Jetzt ist es offiziell: Berlin wird endlich zur Fahrradstadt!

© Wiebke Jann

Es ist inzwischen zwei Jahre her, dass die Initiative Volksentscheid Fahrrad dem Berliner Senat ein erstes Radverkehrsgesetz samt Maßnahmen, Fristen und Ausbauzielen vorlegte. Und wer einmal auf Berlins Straßen mit dem Fahrrad unterwegs war, weiß, dass ein solches mehr als notwendig ist. Jetzt hat das offensichtlich auch der Berliner Senat eingesehen, denn am 20. Februar 2018 hat er das erste Rad- und Mobilitätsgesetz verabschiedet. Somit verpflichtete sich der Berliner Senat, Berlin nach dem Kopenhagener Vorbild innerhalb von zehn Jahren zur Fahrradstadt umzugestalten.

„Wir können alle miteinander stolz sein, jetzt für einen verbindlichen Ausbaufahrplan den politischen Willen des Senats schwarz auf weiß und den Rückhalt der Bevölkerung in Berlin erreicht zu haben: Mit Streicheleinheiten ging das nicht, sondern mit klaren Botschaften, Forderungen, einem straffen Zeitplan und auch dem einen oder anderen Disput“
Heinrich Strößenreuther, Initiator des Volksentscheids Fahrrad

Während einige Maßnahmen komplexer sind und einer längeren Planung bedürfen, gibt es aber, laut Aussage von Heinrich Strößenreuther, Initiator des Volksentscheids Fahrrad, auch Bauvorhaben, die bereits 2018 umgesetzt werden können. Demnach könnten an rund 400 Kilometern Haupstraße problemos sichere Park- und Radstreifen installiert werden. Außerdem sollen noch dieses Jahr 50.000 Fahrradstellplätze an S- und U-Bahn-Stationen errichtet werden.

Wer als passionierter Autofahrer nun um noch größere Staus auf den Berliner Straßen bangt, der kann sich aber beruhigen: Lediglich zwei Prozent der Verkehrsflächen werden für Radfahrer umgebaut, ein vertretbarer Anteil, dafür, dass sich die Fläche für Fahrradfahrer dadurch verdoppelt. Wir freuen uns riesig und können es kaum erwarten, endlich auch an der Torstraße keine Nahtoderfahrungen mehr machen zu müssen.

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