11 Berliner Modelabels, die wir toll finden

© Annik Walter

In Berlin hat sich in den letzten Jahren ganz schön was getan in Sachen Mode: Lange verschrien als hässliches Entlein unter den Modestädten mit einer Fashion Week, die neben denen in Paris oder Mailand tatsächlich ziemlich trashig aussah, sind heute auch internationale Presse und Gäste immer beeindruckter von Berliner Labels. Alte Hasen wie La La Berlin oder Kaviar Gauche müssen wir niemandem mehr empfehlen, aber diese 11 Berliner Labels hier verdienen zu Recht noch viel mehr Aufmerksamkeit:

1. Philomena Zanetti

Ethik trifft Ästhetik – bei Philomena Zanetti geht das beides in schönster Form zusammen. In dem Berliner Studio entwirft Julia, die ihr Label nach ihrer Großmutter benannt hat, ökologische Luxus-Damenmode. Elegant, geradlinig, mit skandinavisch kühler Attitüde und perfekt sitzenden Schnitten. Hergestellt wird alles in Manufakturen in und um Berlin und zu kaufen gibt es die Schönheiten online im eigenen Shop oder zum Beispiel bei Showroom.

2. William Fan

Bei der letzten Fashion Week war William Fan das gar nicht mehr so heimliche Lieblingskind von Publikum und Kritikern. Der Absolvent der Berliner Modeschule Weißensee kombiniert in seinen Teilen zeitlose Unisex-Schnitte, hochwertige Rohmaterialien und lässt seine asiatischen Wurzeln einfließen. Schlichte Oversize-Blusen, knallbunte Jacquard-Stoffe, elegante Taschen aus Lack-Leder oder ein extravaganter Mantel mit Perlen und Federn. Seine Handschrift ist opulent und klar und in jedem Fall unverkennbar. Bestellbar sind seine Sachen online, einen Showroom in Mitte gibt's auch. Und klar, den einen Wortwitz müssen wir da machen: Lieber William, wir sind Fan.

William Fan Showroom | Große Hamburger Str. 25, 10115 Berlin | mehr Info

3. Hund Hund

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Preistransparenz, nachhaltige Produktion, hochwertige Materialien, zeitlose Schnitte für Männer, Frauen und ja, auch Hunde – dafür stehen Hund Hund. Die beiden Designer Isabel und Rohan wollen Mode machen, die nicht nur gut aussieht, sondern an der auch nicht das Blut der Fast-Fashion-Modeindustrie klebt. Weil sie ohne Zwischenhändler verkaufen, sind die Preise günstiger und durch die Produktionsstätten in Polen und Rumänien die Transportwege kurz. Der Stil der Hosen, Hemden, und T-Shirts ist locker, fast geometrisch und skandinavisch-kühl, die Farben gedeckt und außer Streifen kommen die Teile ohne Muster aus. Und was war das mit dem Hund? Für die gibt's im Online-Shop schöne Lederhalsbänder und ziemlich tolles gestricktes Spielzeug.

4. Maisonnoé

Feminin und elegant sind die Designs von MAISONNOÉ – das Label gibt es seit 2013 und versorgt Berlinerinnen seitdem mit tragbarer, hochwertiger Mode in dezenten Farben. Besonders was Leder angeht, macht man Designerin Sophie Oemus und ihrem Team so schnell nichts vor – innovative Schnitte und Verarbeitungstechniken lassen das Material so classy und edel wirken, wie man es sonst selten findet.

Maisonnoé | Potsdamer Straße 91, 10785 Berlin | Montag – Samstag: 10–20 Uhr | mehr Info

5. Stoffbruch

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"Wir wollen dir mit unserer Mode eine Portion Berliner Lebensgefühl mit in den Alltag geben", sagt das Streetwear-Label von sich und genau das schaffen die entspannten Shirts, Jacken und Taschen auch. Hochwertige Basics, die sich untereinander und mit allem im Kleiderschrank gut kombinieren lassen, ohne dabei langweilig oder eintönig auszusehen. Das muss man erstmal schaffen. Und Stoffbruch machen das so gut, dass sie mittlerweile zwei Stores in Berlin betreiben können.

