11 Tipps für eine Reise nach Myanmar

Myanmar hat es in der Vergangenheit nicht leicht gehabt. Das südoastasiatische Land, das zwischen Thailand, Laos, China, Indien und Bangladesch am Golf von Bengalen liegt, ist vor allem für seine Aktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi bekannt, die sich 2017 ungewöhnlich ruhig zeigte, als ein Großteil der muslimischen Minderheit Rohingya aus dem buddhistischen Land vertrieben wurde. Dass die politische Situation aber so einfach nicht ist, erfährt man bei einer Reise durch das Land, das reich ist an buddhistischen Traditionen und Menschen, die in ihrem Leben noch keinen Touristen gesehen haben, dafür umso herzlicher sind. Erst seit Anfang der 1990er Jahre dürfen Touristen ins Land und das merkt man vor allem an der Infrastruktur (und den noch recht niedrigen Preisen). Wer Myanmar mit Bus und Auto erkunden will, der braucht viel Zeit und Nerven. Die größeren und beliebteren Städte sind aber auch ansonsten gut mit kleineren Propellermaschinen zu erreichen. Meine Reise führte mich 2017 von Yangon, zum Ngapali-Strand über den Inle-See nach Mandalay – vorbei an wunderschönen Landschaften und den schönsten Tempeln. Für diese vier Destinationen bekommt ihr in diesem Guide Tipps.

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© Charlott Tornow Die Shwedagon Pagode besichtigen

Niemand weiß so genau, wann die Shwedagon-Pagode, der wichtigste Sakralbau Myanmars, erbaut wurde. Der Legende nach ist sie mehr als 2500 Jahre alt. Heute ist sie das religiöse Zentrum des Landes und ein Muss bei einem Myanmar-Besuch. Die schönste Pagode des Landes ist über 100 Meter hoch, verziert mit Diamanten, Rubinen und Saphiren und glitzert über ganz Yangon hinweg.

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© Charlott Tornow Auf dem Bogyoke Aung Sann Market in Yangon shoppen

In Myanmar trägt fast jeder Mann einen Longyi, einen traditionellen langen Rock. Die Frauen schmücken sich mit den schönsten und buntesten Zweiteilern, die aus einem langen Rock und einem schulterbedeckten Oberteil bestehen. Das ist so hübsch anzusehen, dass man sich ziemlich schnell auch so kleiden will. Auf dem Bogyoke Aung Sann Market in Yangon findet ihr nicht nur zahlreiche Läden und Schneider, sondern auch Schmuckhändler, die vor allem Jade anbieten.

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© Charlott Tornow In der Yoma Cherry Lodge übernachten

Die Yoma Cherry Lodge ist der wahr gewordene Paradiestraum. Der kleine Abschnitt des Ngapali Beach ist wunderbar abgeschieden vom trubeligen Rest des Strandes, sodass es sich in dem kleinen, wunderschönen Resort extrem gut entspannen lässt. Das Essen ist eines der besten am ganzen Strand und zu weiteren Annehmlichkeiten gehören ein Massage- und Beauty-Angebot. Das Resort wurde übrigens von einer herzlichen englischen Dame gegründet, die im Ort auch eine englische Schule betreibt und gern mal eine Runde mit den Gästen Tuk Tuk fährt.

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© Charlott Tornow Eine Ballontour über Bagan machen

Das ikonischste Bild, das man von Myanmar kennt, ist vielleicht das von der alten Königsstadt Bagan, über der zahlreiche Ballons bei Sonnenaufgang schweben. Eine Ballontour ist das absolute Touriprogramm, aber auch das schönste Erlebnis, das man in Myanmar haben wird. Die Tour geht früh los und mit dem ersten Sonnenstrahl, der über Bagan aufgeht, seid ihr weit oben in der Luft und haltet selbige an. Der Anbieter Balloons over Bagan ist das erste Unternehmen, das solche Touren angeboten hat. Hier könnt ihr normale Touren buchen oder exklusive mit einem einem unglaublich guten Frühstück mitten zwischen den alten Tempeln.

