11 ziemlich coole Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

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Mit jedem Tipp ein bisschen nachhaltiger. Unser Nachhaltiger November war ein voller Erfolg! Mit unserer Aktion haben wir genau das erreicht, was wir uns vorgestellt haben. Jeden Tag wurden wir von euren innovativen Ideen oder ganz simplen Verhaltensweisen inspiriert, die unser Leben nun noch ein bisschen nachhaltiger machen. Wir hoffen, euch geht es auch so. Jetzt weiß ich zum Beispiel, dass es Teelichter gibt, die nicht in Aluschälchen verpackt sind, ich bin Mitglied in einem Leihladen geworden, habe Essen über Foodsharing geteilt, habe eigene Sprossen gepflanzt und fleißig für das Mittag im Büro vorgekocht. Wir danken euch für euren Einsatz und die zahlreichen Tipps, die ihr notiert oder uns über Facebook, Instagram und per Mail geschickt habt! Als kleines Dankeschön für euren umweltbewussten Einsatz haben wir euch die 11 beliebtesten Lifehacks noch einmal zusammengestellt und viele Infos und Links hinzugefügt.

1. Bienenwachspapier statt Alu- und Frischhaltefolie verwenden

© Wax Wrap

Eine tolle Alternative zu der umweltschädlichen Alu- oder Frischhaltefolie, um Lebensmittel frisch zu halten oder die Reste vom Mittagessen aufzubewahren, sind Bienenwachstücher. Die umweltbewusste Verpackung ist atmungsaktiv und hat eine natürliche antibakterielle Wirkung. Durch die Wärme der Hände passen sich die Tücher jeder Form an. Die Wachstücher können ganz einfach mit Wasser und, wenn nötig, mit einem leichten Bio-Spülmittel gereinigt werden.

Die Baumwolltücher von Wax Wrap aus Berlin-Kreuzberg werden aus Bio-Baumwolle gefertigt, die mit einer Schicht aus lokalem Bio-Bienenwachs, Baumharz aus nachhaltigem Anbau und Bio-Jojobaöl getränkt wird. Die Tücher kosten je nach Größe 5 bis 20 Euro. Sogar eine vegane Variante ist in Planung. Die Tücher von Wildwax werden von Hand in der eigenen Frankfurter Manufaktur gefertigt, dabei wird großen Wert auf hochwertige Materialen gelegt. Das Bienenwachs stammt aus wesensgemäßen Imkereien und die Baumwolle ist GOTS-zertifiziert. Fichtenharz und Bio-Kokosfett werden biologisch und nachhaltig kontrolliert angebaut. Die Tücher sind in unterschiedlichen Größen und im Set erhältlich, kosten 8 bis 26 Euro und halten mindestens zwei Jahre.

2. Zu einer sozialen Bank wechseln, bei der transparent ist, wo das Geld angelegt wird

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Nachhaltige und ethische Banken zeichnen sich durch faire Geldgeschäfte aus, die moralisch und ökologisch korrekt abgewickelt werden. Außerdem unterstützen diese Banken keine Unternehmen, die zum Beispiel in den Handel von Waffen involviert sind. Die Bankgeschäfte werden transparent kommuniziert und es wird in nachhaltige Projekte investiert. Aktuell gibt es nur wenige Banken, die sich von den großen Privatbanken unterscheiden, empfehlen können wir die GLS Bank, Triodos, UmweltBank und die Ethikbank.

3. Zahnbürsten aus Bambus und Zahnputztabletten benutzen

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Plastik versinkt in unseren Ozeanen und unsere Ozeane versinken in Plastik. Dazu gehören auch Unmengen Zahnbürsten aus Plastik, die größtenteils nicht richtig entsorgt oder recycelt werden. Umweltschonende Bürsten aus nachwachsendem Bambus und Holz sind eine tolle ökologische Alternative. Die Bambus-Bürsten von Hydrophil aus Hamburg sind vegan, biologisch abbaubar, wasserschonend und werden unter fairtrade-Bedingungen angefertigt. Eine Zahnbürste bekommt ihr für 4 Euro im Drogeriemarkt oder bei AlnaturaToothy Tabs von Lush sind die feste Alternative zu herkömmlicher Zahnpasta. Die Tabs stecken voll mit ätherischen Ölen und Gewürzen und sorgen für einen frischen Atem. Einfach ein Tab zwischen den Zähnen zerkauen und wie gewohnt mit der Zahnbürste drauflos putzen. Eine Flasche enthält ca. 100 Tabs und kostet 9 bis 11 Euro.

