11 ziemlich gute BBQ-Restaurants in Berlin

Kaum lugen die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke, kramt ein jeder seinen klapprigen Grill aus dem Keller, um ihn von den Spuren des letzten Sommers zu befreien. Dabei könnte man sich die Mühe sparen und einfach grillen lassen. Dafür haben wir euch die besten Orte der Stadt für ein anständiges BBQ rausgesucht. Da ist für jeden Fleisch-Geschmack was dabei. Also: (S)Teak it easy!

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© Milena Zwerenz Thailändisches BBQ im Khwan

Das Khwan auf dem RAW-Gelände passt in keine Schublade. In dem Restaurant von David Chien und Daniel Lambert, die davor lange in der Berliner Streetfood-Szene tätig waren, bekommt ihr thailändisches BBQ aus besten Produkten und Zutaten. Hier kommt nichts aus der Dose, alle Currypasten und Kräutermixe sind hausgemacht. Das Fleisch kommt aus Berlin und dem Umland, die Würstchen vom Sausage Man, die Austern von Küstlichkeiten. Wer bei BBQ bisher immer nur an gegrilltes Fleisch gedacht hat, wird bei David und Daniel eines besseren belehrt.

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© greenzowie | FlickrCC BY-NC-ND 2.0 Chicago-Style Ribs bei Chicago Williams BBQ essen

Bereits seit vier Jahren gibt es die Vorreiter in Sachen Smoken, Grillen, Zupfen, Wursten, Stopfen, Braten, Glasieren und Rösten. Chicago-Style Ribs, Pastrami, hervorragende Merguez, das verheißungsvolle “Porn Rib”-Sandwich und natürlich Pulled Pork – hier wird alles geboten, und es schmeckt exzellent. Gebettet ist die Fleischschlacht in einem stylischen Lokal mit viel Holz, aus dem Hahn kommt deutsches Craft Beer, und in den Mund jetzt noch ein großes Stück NY-Cheesecampfmpfmmampf.

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© Dinah & Daliah Hoffmann Selbst grillen bei FES Turkish BBQ

Geselliges grillen auf Türkisch, dabei hat hier der Gast die Zange in der Hand: Tischgrills bringen zarte Lammrücken, Black Angus Beef-Steaks oder mariniertes Hähnchen auf die persönliche Wohlfühltemperatur. Draußen sitzen kann man auch, vis-a-vis zur Kirche am Südstern. Unbedingt die hervorragenden türkischen Tapas (Humus! Pilaki!) probieren.

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© Chris Lippert American BBQ bei Blackbeards

Die Amerikaner verstehen keinen Spaß, wenn es um ihre fast schon religiös zelebrierten BBQ-Rituale geht. Das holzig-schummerige Blackbeards in Prenzlauer Berg nimmt sich diesen Kult zum Vorbild und liefert seit ca. einem halben Jahr ausgezeichnete Spare Ribs, Chicken Wings und mehr. Würzig, zart, vom Knochen fallend und so seidig glasiert, dass du dich im/am Rippchen spiegeln kannst, wenn du denn willst (willst du). Und solange die angekündigte Baustelle nicht da ist, kann man noch in der Sonne “feasten”.

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© Chris Lippert BBQ auf Japanisch bei Ushido Japanese BBQ

Auch in Japan wird gegrillt. Das nennt man dann „Yakiniku“, „gegrilltes Fleisch“. Im Ushido in Prenzlauer Berg geht es allerdings etwas feiner zur Sache: Nur die besten Stücke von Rind, Schwein und Huhn kommen auf den hyper-modernen Tischgrill (Einzelheiten beim Personal erfragen, es lohnt sich!). Sogar Stücke vom Wagyu, dem Rind aller Rinder mit der feinsten Maserung, sind im Angebot, ebenso wie eine gute Sake-Auswahl. Hervorragend und absolut authentisch sind auch die Beilagen, allen voran das Karaage und der japanische Kartoffelsalat (originelle, japanische Übersetzung: „Poteto Sarada“). Das Interieur selbst ist sehr schick, durchgestylt - und auch bei den Japanern sehr gefragt. Im Sommer soll man laut Personal die Prenzlberger Luft mit feinstem Grillduft vor dem Restaurant bereichern können. Unbedingt reservieren!