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© Charlott Tornow Die Königsstadt Bagan mit dem Roller erkunden

Die alte burmesische Königsstadt Bagan ist genauso atemberaubend, wie man sie sich vorstellt. Auf einem Gebiet von 36 km² befinden sich über 2000 große und kleine Tempel (Pagoden) aus Ziegelstein, die man auf eigene Faust entdecken kann. Am besten eignet sich das mit einem der zahlreich angebotenen Elektro-Roller, für die ihr keinen Führerschein braucht. Wichtig beim Erkunden der Tempel: Eure Schultern und Knie sollten, wie überall in Asien, bedeckt sein. Die Schuhe werden vor den Tempeln ausgezogen.

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Bestes burmesisches Essen bei Inle Heart View

Das burmesische Essen ist im Gegensatz zum Nachbarn Thailand weniger scharf, dafür vor allem frisch und zubereitet mit vielen Gemüsesorten. Ein Muss ist der Tea-Leaf-Salat, ein traditionelles Gericht, das aus fermentiertem Tee und jeder Menge Nüssen und Kernen besteht. Am Inle-See könnt ihr eine fantastische Version im etwas abgeschiedenen Inle Heart View essen. Dazu bekommt ihr einen grandiosen Sonnenuntergang.

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© Charlott Tornow Burmesische Zigarren kaufen am Inle See

Könnt ihr euch vorstellen, auf dem Wasser zu leben? Genau das machen die Bewohner des Inle Sees. Es gibt schwimmende Gärten, schwimmende Restaurants und schwimmende Häuser. Der ist vor allem bekannt für die Einbeinruderer, die so fischen gehen. Heute ist vieles nur noch Attraktion für Touristen – sehenswert ist das Leben allemal. Hier findet ihr auch die burmesischen Zigarren, genannt Cheerot. Bei einer Bootstour über den See kommt ihr an einer kleinen Fabrik vorbei, die Zigarren mit Anis-Geschmack verkaufen. Schlagt zu! Ihr findet die Zigarren nirgendwo sonst.

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© Charlott Tornow An einer buddhistischen Zeremonie teilnehmen

Knapp 90% der Burmesen sind Buddhisten, dementsprechend viele buddhistische Tempel und sogar einige der berühmtesten buddhistischen Kunstwerke im asiatischen Raum (wie der Goldene Fels) gibt es in Myanmar. In dem burmesischen Tempeln befinden sich eigentlich immer Menschen, die gerade Buddha anbeten. Wenn ihr Glück habt, dann stolpert ihr vielleicht sogar in eine buddhistische Zeremonie, bei der ihr vielleicht nichts versteht, aber danach um ein bisschen spirituelle Energie reicher seid.

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© Charlott Tornow Die Me Nu Ok Kyaung Monastery bestaunen

Nicht weit von Mandalay entfernt liegt Inwa, die alte Hauptstadt des früheren Königreiches Ava, zu dessen Gebiet auch die Königsstadt Bagan gehörte. Im Gegensatz zu Bagan sind viele der Tempel hier aber nicht mehr so gut erhalten bzw. wurde erst gar nicht so viel Arbeit in den Wiederaufbau gesteckt. Eine Ausnahme bildet der Me Nu Ok Kyaung Tempel in Inwa, der vor allem auch aufgrund seiner Architektur, die sich von den spitz zulaufenden Pagoden in Myanmar, unterscheidet.

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© Charlott Tornow Traditionelle Thanaka-Paste kaufen

Eine der schönsten burmesischen Traditionen ist das Bemalen des Gesichtes mit Thanaka. Thanaka ist eine gelbe Paste, die aus der Rinde des Holzapfelbaumes gewonnen wird und vor allem von Frauen und Kinder als Make-up benutzt wird. Ihr wird verjüngende und vor Sonne schützende Kraft nachgesagt. Die Paste gibt es fast überall zu kaufen, ein riesiges Sortiment in verschiedenen Formen und Aggregatzuständen findet ihr bei Thanaka Daw Thi.

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Bei Marie Min vegan-vegetarisch essen

Veganer und Vegetarier werden in Myanmar generell glücklich, weil die Gerichte vor allem aus Reis und Gemüse in verschiedensten Variationen bestehen. Richtig lecker könnt ihr bei Marie Min essen, wo auch Carnivoren ob der Vielfalt der vegetaischen und veganen Speisen nichts fehlt.

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