21 ziemlich gute Tipps für den Sommer in Berlin 2022

Der Sommer ist da, finally! Damit beginnt auch die Zeit des Jahres, in der wir am liebsten nur noch draußen sein wollen. Wir fiebern langen Tagen im Freibad und Grillpartys mit Freund*innen entgegen. Wir freuen uns auf laue Abende im Freiluftkino und aufs Bootfahren auf der Spree. Aber auch auf Eis schlecken bei Duo Sicilian Ice Cream und Aperol schlürfen im Zenner – you name it. Für alle, die den wundervollen Sommer in der Hauptstadt verbringen, haben wir hier 21 geniale Tipps, wie der diesjährige Sommer unvergesslich wird.

1

© Daliah Hoffmann Einkaufen und futtern auf dem Winterfeldtplatz Wochenmarkt

Klar müsst ihr euren Kiez nicht zum Einkaufen verlassen, aber den Wochenmarkt auf dem Winterfeldtplatz in Schöneberg, der größte Markt in Berlin, kann man trotzdem zum Ausflugsziel erklären. Denn hier könnt ihr nicht nur hübsche Blumen und Alltägliches für die heimische Küche einkaufen, sondern auch ganz faul und bequem den ganzen Tag futtern. Besonders empfehlen können wir euch die Churros, den Maultaschen-Burger von Teig & Füllung und die gegrillte Makrele vom Fischgriller Jürgen Fürgut.

2
Kleines Grosz Museum, Schöneberg

© Insa Grüning Kunst tanken im Kleinen Grosz Museum in Schöneberg

In Schöneberg hat im Mai 2022 Das Kleine Grosz Museum an der Bülowstraße eröffnet – und zwar in einer ehemaligen Shell-Tankstelle. "Klein" ist in diesem Fall übrigens wirklich wörtlich zu verstehen, denn in das Museum passen gerade einmal 50 Besucher*innen. In den Innenräumen der ehemaligen Werkstatt könnt ihr ab sofort Kunst von George Grosz – von Dada bis zur Nachkriegszeit – anschauen und da, wo früher einmal Zapfsäulen standen, anschließend in einem wunderschönen Kieferngarten mit Koi-Teich und Sitzgelegenheiten im Schatten chillen, Kuchen essen und kühle Drinks genießen. Was für eine fantastische Oase mitten in der Stadt!

3

© Daliah Hoffmann Im 21gramm wahnsinnig lecker frühstücken und tolle Frühstücksdrinks trinken

Die Berliner*innen haben offensichtlich einen Faible für seltsame Orte, denn nachdem bereits in Kreuzberg ein hübsche Café in eine ehemalige Friedhofshalle gezogen ist, gibt es jetzt auch eines in Neukölln. Das 21gramm – wer sich an Alejandro González Iñárritus gleichnamigen Film erinnert, weiß, was der Name bedeutet – ist 2018 in die ehemaligen Friedhofsgemäuer eingezogen und serviert in einer unglaublich schönen Atmosphäre drinnen und auf der Terrasse leckere Brunch-Gerichte und leckere Frühstücksdrinks. Freut euch auf leckeres Rührei, Buttermilch-Pancakes und wechselnde, vegane Stullen.

4
Duo Sicilian Ice Cream

© Marit Blossey (Veganes) italienisches Eis, Brioche und Pistaziencreme bei Duo Sicilian Ice Cream

Duo Sicilian Ice Cream gehört definitiv zu unseren Lieblingseisdielen in Berlin. Neben den Filialen in Kreuzberg (Skalitzer Straße) und Prenzlauer Berg (Käthe-Niederkirchner-Str.) hat im Mai 2022 ein drittes Café am Maybachufer eröffnet. Wir lieben das italienische Eis – probiert unbedingt Pistazie, Haselnuss, Erdbeere und Bitterschokolade –, die hausgemachten Soßen, Brioche und Cannoli und finden es super, dass es hier auch viele vegane sowie gluten- und zuckerfreie Eissorten gibt. Neben Eis gibt es hier übrigens auch leckeren Kaffee.

