11 Restaurants auf der Kantstraße, die ihr ausprobieren müsst

Viele Berliner und Touris stempeln die Kantstraße als Asia-Fressmeile ab. Japanisch, koreanisch, vietnamesisch, chinesisch, alles nur wenige Meter voneinander entfernt und vieles ziemlich gut. Dabei hat sie kulinarisch so viel mehr drauf als Hähnchen süß-sauer und Feuertopf. Hier sind unsere 11 Tipps für die Kantstraße, die euren Gaumen verzücken werden und euch kulinarisch einmal um die Welt reisen lassen.

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© Daliah Hoffmann Croissants und Tartes bei Aux Delices Normands

Pünktlich zum Wochenende tummeln sich Stammkunden und Nachbarn im Aux Delices Normands um ihre Lieblingsbrötchen, Croissants, Brote und Tartes für das Familienfrühstück oder Geburtstage vorzubestellen. Bei einem Spontanbesuch am Sonntagmittag kann es da schon mal vorkommen, dass man auf fast leere Vitrinen und Brotregale starrt. Wie war das nochmal? Der frühe Vogel kauft das frische Brot? Die französische Bäckerei mit Café ist ein richtiger Kantstraßen-Oldie und setzt auf Klassiker. Unser Favorit: Himbeertarte! Die sieht schon fast zu schön aus, um sie zu essen, schmeckt aber viel zu gut, um es nicht zu tun.

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© Selig/Facebook Leckere Sichuan- und Hunanküche im Selig

Wer Bock auf traditionelle und echt leckere Sichuan- und Hunan-Küche hat und sich in Berlins “Asia Town” aka der Kantstraße herumtreibt, der ist im Selig gut aufgehoben. An Chili und Pfeffer wird hier nicht gespart, dafür aber an dem typischen Kitsch chinesischer Restaurants. Die selbstgemachten Bandnudeln gehen immer und die gebratenen Rindfleischstreifen lassen selbst geübte Scharfesser schwitzen. Wenn ihr zum Mittagessen kommt, schlürfen hier überwiegend junge Berliner Chinesen die Nudeln aus der Suppe. Das macht das Selig noch authentischer. Auf die Stäbchen, fertig, los.

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© Daliah Hoffmann Türkisches Essen bei Mezem

Wenn ihr euch wie von einer türkischen Mama bekochen lassen wollt, dann ab mit euch zu Mezem. Das kleine Restaurant mit Imbiss-Flair ist die perfekte "Ich hab Mittagspause, nicht viel Zeit, aber echt viel Hunger"-Lösung. Bei einer so großen Auswahl an kalten und warmen Speisen, die das Schaufenster in ein Schlaraffenland verwandeln, läuft so manch einem das Wasser im Mund zusammen. Alles selbst gekocht, ganz frisch zubereitet und mit viel Liebe, das schmeckt man. Zeigt auf die Gerichte, die ihr haben wollt, nehmt euch etwas Fladenbrot und haut rein. To-Go geht auch, nur verpasst ihr dann den türkischen Tee, den es bei Mezem nach jedem Essen aufs Haus gibt.

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© Alper Çuğun | FlickrCC BY 2.0 Authentische asiatische Küche in Lon-Men’s Noodle House

Wer auf authentische asiatische Küche steht, kommt in Berlin nicht um Lon Men's in der Kantstraße herum. Hinter einem schlichten Äußeren verbirgt sich ein echtes taiwanesisches Original. Besonders zu empfehlen: Die verschiedenen Nudelsuppen und die Dim Sum.

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© DAO/Facebook Thailändisches Glück im Dao

Bei einem Essen im Dao schickt ihr eure Geschmacksnerven auf eine Reise nach Thailand. Gut möglich, dass euch die Qualität und der Geschmack im Dao so versaut, dass ihr danach bei keinem anderen thailändischen Restaurant jenseits von Bangkok, Ko Samui und Co. mehr glücklich werdet. Da ist es doch echt praktisch, dass ein Ticket zur Kantstraße nur 2,70 € kostet. Vom klassischen Eierreis, über diverse Fisch- und Fleischgerichte bis hin zu veganen Varianten mit Tofu hat die Speisekarte einiges zu bieten, inklusive Schluckauf dank Chili-Overload, wenn ihr es drauf anlegen wollt. Authentisch und aus gutem Grund gehypt.