  • Ushido Japanese BBQ
  • Lychener Str. 18, 10437 Berlin
  • Lunch: Montag – Donnerstag: 12–14.30 Uhr, Dinner: Montag – Donnerstag: 18–23 Uhr, Freitag: 18–0 Uhr, Samstag: 17–0 Uhr, Sonntag: 17–23 Uhr
  • Mehr Info
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© Hanok Grill und Restaurant/ Facebook Südkoreanische Küche im Hanok Grill & Restaurant

Für viele der beste, weil authentischste Südkoreaner Berlins. Neben Klassikern wie Bibimbap, Kimchi und Don Ggas (Paniertes) bringen vor allen Dingen das tischgegrillte Bulgogi, die Hanok-Style Spare-Ribs oder die für Schärfeliebhaber durchaus grenzerfahrungsbereichernden Feuertöpfe so richtig gut gelaunte rote Wangen in deine Grillrunde. Auf westliche Zimperlichkeit wird hier verzichtet, das Personal gibt Wünsche nach etwas weniger Hals-Rachen-Brand aber gerne weiter. Der hübsche Raum ist eher minimalistisch eingerichtet, nach Seoulschem Vorbild, und eine kleine Straßenterrasse gibt es auch. Eine Reservierung ist empfehlenswert, vor allen Dingen zur IFA – da sprudelt es hier nur so vor original-koreanischer Ausgelassenheit!

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© Charlott Tornow Pignut BBQ in der Arminiusmarkthalle

Klein aber fein: In der großen Arminiushalle bringt Pignut BBQ seit 2014 die Südstaaten nach Moabit. Besonders pervers-köstlich: Das Pulled-Pork-Burger und die Rippchen. Nach stundenlangem Smoken mit Pignut-Hickory-Holz (auf Deutsch, nicht lachen: “Ferkelnussbaum”) vereint sich das gezupfte, Höllische… äh… Hällische Landschweinefleisch in inniger Leidenschaft mit der hausgemachten BBQ-Marinade. Heraus kommt ein schlotzig-herzhafter Burger ohne Makel. Dazu knusprige, hausgemachte Pommes und drei verschiedene, exzellente Saucen sowie die erfrischenden Eistees. Hin da!

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Kimchi Princess, 40 Days of Eating

© Leif Osthoff Bibimbap und Kimchiliebe im Kimchi Princess

Braucht man eigentlich nicht viel zu sagen: Wer ins Kimchi geht, is(s)t bestimmt nicht das erste mal hier. Die fermentierte koreanische Prinzessin hat sich über die letzten Jahre zum Anlaufpunkt für alle Fressverrückten entwickelt, die sich an langen Tafeln und mit maximalem “Sehen und gesehen werden”-Faktor die leckeren Tischgrill- und Feuertopf-Gerichte (oder die Vielzahl anderer südkoreanischer Klassiker) einverleiben wollen. Mittlerweile gehen aber auch die Vegetarier, Veganer und auch Kinder (dank des “Kids Menu”) nicht hungrig nach Hause. Die Atmosphäre ist wuselig, der Laden meistens rappelvoll – und eine Reservierung empfehlenswert.

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© Chris Lippert Grillhähnchen bei City Chicken auf der Sonnenallee

Eine Berliner Institution in Sachen Grillhähnchen in Neukölln. Hier stimmt einfach alles: Außen knusprig, innen saftig. Die Knoblauchsoße passt bestens und ist Pflichtprogramm (wichtige Meetings, Bewerbungsgespräche oder Tinder-Dates sollten man dann allerdings vertagen). Wer auf das Feeling der wuseligen Sonnenallee steht, kann auch draußen sitzen. Dazu ein fairer Preis und zotiges Personal – ein ehrliches Hähnchen eben!

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© Mmaah/Presse Koreanisches BBQ bei Mmaah in Schöneberg

Das Mmaah verkauft koreanisches BBQ und macht schon länger “Aaah” mit seinen drei Filialen am Columbiadamm und Kiehlufer in Neukölln, sowie im Westen am Nollendorfplatz. Die Location am Nollendorfplatz ist etwas größer als die anderen, ansonsten bleibt alles gleich. Gleiche Preise, gleiche Qualität, gleiche Liebe. Auf der Karte stehen also wieder u.a. Bulgogi BBQ, mariniertes Rindfleisch auf Reis und Salat, oder Mandu, koreanische Teigtaschen mit Gemüse-Glasnudel-Füllung. Noms.

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© Coreana/ Facebook Rindfleisch und Gemüse grillen in schicker Atmosphäre bei Coreana

Die Koreaner lieben ihren Tischgrill. Und die Berliner lieben Koreanisch. Richtig gut beispielsweise ist das Coreana in Steglitz. Leutseliges Tischgrillen von Rindfleisch und Gemüse in schickem Ambiente, dazu eine offene Küche falls mal der Gesprächsstoff ausgehen sollte. Es gebietet allein schon der Respekt zum Tier, die hauchdünnen und intensiven Rindfleisch-Scheiben nicht schuhsohlig durchzubraten – wenigstens auf rosa sollte man sich einigen. Kleine, aber ausgewählte Karte, nettes Personal, tolle Atmosphäre!

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