11 Ausflugsziele im Frühling für einen Kurztrip ins Umland
"Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte", beschrieb schon Eduard Mörike einst die wohl schönste Zeit des Jahres. Und es stimmt: Der Frühling versprüht Energie, weckt die Unternehmungslust und treibt uns endlich wieder aus den Häusern, hinein in die Natur. Selbstverständlich liefern wir euch auch direkt 11 Ideen mit, wo euer nächster Ausflug mit dem Rad, der Bahn oder dem Auto in diesem Frühling hingehen könnte. Von Camping in der Natur, einer Schlossbesichtigung bis hin zur Kanu-Tour ist so ziemlich alles dabei. Ab ins Grüne mit euch!
1 Die Wasserstadt Lychen entdecken
Inmitten des Naturparks Uckermärkische Seen liegt das kleine Städtchen Lychen, das von allen Seiten von Wasser umgeben wird. Bei all dem Wasserreichtum wundert es nicht, dass Lychen den Beinamen "Flößerstadt" trägt. Im Flößereimuseum könnt ihr euch über die Geschichte der Stadt informieren. Falls ihr keine Lust auf Geschichte habt, solltet ihr euch einfach durch die Straßen treiben lassen, mit einem Boot über die verschiedenen Seen schippern oder an der Uferpromenade entlang spazieren.
2 Campen im Wald am Rheinsberger See
Wer die Natur rund um auch über Nacht genießen möchte, kann auf in die ins Landbild eingebetteten Zeltplätze und Bungalowvermietungen auf dem zurückgreifen. Wem das nicht derbholzmäßig genug ist, der sucht sich einen Schlafplatz in der wilden Natur. Ob in einer einsamen Bucht oder unter uralten Buchen, Outdoorfreund*innen stehen hier genug Optionen offen. Der Campingplatz Warenthin zum Beispiel liegt direkt am Rheinsberger See mitten im Wald.
3 Über die Baumwipfel schauen auf dem Beelitzer Baumkronenpfad
Ein 700 Meter langer Pfad in 23 Metern Höhe, der sich zwischen den Gebäuden der ehemaligen Heilstätten und den namensgebenden Baumkronen entlang schlängelt: Der Beelitzer Baumkronenpfad bietet von hoch oben eine tolle Aussicht auf Beelitz und die Umgebung. Wandert über die Bäume und blickt dabei in die Ferne. Die Gebäude des ehemaligen Lungensanatoriums könnt ihr übrigens mit einer Führung anschauen – echte Lost Places Vibes!
4 Im Nationalpark durchs Dickicht stapfen und die Natur genießen
Dass sich ganz in der Nähe von Berlin ein Nationalpark mit vielen seltenen Pflanzen- und Tierarten befindet, wissen anscheinend die wenigsten. Anders können wir uns nämlich nicht erklären, wieso dieses wunderschöne Stück Land nicht von mehr Leuten besucht wird. Fast ungestört könnt ihr hier durchs Dickicht stapfen, Kanu fahren oder von den verschiedenen Aussichtstürmen aus Vögel beobachten. Die Landschaft bietet eigentlich alles: Gewässer, Sümpfe und Moore, Wälder und Grünland. Hier könnt ihr im Einklang mit der Natur entspannen und der einzige, der euch dabei stört ist vielleicht ein Biber, der durch den Fluss schwimmt.
5 Entspannt im Kahn oder aktiv im Kanu den Spreewald erkunden
Der Spreewald fühlt sich an den allerschönsten Tagen ein bisschen wie der deutsche Auenwald an. Kanufahren ist hier also ziemlich idyllisch; Entschleunigung par excellence. Leiht euch an einer der zahlreichen Leihstationen ein Boot aus und schippert den ganzen Tag vor euch hin. Wer es entspannter mag, kann sich auch auf einem der berüchtigten Spreekähne herumschippern lassen. So oder so: Die Gegend ist einfach traumhaft und am einfachsten vom Bahnhof Ostkreuz zu erreichen.
6 Besuch der Rakotzbrücke
Die Rakotzbrücke ist die wahrgewordene Märchenwaldbrücke und fasziniert mit ihrer Gestalt und der kleinen zerklüfteten Insel eigentlich zu allen Jahreszeiten. Die Brücke befindet sich in dem Mitte des 19. Jahrhunderts angelegten Azaleen- und Rhododendronpark Kromlau und eignet sich so als perfekter kleiner Tagesausflug.
