amtsantritt war klar, dass die Frau an seiner Seite eine besondere Kraft ausstrahlt. Im November hat Michelle Obama ihre beeindruckende Autobiografie veröffentlich. In Becoming erzählt sie ihre eigene Geschichte, von einer Kindheit in Chicago bis zu ihrer Karriere als Anwältin. Sie gibt Einblicke in die Zeit im weißen Haus, private Gespräche und Gedanken. Sie spricht von Erfolg und Misserfolg und erzählt dabei so aufrichtig und ehrlich, dass man diese Frau einfach mögen muss. Wer Inspiration sucht, wird hier fündig werden.

© Goldmann Verlag | C. Bertelsmann Verlag

6. Der Ernährungskompass von Bas Kast

"Es geht nicht darum, wie alt wir werden, sondern wie wir alt werden". Bas Kast ist Anfang 40, Wissenschaftsjournalist, arbeitet zu viel und ernährt sich schlecht, bis ihn eine Herzattacke zu einem gesunden Lebenswandel zwingt. Doch was ist wirklich gesund? Um den richtigen Weg einzuschlagen, begibt er sich auf eine mehrjährige Recherche in Altersstudien und Ernährungsforschung. Das Ergebnis ist eine wissenschaftlich fundierte Sammlung voll wichtiger Erkenntnisse! Alle, die sich für Ernährung, Gesundheit und Planet Erde interessieren, sollten hier mal einen Blick reinwerfen.

7. Die Überwindung der Schwerkraft von Heinz Helle

Was wollen wir auf der Welt? Und was genau soll das überhaupt sein, leben und sterben? Höchste Erzählkunst und sprachliches Geschick: In seinem neuen Roman widmet sich Autor Heinz Helle den großen Fragen des Lebens, verpackt in die einfühlsame Geschichte zweier Brüder.

© Suhrkamp Verlag | Diogenes

8. Wörter von Christoph Niemann

Christoph Niemann ist einer der bekanntesten und gefragtesten Illustratoren überhaupt und bekannt für seine mehrdimensionale Bildsprache. In Wörter zeigt er mit seinem Können die Faszination von Bild und Sprache. Ein ganz besonderes Wörterbuch, das alle, die ein Auge für Ästhetik und ein Gefühl für Wort und Sprache haben, beeindrucken wird.

9. Töchter von Lucy Fricke

Ein Roadtrip á la Thelma und Louise, jedenfalls fast. Lucy Frickes Roman Töchter ist eine so erfrischende Liebeserklärung an das Durchbrennen: Zwei Freundinnen sind auf dem Weg in eine Sterbeklinik in der Schweiz, in der der Vater der einen im Sterben liegt. Doch dort kommen sie nie an, stattdessen folgt eine Reise der besonderen Art. Die Worte der Autorin sind dabei mal komisch, mal traurig, aber immer mitreißend und feinfühlig.

© Rowohlt Buchverlag | Suhrkamp Verlag

10. Das Birnenfeld von Nana Ekvtimishvili

Georgien war 2018 Gastland auf der Frankfurter Buchmesse, deshalb darf ein georgisches Werk natürlich nicht fehlen in dieser Liste. Über einhundert georgische Bücher wurden ins Deutsche übersetzt, darunter der Roman von Nana Ekvtimishvili. Die Autorin erzählt vom Erwachsenwerden in einem georgischen Kinderheim, in dem Kälte und menschliche Gleichgültigkeit herrschen, sie schreibt über Verwahrlosung und Einsamkeit, und verleiht den Frauen und Mädchen Georgiens eine Stimme.

© Kein & Aber

11. Hundert von Heike Faller und Valerio Vidali

Ein Kinderbuch, das auch alle Erwachsene unbedingt lesen sollten. Es erzählt vom Leben selbst, von kleineren und größeren Lektionen, von Liebe und Tod, Freundschaft und Glück, Angst und Schmerz, Hoffnung und Träumen. Ein Buch, das man nie ausgelesen hat. Die Autorin Heike Faller, Redakteurin des Zeit Magazins, hat die Erfahrungen junger und alter Menschen auf poetische Weise zusammengefasst. Ihre Worte sind dabei so klar, anrührend und stark zugleich und werden von den wirklich schönen Illustrationen von Wahlberliner Valerio Vidali perfekt inszeniert.

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