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© Daliah Hoffmann Sharing is Caring im 893 Ryōtei

Zu keinem anderen Restaurant auf der Kantstraße passt der Satz “Außen pfui, innen hui” besser als zum 893 Ryōtei. Wo früher eine Schlecker-Filiale war, wird heute bei schummerigem Licht vor der offenen Küche gegessen. Fleisch und Fisch vom Feinsten, das Interieur top durchgestylt und die Atmosphäre gelassen-cool. Der Sashimi-Salat hat eine 1+ mit Sternchen verdient und die Portionen sind perfekt zum Teilen. Also auch hier gilt: Sharing is caring. Hinter dem schicken Schuppen steckt übrigens der Gastrogott, der euch unter anderem schon das Kuchi, Madame Ngo (beide nur einen Katzensprung entfernt) und das Cocolo Ramen in Kreuzberg geschenkt hat.

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© maggie-moo | FlickrCC BY 2.0 Französische Küche in der Paris Bar

Eigentlich ist die Paris Bar keine Bar, sondern ein französisches Restaurant, wo das Essen aber eher im Hintergrund steht. In dieser Institution geht es vor allem darum, zu sehen und gesehen zu werden. Prominente (von A- bis Z-Promi) und Künstler aus aller Welt schütteln sich hier die Hand. Die Wände sind voller Gemälde, was dem Ganzen eine Galerieatmosphäre verleiht. Es kann auch schon mal vorkommen, dass einer der Maler der Typ an der Bar ist, in schwarz gekleidet und Zigarre paffend. Klingt vielleicht abschreckend arrogant, ist aber ein absoluter Klassiker in Berlin und auf jeden Fall einen Besuch wert. Ach ja, und das Essen ist auch ganz lecker. Französische Pommes frites, dünn, knusprig – und jeder ist glücklich!

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© Daliah Hoffmann Madame Ngo zaubert Pho auf den Tisch

Madame Ngo zaubert euch jeden Tag ziemlich leckere Phos auf den Tisch. Neben obligatorischen Zutaten wie Reisnudeln, Zwiebeln, Koriander und – welch Überraschung – Brühe, könnt ihr zwischen ziemlich vielen verschiedenen Sorten Fleisch wählen. Egal ob Huhn, Schwein oder Rind, Filet, Steak oder Bällchen, die Auswahl ist groß. Ganz günstig sind die Süppchen zwar nicht, aber gutes Fleisch hat eben seinen Preis. Vegetarische und vegane Alternativen gibt's leider etwas wenig, eine, um genau zu sein.

9

© Daliah Hoffmann Popcorn im Kant Kino

Im Kant Kino kommt es häufiger vor, dass an der Kasse nur eine Tüte Popcorn bestellt wird und der Kunde dann, schon die ersten gepufften Maiskörner naschend, das Kino wieder verlässt. Pappiges und trockenes Popcorn, wie wir es aus den großen Kinos gewohnt sind, kommt im Kant Kino bei keinem in die Tüte. Hier popt das Korn noch wie Popcorn eben sein soll, knackig und perfekt karamellisiert, und irgendwie schmeckt es auch ein bisschen nach Zimt – auf jeden Fall verdammt lecker. Wer es lieber salzig mag, dem bleiben Nüsse und Chips.

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© Sofitel Berlin Kurfürstendamm Das Gefühl für Raum und Zeit im Schwarzen Café verlieren

Sollte es euch eines Abends nach Charlottenburg verschlagen und ihr etwas mehr Zeit haben, müsst ihr unbedingt im Schwarzen Café vorbei schauen. Das Restaurant war früher mal ein Bordell und ist mittlerweile eine Institution, besonders weil es wirklich rund um die Uhr geöffnet hat. Ihr könnt hier also zu jeder Tageszeit absteigen und dem Tag oder der Nacht Hallo sagen.

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© Daliah Hoffmann Neapolitanische Pizza essen bei Vadoli

Im Vadoli bekommt ihr neapolitanische Pizza mit den besten Zutaten aus Bella Italia. Die Karte ist mit zehn Pizzen und fünf Salaten eher einfach gehalten, sich zu entscheiden fällt trotzdem schwer. Neben den Klassikern könnt ihr hier auch eine vegane Variante mit Oliven und Knoblauchpaste (hmm, Knoblauch!) essen und verdammt leckere weiße Pizzen. Der Teig ist 1A, der selbstgebaute Ofen sorgt dafür, dass sie super schnell fertig und der große Hunger damit schnell gestillt ist. Das Ganze könnt ihr auch zu Hause genießen, mit dem Versprechen, dass die Pizza genau so ankommt, als wäre sie eben erst aus dem Ofen gekommen. Lecker!

Den Guide haben die zwei hübschen und hungrigen Schwestern "Two Hungry Sisters on Tour" geschrieben, die sich im Berliner Westen bestens auskennen.

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