Peruanisches Ceviche: Im Nauta trifft extrem zarter Fisch auf knackig gerösteten Mais

© Max Müller

Was dem Deutschen die Kartoffelsuppe ist dem Peruaner sein Ceviche. Die Basis für das Nationalgericht schlechthin ist fangfrischer, roher Fisch, der in Limettensaft, Salz und Chili eingelegt und gemeinsam mit Süßkartoffelspalten, geröstetem Mais und roten Zwiebeln serviert wird. Seinen zarten Geschmack bekommt der Fisch durch den chemischen Prozess der Denaturierung, der durch die Zitronensäure der Limette initiiert wird, die Proteinstruktur durcheinanderwirbelt und somit einen ähnlichen Effekt wie das Kochen erzielt.

Doch genug der Theorie. Praktisch muss diese für europäische Gaumen ungewöhnliche Mischung vor allem eins: schmecken. Ein richtig gutes, originales Ceviche bekommt ihr direkt am Zionskirchplatz in Mitte. Im Nauta Berlin verwöhnen euch Juan Danilo und sein Team mit klassischen und außergewöhnlichen peruanischen Kreationen, die mit asiatischen Einflüssen kokettieren.

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Würden die Fenster nicht sperrangelweit offen sein und ein Schild, auf dem "Pisco Sour und Ceviche" notiert ist, im Eingangsbereich stehen, wir hätten das Restaurant bei unserem Besuch wohl nicht erkannt. Im Kontrast zum mausgrauen Äußeren ist der Innenraum ziemlich stilsicher und einladend gestaltet. Im Hintergrund erklingen lateinamerikanische Klänge, die Sehnsucht nach einem baldigen Urlaub wecken, während wir die Karte studieren und überlegen, was wir bloß essen sollen.

Auf der Karte stehen sieben verschiedene Ceviche-Variationen

Diese Frage beschäftigt uns noch eine ganze Weile: Schließlich gibt es insgesamt sieben unterschiedliche Ceviche-Variationen im Angebot. Darunter ist die klassische, eingangs erwähnte Variante. Daneben gibt es aber auch mehrere warme Ceviche-Kreationen, etwa mit Jakobsmuschel, Garnele und Calamaretti oder auch ein vegetarisches Ceviche, das ganz auf Fisch verzichtet.

Wir entscheiden uns für das Original mit Adlerfisch, zu dem wir uns ein weiteres Original bestellen: Coca-Cola aus der ikonischen Glasflasche. Zudem wählen wir ein gemischtes, warmes Ceviche wie auch für eines, das von der japanischen Sushi-Küche beeinflusst ist und eher an ein gutes Sashimi erinnert. Statt Adler- wird für das Nikkei Ceviche Thunfisch verwendet, statt Limetten- kommt Orangensaft zum Einsatz und auch Ingwer und Sojasauce dürfen natürlich nicht fehlen.

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Das klassische Ceviche schmeckt sauer wie herzhaft zugleich. Die Süßkartoffel macht ihrem Namen alle Ehre und steuert einen süßlichen Geschmack bei, der die Säure neutralisiert. Der Mais sorgt für ordentlichen Crunch. Die beiden Variationen schmecken wahnsinnig gut und beweisen die ganze Stärke der Fusion-Kitchen.

Die größte Inspiration für Juan Danilo war übrigens seine Großmutter, die ihm das Kochen beigebracht hat. Coca-Cola hat im Rahmen der Webserie "The Original Way" die Familie von Juan besucht und zugleich ein tolles Porträt von Peru gezeichnet, das ihr euch unbedingt vor einem Besuch in dem Restaurant anschauen solltet. Es ist die erste Folge in einer Reihe von Geschichten, in denen Coca-Cola die Brücke zwischen kulinarischen Originalen und der originalen Coca-Cola Glasflasche schlägt.

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Zum Abschluss gönnen wir uns noch ein süßes Schmankerl bestehend aus einem Küchlein mit peruanischen Edel-Kakao, Quinoa Pop, einem "Beeren-Ceviche" sowie Koriandereis. Es zeigt sich noch ein letztes Mal, mit wie viel Liebe fürs Detail Juans Küche im Nauta Berlin arbeitet und wie leichtfüßig Moderne und Tradition miteinander verschmelzen.

Wir sind auf jeden Fall schwer angetan vom Nauta Berlin, das sich zu Recht als echtes Original präsentiert hat und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen mit Juan Danilos großartigem Team.

Nauta Berlin | Kastanienallee 49, 10119 Berlin | Dienstag – Samstag 18.30–23 Uhr | Mehr Info

Der Beitrag entstand in Kooperation mit Coca-Cola.

Alle Fotos wurden mit der Sony Alpha 7 II gemacht.

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