11 richtig gute Restaurants für besondere Anlässe
Das Leben bietet immer wieder Gründe, um sich ein richtig schönes Dinner zu gönnen. Wie wäre es zum Beispiel mit europäischer Fusionküche im Burro Unchained zum Valentinstag, veganer buddhistisch inspirierter Küche im Oukan zum Geburtstag, Sterneküche im Nobelhart & Schmutzig zum Hochzeitstag oder Promi-Spotting im Ryotei? Diese 11 Fine-Dining-Restaurants sind zwar nichts für den schmalen Geldbeutel, aber definitiv ein ganz besonderes Erlebnis. Deshalb empfehlen wir, euch hier mit tollem Essen und Getränken verwöhnen zu lassen.
1 Fine Dining in einer ehemaligen Industriehalle im eins44
Das eins44 liegt etwas versteckt im dritten Hinterhof der Otto-Reichel-Höfe auf der Elbestraße in Neukölln. In dem Restaurant von Betreiber Jonathan Kartenberg und Küchenchef Julius Nowak wird vor allem saisonal und regional gekocht. Das Restaurant im Industrie-Look bietet Fine Dining in leger-lockerer Atmosphäre. Ihr könnt à la carte bestellen oder ein mehrgängiges Menü (4–5 Gänge) schlemmen. Bei gutem Wetter sitzt es sich auf der großen Terrasse im Hinterhof besonders schön.
2 Casual Fine Dining meets Neukölln im Burro Unchained
Im Burro Unchained im Schillerkiez bekommt ihr Casual Fine Dining in entspannter, urbaner Atmosphäre. Auf den Tellern landet eine saisonal wechselnde Küche, die Einflüsse aus der gehobenen europäischen Gastronomie mit Aromen aus der ganzen Welt verbindet. Das Menü von Küchenchef Klaus Fori ist kreativ, überraschend und bewusst unauthentisch. Knallbuntes Interieur, experimentelle Gerichte und ein Menü auf hohem Niveau machen das Burro Unchained zur perfekten Adresse für einen besonderen Abend in Neukölln.
3 Umringt von Dschungeltapete feine Speisen im Tulus Lotrek verputzen
Das Tulus Lotrek hat nicht nur einen lustigen (quasifranzösischen) Namen, sondern auch eine fantastische Speisekarte und wunderschöne Atmosphäre in der Nähe des Südsterns zu bieten. Umgeben von Dschungeltapeten an den Wänden, bekommt ihr hier unter der Leitung von Max Strohe saisonal wechselnde Gerichte auf Sterneniveau kredenzt und könnt dabei leckere Weine schlürfen. Amur!
4 Yakitori vom japanischen Holzkohlegrill essen bei Stoke in Kreuzberg
Die Eröffnung vom Stoke hat über zwei Jahre auf sich warten lassen, nun ist das japanisch inspirierte Yakitori-Restaurant endlich offen. Von außen ganz unscheinbar, offenbaren sich hinter den Vorhängen eine offene Küche mit dem großen Holzkohle-Feuergrill als Centerpiece, davor ein langer Tresen zum Sitzen und ein minimalistisch eingerichtetes Restaurant in hellen Brauntönen. Der Hauptbestandteil des Menüs sind die Yakitori- und Kushiyaki-Spieße, die über offenem Feuer gegrillt und dann mit eingelegtem Gemüse, Brühen und saisonalen Beilagen serviert werden. Achtung: Das Menü ist sehr fleischlastig, das sollte euch vor einem Besuch klar sein. Uns haben auch die Drinks und die Playlist sehr gut gefallen. Ein spannendes Konzept und ein tolles Restaurant, das es so in Berlin noch nicht gibt.
5 In einer Filmkulisse essen im Marktlokal
Das Marktlokal in der Markthalle Neun in Kreuzberg hat eine über 100 Jahre alte Tradition. Das junge Team haucht den geschichtsträchtigen Räumen mit hohen Decken und einem Gewölbekeller, der schon einiges erlebt hat, neues Leben ein. Das frische Gemüse der Markthalle landet in saisonalen und bunten Kreationen auf den Tellern und kommt mit selbst gebrautem Heidenpeter's Bier auf die einladenden Tische. Das Marktlokal verspricht gesellige Abende in lockerer Atmosphäre. Und falls euch der Laden irgendwoher bekannt vorkommt: Der Laden diente bei "Herr Lehmann" als Filmkulisse.
Barrierefreier Zugang über eine Rampe
6 Japanisch und buddhistisch inspirierte, vegane Küche im Restaurant Oukan
Gründer und Kreativdirektor Huy Thong Tran Mai (er steckt auch hinter dem Ryong und Con Tho) hat im Oukan eine japanisch inspirierte, vegane Fine Dining Experience geschaffen. Serviert werden Gänge-Menüs, zu denen ihr wahlweise Wein- oder Teebegleitung ergänzen könnt. Das 7-Gänge-Menü könnt ihr euch für 79 Euro gönnen. Wir empfehlen euch, eure*n Liebste*n ins Oukan zu entführen. Das Essen, die schöne Location – mitten im Laden steht ein riesiger Bonsai – und die intime Atmosphäre schreien geradezu nach einer fancy Date Night!