5

© Malte Jaeger Mit dem Boot "Liesel" in den Sonnenaufgang schippern

Wir alle kennen die riesigen Boote, die auf dem Landwehrkanal und entlang der Museumsinsel vollbeladen mit Tourist*innen entlang schippern. Und wir alle denken uns wohl jedes Mal, dass wir so eine Bootstour nie machen würden. Insgeheim würden wir aber alle doch gerne mal Berlin vom Wasser aus beobachten, nur eben ohne Touri-Boot. Genau das kann man bei Berlin Liquide, denn hier mietet man gleich das ganze Boot samt Skipper und kann so private, kleine Touren mit bis zu 33 Personen fahren. Man kann zwischen verschiedenen Touren wählen, ein besonderes Highlight ist die Early-Bird-Tour, bei der man Berlin in den frühen Morgenstunden erkundet, wenn alles noch schläft – oder tanzt. Oder ihr gönnt einen Trip mit dem neuen, wunderschönen Schiffchen "Liesel", herrlich!

6

© Marina Beuerle Kunst und Kultur auf der Freilichtbühne Weißensee

Ruhig und idyllisch liegt die Freilichtbühne Weißensee und im Sommer kann man hier eine feine Auswahl an Filmen, darunter auch viele Klassiker der DDR-Filmproduktion DEFA, anschauen. Dazu kommen vielfältige weitere Veranstaltungen wie Konzerte, Theateraufführungen oder auch spezielle Angebote für Kinder. Wer Lust auf einen kleinen kulturellen Ausflug hat, sollte unbedingt mal hinfahren, denn hier geht es super gemütlich und relaxt zu.

7

© Marina Beuerle Essen, trinken und den Ausblick genießen in der Orangerie am Körnerpark

Der Körnerpark in Neukölln ist eine hübsche, grüne Oase zwischen Karl-Marx- und Hermannstraße. Wir fühlen uns hier ein bisschen wie in Paris und freuen uns sehr, dass Max und Simon die Orangerie Mitte Mai 2022 mit einem neuen gastronomischen Konzept wiederbelebt haben. Die Orangerie Neukölln lädt euch tagsüber zu Kaffee und Kuchen ein und serviert euch abends als Bar mit großer Terrasse Aperitivo und Snacks unter Palmen. In den kommenden Monaten kommen dann auch und Mittagessen und Livemusik dazu. Wir freuen uns aber jetzt schon auf laue Sommerabende im Körnerpark.

8

© Marit Blossey Genüsslich Bahnen ziehen im Prinzenbad

Wen mitten in Kreuzberg die Hitze plagt, findet die notwendige Abkühlung im Prinzenbad. Auch die sportliche Fraktion kommt hier voll auf ihre Kosten, denn die zwei 50-Meter-Becken bieten genug Platz, um genüsslich Bahnen zu ziehen. Auf der Liegewiese treffen sich die Schwimmer*innen und Wasserraten und schlecken gemeinsam ein Eis vom Kiosk. Herrlich.

9

© Modellpark Fahrradtour durch die Wuhlheide

Eigentlich bricht man nur Richtung Wuhlheide auf, wenn mal wieder ein großes Konzert auf der Kindl-Bühne ansteht. Dabei kann man hier auch super mit dem Rad durchdüsen, Wald und Lichtung wechseln sich ab. Hier versteckt sich übrigens auch der Modellpark Berlin-Brandenburg, in dem Sehenswürdigkeiten im Maßstab 1:25 nachgebaut sind. Wer mag, fährt bis nach Köpenick weiter. Da ist es auch schön, guckt mal unsere Tipps an.

10

© Zollpackhof Bier trinken unter Kastanien im Zollpackhof an der Spree

Am Rande des Regierungsviertels ist der Zollpackhof eine Perle im Grünen und am Wasser. Im Sommer locken der große Biergarten unter hohen Kastanien und die Nähe zur Spree. Die Küche ist ein Mix aus deutschen und österreichischen Gerichten mit mediterranen Einschlägen. Die ofenfrische Landente, der bayrisch inspirierte Schweinebraten oder das Zanderfilet sind nur einige schmackhafte Punkte auf der Speisekarte. Das Highlight im Winter befindet sich dann im Inneren des Restaurants: Ein 360-Grad-Rundkamin inklusive Katze auf der Sitzbank. Gemütlicher geht's kaum.

11

© Marit Blossey Ins Freiluftkino nach Friedrichshagen gehen und Filme schauen

Ein perfekter Sommertag am Müggelsee kann eigentlich nur noch damit gekrönt werden, dass er auch nach Sonnenuntergang kein Ende kennt. Gut, dass das Freiluftkino Friedrichshagen nur einen Katzensprung entfernt inmitten des Naturparks auf euch wartet. Zusammen mit dem Kino Union werden hier im Sommer täglich Filme gezeigt – egal, was das Wetter macht. Wer dann immer noch nicht genug hat, dreht auf dem Nachhauseweg eine Ehrenrunde durch den wundervollen Kurpark. Selbstverständlich nur mit Licht am Fahrrad.