7 Im Bahnwaggon von der großen Reise träumen
Nicht nur Zugfans, sondern auch diejenigen, die keine Modelleisenbahn im Keller stehen hatten, werden sich in den ausgebauten Bahnwaggons vom Kulturhafen Groß Neuendorf pudelwohl fühlen. Die große Glasfront der gemütlichen Waggons bietet einen traumhaften Ausblick auf die Oder. Ganz in der Nähe kann man Kanus ausleihen, um das Oderbruch vom Wasser aus zu erkunden. Wer lieber festen Boden unter den Füßen hat, kann sich in Groß Neuendorf auch Fahrräder ausleihen und zum Beispiel auf dem Oder-Neiße-Radweg die Gegend unsicher machen.
8 Ein Floß mieten und die Ruppiner Seenlandschaft erkunden
Wollt ihr euch mal wie richtige Abenteurer fühlen? Dann empfehlen wir eine Floßtour. Die Flöße sind quasi wie Hausboote: Es gibt bis zu fünf Schlafplätze, einen Kocher und ein Camping-WC an Bord. Ein Grill kann noch extra dazu gebucht werden. Ihr braucht zudem keinen speziellen Führerschein, sondern nur eine ca. 30-minütige Einweisung. Ihr habt die Möglichkeit aus drei Stationen: Fürstenberg an der Havel, Brandenburg an der Havel und Molchow bei Neuruppin. In Molchow schippert ihr durch die geheimnisvolle Ruppiner Seenlandschaft und könnt ein abenteuerliches Wochenende auf dem Wasser verbringen. Oder ihr entscheidet euch für eine kürzere Tagestour. Ahoi!
9 Das wunderschöne Schloss Rheinsberg besuchen
Eines der beeindruckendsten Bauwerke, das die Region Ostprignitz-Ruppin bietet, ist das Schloss Rheinsberg. Das am Ufer des Grienericksees gelegene Schloss gilt als Musterbeispiel und Vorbild des Schloss Sanssouci. Der wunderschön angelegte Schlosspark mit seinen weitläufigen Rasenflächen, die von Statuen und Blumenbeeten gesäumt werden, durchziehen sandfarbene Wege, die bis zu einem Obelisken auf der anderen Seite des Seeufers führen. Von dort lässt sich die prächtige Kulisse des Schlosses genießen. Unser Tipp: Bucht vorab eine Führung und schaut euch das Meisterwerk mit spannender Geschichte unbedingt auch von innen an. Mit der Regionalbahn fahrt ihr von Berlin über Spandau nach Neuruppin. Dort steigt ihr in den Bus bis nach Rheinsberg um, wo ihr dann zu Fuß weißer zum Schloss lauft. All in all braucht ihr für die Fahrt etwa 2.5 Stunden.
10 Im Kletterwald Schorfheide klettern
Klettern ist das neue Aktiv-Hobby unserer Generation. Wer diesem Hobby nicht nur in dunklen Hallen nachhängen will, dem sei dieser Kletterwald draußen in der Natur ans Herz gelegt. Was gibt es Schöneres, als einen Waldhochseilgarten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Hindernissen in unterschiedlichen Höhen, die es mit Seilen oder Netzen zu überwinden gilt. Definitiv die beste Art und Weise, mit der Gang zwischen den Baumkronen abzuhängen. Am besten gleich noch einen Picknickkorb einpacken, denn Klettern macht hungrig.
11 Auf den Spuren der Geschichte von Bad Saarow wandeln
Maxim Gorki, Theodor Fontane, Max Schmeling, Architekt*innen, Musiker*innen und Künstler*innen haben bereits in Bad Saarow gelebt und den Kurort geliebt. Wer nicht nur an den teils sehr eindrucksvollen Häusern vorbeilaufen, sondern mehr über deren Geschichte erfahren möchte, kann sich immer sonntags zu den Stadtführungen auf dem Bahnhofsplatz einfinden. Eine Tour lohnt sich besonders für Kunst- und Architekturinteressierte. Bad Saarow erreicht ihr übrigens easy mit der Bahn von Berlin, in circa einer Stunde seid ihr schon in dem schönen Kurort und könnt euch verzaubern lassen.
Redaktion