Stoffbruch | Wühlischstr. 15
, 10245 Berlin-Friedrichshain und Kastanienallee 99b, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg | Montag–Freitag: 11–20 Uhr, Samstag: 11–19 Uhr | mehr Info

6. UY Studio

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Hier geht Anhängern des Credos "All Black Everything" das Herz auf: Idan Gilony aus Tel Aviv and Fanny Lawaetz aus Stockholm stellen ihrem Kreuzberger Atelier Mode her, die Berlin-typischer nicht sein könnte. Alles in schwarz, unisex tragbar, für jedes Alter, jeden Anlass, urban, modern, lässig. Vom Meeting zum feinen Dinner bis zur Party kann man sich rund um die Uhr in UY Studio kleiden und ist immer perfekt angezogen. Die Materialbandbreite reicht von reiner Baumwolle bis hin zu glänzendem Latex und bei etwa 80 Euro für eine Hose und 50 Euro für ein Shirt auch erfreulich bezahlbar.

UY Studio | Falkensteinstr. 43, 10997 Berlin-Kreuzberg | Montag – Freitag: 12-18 Uhr, Samstag: 16–19 Uhr | mehr Info

7. Altendorfer Studios

2015 gegründet von Lena Genofeva Geißler und Bastian Altendorfer als Projekt für Konzept- und kommerzielle Mode, hat sich das kleine Label schnell zum Szeneliebling gemausert. Kein Wunder, die Designs kommen so lässig, nonchalant und urban daher, dass man sich bestens vorstellen kann, in ihnen durch die Großstadt zu flanieren. Durch Elemente wie Reißverschlüsse oder den Einsatz von Funktionsmaterial haben die Kollektionen zudem ein sportives Element. Erhältlich ist das alles im Online-Shop.

8. STEINROHNER

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STEINROHNER, das sind Inna Stein und Caroline Rohner. In ihren Designs vereinen sie spielerisch, aber selbstbewusst all das, was die beiden so inspiriert: Natur, Literatur, Filme, Menschen und Geschichten. Daraus entstehen tragbare und dennoch individuelle und besondere Stücke, mit denen das Duo schon alle möglichen Preise abgeräumt hat. Bitte einmal alles, danke!

9. Anekdot

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"Handmade underwear that don't destroy our planet" – das gibt's bei Anekdot und zwar in der schönsten Form, die man sich vorstellen kann: feinster Upcycling-Spitze. Das bedeutet nicht, dass man hier getragene Wäsche bekommt, sondern dass die Spitze aus Produktionsresten und nicht verkaufter Lagerware der High-Fashion-Industrie hergestellt wird. Die BHs, Slips und Bodys sind aber nicht nur nachhaltig, sondern auch mit viel Liebe handgefertigt. Und zu jedem einzelnen Teil kann Gründerin Sofie eine Anekdote erzählen – daher rührt auch der Name.

10. JIMMI WOW

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Nicht nur für Erwachsene, auch für Kids gibt's in Berlin viele schöne Labels, die kleine große Mode machen. JIMMI WOW ist eines davon. In der Kreuzberger Nähstube entsteht Upcycling-Kindermode aus Vintage-Kleidung und Überproduktionen. Die Einzelstücke für Kinder und Babys zwischen ca. 3 Monaten und 3 Jahren sind so nicht nur besonders nachhaltig, sondern durch vorgewaschene Materialien auch schadstoffärmer als konventionelle Kindermode. Von jedem verkauften Teil wird auch 1 Euro an Hilfsprojekte gespendet. Außerdem gibt's im Online-Shop sehr, sehr niedliches Spielzeug und den Elefantenrucksack würden wir am liebsten selbst aufsetzen.

11. Format

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Im tiefsten Herzen Neuköllns entstehen die Designs des Labels Format. Die nachhaltigen und fair produzierten Teile sind perfekt für jeden Tag, minimalistisch, zeitlos, langlebig und dennoch immer mit einem besonderen Detail oder originellem Twist. Durch die hochwertigen Materialien sind die Sachen so bequem, dass man auch überhaupt nicht mehr ausziehen mag. Kaufen könnt ihr die Sachen dort, wo sie auch größtenteils im Atelier entstehen, nämlich in Neukölln.

Format | zu kaufen im WESEN, Tellstraße 7, 12045 Berlin-Neukölln | Montag – Samstag: 10–19 Uhr | mehr Info

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