12

© Wiebke Jann In den Berliner Beerengärten Früchte selbst pflücken

Wenn man im Supermarkt Erdbeeren, Heidelbeeren oder Himbeeren kauft, kann man eigentlich davon ausgehen, dass immer ein paar Beeren schon schimmeln oder einfach nicht mehr so appetitlich aussehen. Weil das ziemlich nervig ist und weil es natürlich auch Spaß macht, selbst durch die Felder zu spazieren, könnt ihr in den Berliner Beerengärten von Mai bis August Erdbeeren, Himbeeren, Johannis- und Heidelbeeren selbst ernten und gleich vernaschen. Anschließend könnt ihr euch im hauseigenen Café noch etwas ausruhen, oder die Beeren mit nach Hause nehmen und leckeren Kuchen backen. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Gärten rund um Berlin, die sich super für einen schönen Sommerausflug eignen.

13
YaMe NumNum Sushi

© Tom Christen Leckere Röllchen essen bei YaMe NumNums Sushi

Das YaMe NumNums in der Flughafenstraße ist ein süßes Brunchcafé mit südostasiatischen Einflüssen. Im Mai 2021 starteten die Schwestern MyLinh und My ihren eigenen Sushi-Lieferdienst und genau ein Jahr später eröffneten beide im ehemaligen Jimmy Woo (welches bereits von einer der Schwestern geleitet wurde) das YaMe NumNums Sushi Restaurant. Auf dem Menü stehen traditionelles Sushi sowie Fusion-YaMe-Style-Sushi wie die Inside-Out-Roll mit Butterfisch, Thai Basilikum, Mango, schwarzem Kaviar, Trüffelmayonnaise und Masago-Mantel. Besonders cool: Es gibt auch zahlreiche vegane Alternativen.

14
Der Restaurantbereich vom Frederick's im Kaisersaal am Sony Center

© Daliah Hoffmann-Konieczka Gutes Essen, leckere Drinks in einer einzigartigen Location im Frederick's

Das neu eröffnete Frederick's am Sony Center ist wohl eines der größten und beeindruckendsten Restaurants dieser Stadt. Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und fühlen uns ein bisschen wie in New York oder London. Im Frederick's wird deutsche Küche mit internationalen Einflüssen serviert. Auf der Abend- und Lunchkarte finden sich Klassiker wie Hühnerfrikassee oder Rinderbacken, aber auch Gerichte wie Zander Ceviche oder Hamachi. Neben Lunch und Dinner könnt ihr hier auch ausgezeichnet brunchen – French Toast, Green Eggs, Granola, you name it – oder abends auf einen Drink in die Bar kommen, die von Legende Arnd Henning Heissen geleitet wird.

15

© Kerstin Musl Im ://about blank tanzen

Dass der Garten vom blank der schönste Clubgarten der Stadt ist, darüber sind wir uns hoffentlich alle einig. Dank Ziehwagen, Zelt und Liegemöglichkeiten will man gar nicht nach Hause und dann ist da noch das ambitionierte Programm. Hier finden kleine Konzerte, Kinderdiscos und die legendären Staub-Nächte statt – vergangenes Jahr lockte der "Sektgarten" jedes Wochenende zahlreiche Besucher*innen an, um das Tanzbein unter freiem Himmel zu schwingen.

16
Kajak fahren auf dem Tornowsee in Brandenburg

© Insa Grüning Die geheimnisvolle Ruppiner Seenlandschaft mit dem Kajak erkunden

Es lohnt sich, einen Ausflug Richtung Neuruppin zu machen, denn die Umgebung besteht zu großen Teilen aus geheimnisvoll miteinander verbundenen Wasserwegen und mehreren glasklaren Seen. Am besten könnt ihr die traumhafte Seenlandschaft vom Wasser aus mit dem Floß, dem Kanu oder Kajak erkunden. Ein guter Startpunkt dafür ist zum Beispiel der Zermützelsee, dort könnt ihr euch an der Waldschenke in Stendenitz Kajaks leihen und in See stechen. Über den Rottstielfließ gelangt ihr irgendwann auf den Tornowsee, der wunderschön inmitten von weiten Wäldern liegt. Wenn euch zwischendurch der kleine oder große Hunger packt, empfehlen wir euch im Restaurant Boltenmühle am anderen Ende des Sees einzukehren. Es gibt eine Anlegestelle für eure Boote, fantastisches Essen und kalte Getränke in einem gemütlichen Biergarten und sogar Esel, die euch bei der Abfahrt hinterherschauen.

