11 Dinge, die ihr immer in Lichtenberg machen könnt

Flanieren durch den Kaskelkiez, feinste Fischkreationen schlemmen auf dem Restaurantschiff Gode Wind oder in die Tage und Nächte durchtanzen im Sisyphos; der Lunge was Gutes tun und durchs Grüne spazieren im Stadtgarten oder im Dong Xuan Center stöbern. Wir finden den Stadtteil Lichtenberg überhaupt nicht langweilig und haben euch unsere 11 Favoriten rausgesucht.

1

© Kerstin Musl Das ganze Wochenende im Sisyphos verbringen

Von Weitem qualmen schon die Türme, der*die Fahrer*in der Tram 21 schaut konzentriert nach vorn, nicht dass einer Gäste wieder auf den Bahnschienen eingeschlafen ist. Berlins Karneval der Tage und Nächte ist bei unseren Leser*innen der beliebteste Club der Stadt. Wer Montag nicht in die Uni will, findet hier endlich wieder die bestmögliche Entschuldigung. Aktuell kommt ihr nur mit 2G-Nachweis rein, aber dann dürft ihr raven, was das Zeug hält!

2

© Matt Montgomery | Unsplash Dschungelfeeling im Lichtenberger Stadtgarten

Im Lichtenberger Stadtgarten kann man herrlich in die Sonne blinzeln und dem Gras beim Wachsen zuhören. Auch hier gilt: Gartenpflege ist Gemeinschaftspflege. Mindestens einmal pro Woche werden Beete, Obstbäume und Wiese durch die Mitglieder bewässert und umsorgt. Mitgärtnern könnt ihr beim Lichtenberger Stadtgarten e.V. erst einmal unverbindlich, um herauszufinden ob das Konzept zu euch passt. Da es keine festen Öffnungszeiten gibt, einfach mal an einem sonnigen Wochenende einen Blick über den Gartenzaun werfen, dann ist auf jeden Fall jemand vor Ort.

3

© Theo Rio Feine Küche auf dem Restaurantschiff Gode Wind

Die Gode Wind liegt in der Sonne, die weißen Segel sehen fast so aus, als würde die Kogge gleich in See stechen. Das Berliner Restaurantschiff in Lichtenberg hat die Schiffsküche ganz neu interpretiert. Das Setting ist eigentlich eine Filmrequisite aus der ARD-Produktion "Störtebeker", die mit viel Liebe zum Detail restauriert wurde. In der Küche werden feinste Fischgerichte gezaubert: frische Austern, leckere Fischsuppe oder ein halbes Dutzend Garnelen. Küchenchef Jürgen Bemmerl, früher Küchendirektor im Hotel Adlon Berlin, empfiehlt die Meeresfrüchteplatte auf Eis. Genießen kann man diese Leckereien mit einem fabelhaften Ausblick auf die Rummelsburger Bucht bis hin zum Fernsehturm. Nach dem guten Mahl kann man noch einen Spaziergang entlang des Ufers machen und einen Blick rüber zur Halbinsel Stralau werfen.

  • Hauptstadtkogge Gode Wind
  • Gustav-Holzmann-Straße 10 10317 Berlin
  • Mittwoch – Freitag: 17–22 Uhr; Samstag, Sonntag & Feiertage: 14 –22 Uhr | Küchenschluss: 21.30 Uhr
  • Essen ca. 9–35 Euro, Softdrinks und Bier ca. 3–5 Euro, Vino und Longdrinks 4–12 Euro
  • Mehr Info
4

© Insa Grüninig Schmökern in der kleinen Buchhandlung paul + paula

Der Buchladen paul + paula könnte auch Filmkulisse in einem Streifen von Woody Allen sein: klein, mit einer nicht zu verachtenden Auswahl und geführt von erfahrenen Bücherliebhaber*innen, die viele der Bücher selbst gelesen haben. Die Buchhandlung gibt es bereits seit 39 Jahren. Jeden Monat werden Lesungen veranstaltet, auf der Suche nach einem Geschenk für Leseratten werdet ihr hervorragend beraten, könnt aber auch ganz in Ruhe durch den Laden stöbern. Diese Buchhandlung ist ein Grund mehr, den Einzelhandel zu unterstützen.

5

© Max Müller Frische Salate und Fisch von der Stadtfarm probieren

Die Stadtfarm will das Urban Gardening neu erfinden – und das mithilfe eines revolutionären Kreislaufes, bei dem Fische, Pflanzen und Regenwürmer eine entscheidende Rolle spielen. Vor Ort könnt ihr die Gewächshäuser besichtigen und natürlich die Produkte testen. Donnerstags findet ein Afterwork Meet-and-greet statt, freitags wird ganztägig frischer Fisch verkauft und einmal im Monat findet ein Markt statt, bei dem auch lokale Bäuer*innen und Erzeuger*innen ihre Produkte verkaufen.

