11 Fragen, die wir uns zum Münzraub im Bode-Museum stellen

Bodemuseum: © Staatliche Museen zu Berlin / Bernd Weingart, Big Maple Leaf: © Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett; Foto: Reinhard Saczewski

Update vom 14.11.2017, 17.30 Uhr:

Mittlerweile hat der Pressesprecher der Generalstaatsanwaltschaft Berlin, Martin Steltner, die Spurenbeseitigung dementiert. Auf Twitter erklärt er, dass es jedoch einen erfolglosen Versuch gegeben hat und im betreffenden Auto tatsächlich Spuren der Goldmünze entdeckt wurden.

Update vom 14.11.2017, 12 Uhr:

Mittlerweile sind mehr als sieben Monate vergangen, seitdem die 100-Kilo-Goldmünze "Big Maple Leaf" von Einbrechern aus dem Bode-Museum entwendet worden ist. Zumindest der Tathergang konnte mittlerweile rekonstruiert werden. So stiegen die Räuber mithilfe einer Leiter über die S-Bahn-Trasse ins Museum ein, zerschlugen die Panzerglas-Vitrine und karrten die Münze anschließend mit einer Schubkarre zur Einstiegsluke. Durch diese hievten sie das Ungetüm auf den Bahndamm und seilten es schließlich in Höhe Monbijou-Park ab.

Im Juli wurden vier Tatverdächtige verhaftet, von denen zwei inzwischen wieder auf freiem Fuß sind. Die Münze hingegen bleibt weiterhin verschwunden. Auch wenn die Fragen dazu, wie die Münze gestohlen wurde, nun beantwortet sind, bleiben viele weitere – auch von unseren 11 Fragen – nach wie vor ungeklärt.

Dafür wurde nun eine weitere Ermittlungspanne bekannt: Nach Recherchen der B.Z. brachen im Juli mehrere Männer in das Sicherstellungsgelände Schöneberg ein, wo sie mutmaßlich Beweise zum Münzraub vernichteten, indem sie einen zuvor beschlagnahmten Audi mit Pulverlöscherschaum vollspritzten. Besonders pikant ist diese Nachricht dadurch, dass das Areal von einem privaten Sicherheitsdienst bewacht wird – wo doch zuvor gerade die privaten Wächter des Bodemuseums im Verdacht standen, mit den Tätern kollaboriert zu haben.

Am 27. März wurde aus dem Bode-Museum die 100 Kilo schwere, kanadische Goldmünze "Big Maple Leaf" gestohlen, die aus purem Gold besteht, einen Durchmesser von 53 Zentimeter hat und rund 3,75 Millionen Euro wert ist.  Als wäre das nicht schon absurd genug, kamen die bisher unbekannten Einbrecher ungesehen davon, stiegen wohl über das Gleisbett der Stadtbahn ein und entkamen wahrscheinlich über den Wasserweg. Das alles wirft ziemlich viele Fragen auf, zum Beispiel diese 11.

1. Wer klaut Goldmünzen, die 100 Kilo wiegen?

Big Maple Leaf: © Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett; Foto: Reinhard Saczewski

2. Warum hat den Raub trotz der Sicherheitsmaßnahmen absolut niemand gesehen?

3. Woher kannten die Räuber die vermeintlichen Schwachstellen im System?

4. Wurde die Münze eigentlich aus dem Museum getragen oder gerollt?

5. Haben die Räuber die Münze wie in "The Italian Job" durch ein Loch im Boden auf das Boot geworfen und abtransportiert?

6. Und wenn ja, wo waren Charlize Theron, Mark Wahlberg und Jason Statham?

7. Haben die Einbrecher nach dem Raub erstmal laut "Gold" von Spandau Ballet gehört?

8. Was macht man eigentlich mit einer 100-Kilo-Münze?

9. Wie viele Grillz kann man aus der Münze fertigen?

© giphy.com

10. Bekommt der Anmachspruch "Ich würde dir gern meine Münzsammlung zeigen" bald eine ganz andere Bedeutung?

11. Was würde Dagobert Duck zu alledem sagen?

© giphy.com
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