4. Keine Flyer mitnehmen!

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Wer kennt das nicht, du bist in einer neuen Stadt unterwegs und fängst an, dich erstmal mit allerlei Infomaterial zu den besten Museen, Cafés und Events der Stadt einzudecken. Aber wo landen die Flyer meistens? Entweder trägst du sie tagelang in deiner Tasche umher, ohne sie auch nur eines Blickes zu würdigen, oder sie bleiben gleich ungenutzt im Zimmer liegen. Wir sind genervt von der leidigen Werbung, die immer in unserem Briefkasten landet, decken uns aber ständig selbst mit Werbematerial ein. Zero Waste ist hier das Motto. Überlege zweimal, ob du den Wegwerf-Zettel tatsächlich brauchst, wichtige Adressen und Daten kannst du zum Beispiel auch mit deinem Handy abfotografieren oder direkt in deinem Kalender notieren.

5. Nachhaltige Alternativen zu herkömmlichen Tampons und Binden verwenden

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Ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung ist weiblich und ungefähr die Hälfte der Bevölkerung hat einmal im Monat ihre Tage. Nachhaltige Produkte für die Periode sind endlich auf dem Vormarsch und es gibt mittlerweile tolle Alternativen zu Always und Co. Die Menstruationstasse hat in den letzten Monaten einen richtigen Hype erfahren. Denn sie ist umweltschonend und kann tatsächlich bis zu 15 Jahre wiederverwendet werden. Die kleinen Tassen sind größtenteils vegan und bestehen aus medizinischem Silikon frei von chemischen Zusätzen. Deswegen ist diese Alternative auch super easy einzuführen, ähnlich wie ein Tampon, und ermöglicht sogar beim Sport viel Bewegungsfreiheit! Menstruationstassen kosten zwischen 5 und 30 Euro und sind mittlerweile auch in jedem Drogeriemarkt erhältlich.

Wem die Menstruationstasse als Alternativprodukt zu unangenehm ist, kann ganz einfach auf speziell für diesen Anlass hergestellte Unterwäsche zurückgreifen. Die Periodenunterwäsche von ooshi, einem Berliner Unternehmen, sind einfache Slips, die das Blut wie eine Binde aufsaugen, dabei aber nicht so dick sind und beim Tragen zwischen den Beinen reiben.

Wer sich an Tampons und Binden gewöhnt hat, damit sehr zufrieden ist und sich nicht umstellen will, kann trotzdem der Umwelt und sich selbst etwas Gutes tun und auf die nachhaltigere Variante ohne chemische Zusätze und fair produzierte oder biologisch abbaubare Binden ohne Duftstoffe umsteigen.

6. Von Google auf Ecosia wechseln und Bäume pflanzen

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"Google mal schnell!", diesen Satz haben wir sicher alle schon einmal gesagt oder gehört. Welcher Weg führt zu dem neuen Café, von dem ihr gehört habt? Was bedeutet eigentlich "kolportieren" und wie viele Menschen wohnen in Bangkok? Antworten auf diese Fragen holen wir uns im Internet, meistens über Google! Eine Alternative, die aber genau so gut funktioniert und auch noch gut für die Umwelt ist, ist Ecosia. Ecosia ist nicht wie jede andere Suchmaschine. Der entscheidende Unterschied ist, dass die Gewinne genutzt werden, um Bäume zu pflanzen und zwar dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Monatlich veröffentlicht das Unternehmen seine Finanzberichte und macht so ganz transparent, wo investiert wird. Serverpower wird vollständig aus erneuerbaren Energien bezogen und noch ein Pluspunkt: Ecosia legt besonders Wert auf Datenschutz!