6

© Insa Grüning Bei DARK MATTER in multidimensionale Parallelwelten aus Raum, Licht und Klang abtauchen

Der Lichtkünstler und Designer Christopher Bauder hat sich mit seinen raumgreifenden Licht- und Soundinstallationen bereits einen Namen gemacht. Vielleicht erinnert ihr euch noch an seine tolle "Skalar"-Ausstellung vor ein paar Jahren in Berlin? Im Juni hat Bauder mit DARK MATTER nun seine erste permanente Lichtschau in Berlin-Lichtenberg, gleich neben dem Sisyphos, eröffnet. In mehren Hallen könnt ihr dort sieben seiner wahnsinnig beeindruckenden Lichtinstallationen erleben, die euch in eine multidimensionale und ganz schön abgefahrene Parallelwelt aus Licht, Raum und Klang entführen. Wir haben uns das Spektakel schon angeschaut und können bestätigen, dass die Grenzen zwischen realer und digitaler Welt hier definitiv verschwimmen. Eine tolle Erfahrung, die ihr mal gemacht haben solltet. Hin da!

7

© Insa Grüning Gastfreundschaft und Gemütlichkeit bei Nadia + Kosta erleben

Das Café Nadia & Kosta ist im ganzen Kiez beliebt. Verständlich, denn es hat die perfekte Kombination aus Gemütlichkeit, Frühstück, leckerem Kaffee und Kuchen (super gut!) und einem sympathischen Besitzer. Kosta ist im Kiez bekannt wie ein bunter Hund und empfängt seine Gäste schon seit über sechs Jahren, die sicherlich nicht nur wegen des guten Kaffees immer wieder zu ihm kommen. Ein Ort, an dem man gerne länger verweilt, um der Gemütlichkeit zu frönen.

8

© Insa Grüning Kiez und Kultur im Stadtpark Lichtenberg

Der Stadtpark Lichtenberg ist ein unterschätztes Kleinod direkt an der Grenze zu Friedrichshain. Die Kinder können am Theater an der Parkaue das ganze Jahr über Theater erleben, am Teich kann man Enten beobachten, in der Villa Kuriosum kann man Kunst entdecken und in der Nähe der Sprühplatte darf man auch grillen. Und auch im Herbst ist es wunderschön, wenn man durch de bunten Blätter spazieren kann.

9
dong xuan center

© Kerstin Musl Umgucken im Dong Xuan Center

In Lichtenberg versteckt sich ein kleiner, asiatischer Schatz: Das Dong Xuan Center. In mehreren Hallen kann man unzählige Läden, Supermärkte und Friseursalons entdecken. Das meiste lädt hier zwar nur zum Gucken und Stöbern ein, denn ob man den ganzen Tinnef wirklich braucht, sei mal dahin gestellt. Wenn ihr aber auf Kitsch pur steht, seid ihr hier genau richtig, denn hier gibt es Glitzer, Leuchtschilder mit frechen Wörtern wie "Massage" oder "Coffee to go" und natürlich jede Menge Plastikblumen. Unser eigentliches Highlight ist aber nicht der kaufbare Kram, sondern das kulinarische Angebot, denn es lässt sich hier absolut fantastisch futtern – und in den Supermärkten bekommt ihr verschiedenste Gewürze, Soßen und andere asiatische Lebensmittel, damit ihr die Gerichte zu Hause direkt nachkochen könnt.

10

© Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen/Gvoon Eine Führung in der Gedenkstätte Hohenschönhausen machen

Es gibt bestimmt Schöneres, als einen Sonntag in den düsteren Zellen eines ehemaligen Stasi-Gefängnisses zu verbringen, aber ein Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen lohnt sich trotzdem. Denn man lernt nicht nur wahnsinnig viel, sondern kann sich auch vorher erkundigen, ob ein*e Zeitzeug*in die Führung übernimmt und dann jenseits der geschichtlichen Fakten auch viele persönliche Eindrücke bekommen. Außerdem ist man nach einer zweistündigen Führung durch eines der dunkelsten Kapitel der DDR-Geschichte enorm dankbar dafür, wieder raus in die Freiheit zu dürfen.

  • Gedenkstätte Hohenschönhausen
  • Genslerstraße 66, 13055 Berlin
  • Rundgänge täglich zwischen 10 und 16 Uhr, immer zu halben und zu jeder vollen Stunde | englische Führungen täglich 10.40 Uhr, 12.40 & 14.40 Uhr
  • 6 Euro, ermäßigt 3 Euro
  • Mehr Info
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© herrvantoll Den Ostbloc bezwingen

Direkt an der Spree mit Blick über den Rummelsburger Hafen liegt der Ostbloc. Eine große, helle Boulderhalle mit elf Sektoren wartet hier auf euch. Egal ob Anfänger*in oder geübte*r Boulderer*innen, hier fühlt sich jede*r sofort aufgehoben und die Orientierung fällt leicht. Es gibt einen Aufwärm- und Krafttrainingsbereich, ein Bistro mit leckerer Pizza und draußen eine große Liegewiese unter einer Trauerweide zum Entspannen und Sonnetanken nach dem Sport.

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