Keiner ist Reiner – ein Mülleimer gegen den Schmutz auf Berlins Straßen

Zuhause achten wir penibel darauf, dass ja keine Plastikverpackung im Papiermüll landet, die Flaschen nach Farben sortiert in den Container fallen und keine Bio-Reste im Plastikmüll. Aber sobald wir dann aus den eigenen vier Wänden in die Welt laufen, scheint vielen recht egal zu sein, wo ihr Müll landet.

Das größte Problem sind dabei, wie so oft, die kleinen Dinge: Fast drei Milliarden Kippen, die pro Jahr auf den Gehsteigen, Wiesen und Straßen Berlins landen. Aneinander gereiht könnten sie zwei Mal die Welt umrunden. Und auch bei Kaugummis, Coffee-To-Go-Bechern, Dosen und Flaschen sieht es nicht gerade besser aus. Jeder, der noch nie irgendwo etwas stehen oder liegen hat lassen, hebe jetzt die Hand.

Eben. Deswegen schickt die Berliner Stadtreinigung dieses Jahr nun schon zum dritten Mal in Folge ihren Roboter-Mülleimer Reiner durch die Stadt. Gesteuert wird er im Hintergrund von einem Improvisationsschauspieler, der über ein eingebaute Mikrofon mit den Passanten kommuniziert.

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Reiner soll unterhalten, ans Wegwerfen erinnern und auf die 22.500 Papierkörbe in Berlin aufmerksam machen. Fast überall steht also ein Mülleimer in der Nähe, genutzt wird er allerdings nicht immer.

Das Thema Müll wird vor allem jetzt wieder wichtig, da es wärmer wird und immer mehr Leute draußen Zeit verbringen – zum Kaffeetrinken, abends bei einem Bier oder zum Grillen. Zum Auftakt der diesjährigen Müll-Saison ließ sich Rainer Anfang April schon auf der "Schönen Party" in der Kalkscheune blicken.

Von nun an wird der Roboter-Mülleimer wieder überall dort auftauchen, wo viele Menschen sind: zum Karneval der Kulturen, beim Christopher Street Day sowie beim Public Viewing der Fußball-EM wird Reiner verkleidet anzutreffen sein – im Samba-Outfit, als Fußballfan oder stilecht zum CSD im Leder-Outfit.

BSR, Fotograf: André Wagenzik, Peperoni
Die nächsten Einsätze von Reiner sind am 30.04. auf dem Gallery Weekend in Mitte und am 01.05. zum Tag der Arbeit Unter den Linden.


Dieser Beitrag wurde von der BSR gesponsert.

Bilder: © BSR, Fotograf: André Wagenzik, Peperoni

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