17

© Marit Blossey Im Bier- und Weingarten des Zenner entspannen, trinken und Eis essen

Lange mussten wir auf einen vernünftigen Ort für erfrischende Drinks im Treptower Park verzichten – und dann kam das Zenner. Auf über 8.000 Quadratmetern wird hier sowohl Wein- als auch Biergarten geboten, zudem hat es sich schnell als Veranstaltungsort für die Berliner Kultur- und Gastroszene etabliert. Die Zenner-Eisdiele punktet mit Eis von Rosa Canina und Kaffee von Andraschko und der Wein- bzw. der Biergarten neben Drinks mit Flammkuchen und anderen Leckereien. Perfekt!

  • Zenner
  • Alt-Treptow 15-17, 12435 Berlin
  • Biergarten: Montag – Donnerstag: 12–21 Uhr, Freitag: 12–22 Uhr, Samstag – Sonntag: 11–22 Uhr | Weingarten: Donnerstag – Freitag: 16–21 Uhr, Samstag – Sonntag: 13–21 Uhr
  • Mehr Info
18

© Milena Zwerenz (Vegane) Grillkörbe von Landkorb befüllen lassen

Der Sommer ist die beste Zeit, um es sich auf den Wiesen und an den schönen Seen Berlins bequem zu machen, den Tag zu genießen und ihn anschließend am Grill ausklingen zu lassen. Wer keine Lust oder Zeit hat, alles selbst einzukaufen, kann sich bei Landkorb einen leckeren Grillkorb füllen lassen. Von Fleisch über vegane und vegetarische Alternativen bis hin zu Grillsoßen, Salaten und sogar Nützliches wie Bambusbesteck könnt ihr dort alles für das perfekte BBQ bestellen. Übrigens sogar in Bio-Qualität und mit regionalen Produkten.

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© Charlott Tornow Am Strand des Badeschiffs sonnen

Im Sommer gibt es rund um das Badeschiff immer wieder Open Airs, bei denen man tanzend im Sand steht und dabei eine unschlagbare Aussicht auf die Oberbaumbrücke und den Fernsehturm genießen kann. Das macht zwar riesigen Spaß, ist aber natürlich nicht der einzige Vorzug dieses Orts: Auf dem hübschen Gelände könnt ihr euch nämlich im Pool mitten auf der Spree eine erfrischende Abkühlung gönnen und anschließend sonnen. Schwimmen ist übrigens nur mit vorab gebuchtem Online-Ticket möglich.

20

© Daliah Hoffmann Mit den Kids rummatschen auf dem Wasserspielplatz im Gleisdreieckpark

Der Gleisdreieckpark ist einer der schönsten Parks in Berlin, denn er bietet für jede*n was. Hier kann geskatet, Basketball oder andere Sportarten trainiert werden, das BRLO Brwhouse versorgt alle mit bestem Essen und die Kids können sich auf dem hölzernen Wasserspielplatz austoben, der auf Sand gebaut ist. Es gibt eine Kletterlandschaft mit Rutschen, Schaukeln und Brücken sowie eine Wasserlandschaft mit drei Pumpen und einen riesigen Matschtisch. Wichtig zu wissen: Der Spielplatz liegt ungeschützt in der Sonne.

21

© Insa Grüning Auf dem Gipfel des Kienbergs den Blick über die ganze Stadt schweifen lassen

Wir sind ehrlich: Wirklich oft sind wir nicht so weit draußen. Der Wolkenhain auf dem Kienberg bringt uns dann aber doch dazu, die knapp 15 Kilometer mit dem Rad nach Marzahn zu düsen, denn der Blick ist wirklich atemberaubend. Ursprünglich für die IGA 2017 erbaut, ist die sich rund 120 Meter über dem Meeresspiegel befindende Stahlkonstruktion aber nicht nur architektonisch ein absolutes Highlight zwischen den Marzahner Hochhäusern. Bei gutem Wetter könnt ihr bis zu 50 Kilometer in die Ferne blicken und euren Blick zwischen Berlin und der brandenburgischen Landschaft samt Windparks hin und her schweifen lassen. Zwölf Kilometer reichen aber auch schon, um den schönen Fernsehturm und viele andere Sehenswürdigkeiten zu entdecken – Markierungen auf dem Boden verraten euch, wo ihr nach ihnen Ausschau halten müsst.

Summer is here

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