7. Eine Kleidertauschparty besuchen oder selbst veranstalten

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Öfter mal was Neues tragen, ohne dafür zu bezahlen? In den meisten Städten werden regelmäßig Kleidertauschpartys angeboten! Das Prinzip ist ganz einfach, du bringst 5 Teile mit, die du nicht mehr sehen kannst, weil du sie schon so oft getragen hast, und tauschst sie gegen 5 Teile anderer Partygäste. Damit entlastest du nicht nur dein Portemonnaie, sondern auch die Umwelt.

8. Die Aktion #netzgegenplastik unterstützen, um die Meere von Plastik zu befreien

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Pacific Garbage Screening hat es sich zur Aufgabe gemacht, unsere verschmutzten Ozeane von Plastik zu befreien! Die Initiatorin Marcella Hansch hat eine revolutionäre Plattform entwickelt, die den Müll aus dem Meer fischt. Jetzt seid ihr gefragt, denn ihr könnt dieses tolle Projekt ohne viel Aufwand unterstützen! Immer, wenn ihr einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit postet und dabei den Hashtag #netzgegenplastik teilt, wird automatisch 1 Euro generiert, der die Initiative unterstützt, diese Vision Schritt für Schritt zu realisieren. Also setzt euch ein für eine plastikfreie und lebenswerte Welt!

9. Samenbomben verteilen und unsere Städte bunter machen

© Kerstin Musl

Eine tolle Möglichkeit, um unsere grauen bettonlastigen Städte in Deutschland etwas grüner zu machen, sind Samenbomben. Klingt explosiv, ist aber eine ganz friedliche Sache! Die Samenbomben bestehen meistens aus Blumenerde, Kompost und natürlich Samen, die mit Ton vermischt und dann getrocknet wurden. Die etwa walnussgroßen Bomben müssen nicht gepflanzt werden, sondern es reicht aus, wenn ihr sie auf der Erde in der Umgebung verteilt. Der nächste Regen weicht das Erdgemisch auf und die Samen beginnen zu keimen, nach ein paar Wochen könnt ihr dann an der vorher tristen Stelle ein Stück Natur wiederfinden: Kräuter, Wildblumen oder sogar Gemüsesamen sind in den kleinen Bomben versteckt. Die ideale "Wurfzeit" ist natürlich in den warmen Monaten. Auch eine tolle Geschenkidee!

10. CO2-Ausgleich machen, wenn man nicht ums Fliegen herum kommt

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Du freust dich riesig, weil du gerade deinen vierwöchigen Trip nach Südostasien gebucht hast. Neben Sonnencreme und Mückenschutz hast du aber auch ein ganz  schlechtes Gewissen mit im Gepäck, denn Fernreisen und der damit verbundene CO2-Ausstoß schädigen unsere Umwelt. Wenn du das Reisen, fremde Länder und Kulturen liebst und nun mal nicht ganz so viel Urlaub im Jahr hast, um mit dem Zug nach Asien zu reisen, kannst du dennoch deinen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Mit Atmosfair oder Myclimate kannst du deine verursachten Emissionen mit einem Geldbeitrag, der in Klimaschutzprojekte wie zum Beispiel erneuerbare Energien gesteckt wird, kompensieren. Ein Flug nach Bangkok kostet beispielsweise circa 40 Euro, das ist unser Planet doch wert oder?

11. Zu Ökostrom wechseln!

© Unsplash | Zbynek Burival

Kohle ist dreckig und klimaschädlich und der Energiekonzern RWE will unserem schönen Hambacher Forst an den Kragen. Im kommenden Monat wird beim Weltklimagipfel und in der Kohle-Kommission in Berlin wieder intensiv über den Kohleausstieg diskutiert. Unsere Gelegenheit, das zu unterstützen, ist ein Wechsel zu Ökostrom. Das geht super easy und fördert aktiv den Ausbau erneuerbarer Energien! Wir können Greenpeace Energy, Die Bürgerwerke und Naturstrom empfehlen.

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