7 Sterneküche im Nobelhart & Schmutzig
Ein tolles Sternerestaurant in Berlin? Das Nobelhart und Schmutzig! Der Laden von Billy Wagner und Micha Schäfer ist seit Jahren in aller Munde – und das mit Recht. Für Feinschmecker*innen und Anhänger*innen lokaler und saisonaler Küche definitiv ein Muss. Mit der ausgezeichneten Weinbegleitung und Beratung durch Billy persönlich steht einem feuchtfröhlichen Abend nichts mehr im Wege. Wir könnten stundenlang an der Bar sitzen und den Köch*innen in der offenen Küche bei ihrer Arbeit zuschauen. Das 6-Gänge-Menü inkl. Wasser kostet von Dienstag bis Donnerstag 120 Euro pro Person, freitags 135 Euro pro Person und an Samstagen 140 Euro pro Person.
8 Sharing is Caring im 893 Ryōtei
Zu keinem anderen Restaurant auf der Kantstraße passt der Satz "Außen pfui, innen hui" besser als zum 893 Ryōtei. Wo früher eine Schlecker-Filiale war, wird heute bei schummrigem Licht vor der offenen Küche gegessen. Fleisch und Fisch vom Feinsten, das Interieur top durchgestylt und die Atmosphäre gelassen cool. Der Sashimi-Salat hat eine 1+ mit Sternchen verdient und die Portionen sind perfekt zum Teilen. Also auch hier gilt: Sharing is caring. Hinter dem schicken Schuppen steckt übrigens der Gastrogott Duc Ngo, der euch unter anderem schon das Kuchi, Madame Ngo (beide nur einen Katzensprung entfernt) und das Cocolo Ramen in Kreuzberg geschenkt hat.
9 Französisch schlemmen und "Savoir-vivre" im Bostich erleben
Wessis aufgepasst: Zwischen Fasanen- und Ludwigkirchplatz gibt es seit Mai 2023 eine sehr hübsche Brasserie. Das Bostich, die kleine – aber irgendwie erwachsenere – Schwester der Torbar in Mitte überzeugt nicht nur mit gutem Essen, leckeren Drinks und gemütlich-elegantem Interieur, sondern auch mit jeder Menge "Savoir-vivre". Auf der Karte stehen Hors d'oeuvres wie Artischocke, Escargots und Lobster Roll, Bouillabaisse und Fleischspezialitäten wie Filet Mignon und Entrecôte (bestellt das "Cafe de Paris"!) sowie Trüffel-Weißwein-Risotto und Desserts wie Zitronensorbet, Crêpes Suzette und Mousse au Chocolate. Im Bostich lassen sich nicht nur Champagner-Durst und Fleischhunger stillen, sondern auch das Paris-Fernweh.
10 Vegetarisches Fine Dining im Sternerestaurant Cookies Cream
Das Cookies Cream ist ein echter Oldie der Berliner Restaurantszene, aber immer für eine Überraschung gut. Zuletzt im November 2017, als der Guide Michelin das vegetarische Restaurant von "Cookie" Heinz Gindullis und Chefkoch Stephan Hentschel mit einem Stern auszeichnete. Wir sind schon lange große Fans von Stephans Küche, seinem buttrigen Brioche mit Wachtelei, den Parmesanknödeln und dem leckeren Dessert. Dazu kommen ein netter Service, eine wirklich coole Location, gute Weine und Gemüse vom eigenen Anbau in Werder. Wer glaubt, ohne Fleisch nicht satt werden zu können, der*die sollte unbedingt mal im Cookies Cream essen gehen.
11 Hummer-Omelette und Chateaubriand vom Lachs im Verōnika in Mitte
Im vierten Stock des Fotografiska Berlin hat im November 2023 das Restaurant Verōnika eröffnet. In gemütlich-edler Atmosphäre bekommt ihr hier "internationale Wohlfühlküche". Auf der Karte stehen Gerichte wie Ceviche von Gelbschwanzmakrele und Jakobsmuschel, Hummer-Omelette mit Pommes Frites, vegane Tortelloni mit Blumenkohl, das Salmon "Chateaubriand" und Süßes wie der Verōnika Double Chocolate Cake zum Teilen. Gönnt euch vor oder nach dem Dinner auch unbedingt einen Drink an der gleichnamigen Bar im fünften Stock und beobachtet über die Galerie das Treiben im Restaurant.
Daliah Hoffmann-Konieczka