11 Dinge, die ihr immer in Bukarest machen könnt

Bukarest ist eine entspannte, vielfältige und offene Metropole, in der man gut für ein paar Tage auf Entdeckungstour gehen kann. Streunende Hunderudel, die früher oft in der rumänischen Hauptstadt auftauchten, sucht man zum Glück vergebens, und das Stadtbild ist längst nicht mehr vom Verfall geprägt – überall wird gehämmert, gestrichen und gebaut.

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© Lena van Ginkel Schlendern durch Bukarests Altstadt

Nirgendwo ist der bunte Architekturmix von Bukarest so präsent wie hier: Renovierte Gebäude neben halben Ruinen, alte Prachtbauten und enge Gässchen, historische Kirchen und ein paar moderne Gebäude stapeln sich bunt neben- und übereinander. Mitten in der Altstadt liegt die mit Restaurants und Cafés vollgestopfte Lipscani-Straße. Hier ist eigentlich immer etwas los, ob mittags, abends oder nachts.

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© Lena van Ginkel Flanieren in der Macca Villarosse Passage

Das “Paris des Ostens” hat auch ein paar alte Passagen, durch die es sich prächtig flanieren lässt. In der Macca Villarosse Passage, von der breiten Victorei Straße leicht zu finden, reihen sich Cafés aneinander. Man kann schön Leute beobachten und auch die Rotunde am hinteren Ende mit ihren bunten Glasfenstern ist sehenswert.

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© Lena van Ginkel Besuch in der Kirche San Stavropoleus

Bukarest hat viele orthodoxe Kirchen, oft erstaunlich in Innenhöfen von Plattenbauten eingepfercht. Diese hier hat etwas mehr Luft, besonders schöne Fresken und sogar einen kleinen Innenhof mit Kreuzgang, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Gut geeignet, um einmal durchzuatmen und sich für den nächsten Streifzug durch das Gewusel der Altstadt zu wappnen.

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© Lena van Ginkel Spaziergang im Cismigiu Park

Es gibt nicht viele Grünflächen in der Innenstadt, dieser Park ist dafür aber besonders schön: Beschwingt spaziert es sich hier durch Alleen mit grünen Blattdächern, vorbei an einem See mit Bötchen und verschnörkelten Brücken. Auf den vielen Bänken kommt man leicht mit Leuten ins Gespräch.

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© Lena van Ginkel Besichtigung des Parlamentspalasts

Um diesen Koloss, die Verkörperung des Egotrips Ceausescus, kommt man bei einem Bukarest-Besuch buchstäblich kaum herum. Nach dem Pentagon das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt, strotzt der Klotz nur von aberwitzigen Statistiken wie eine jährliche Stromrechnung von 1,7 Milliarden Euro. Ein Besuch lohnt sich sehr, zum einen, um die Dimensionen zu erahnen, aber auch, weil es auf dem Palast eine der wenigen Aussichtsplattformen mit Stadtpanorama gibt.

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© Lena van Ginkel Nachtspaziergang auf dem Boulevard Unirii

Der riesige Boulevard Unirii lädt nachts zu einem Spaziergang ein. Die Brunnenachse in der Mitte wird kitschig regenbogenfarben beleuchtet und die Piata Unirii sieht mit ihren blinkenden Werbetafeln an den Fassaden und auf den kommunistischen Prachtbauten aus wie der Time Square… äh, naja… fast! Am Ende der Achse thront hell beleuchtet der Parlamentspalast. Rechts und links vom Boulevard sind die kleinen Straßen in ein nostalgisches gelbes Licht getaucht, das einen seltsamen Kontrast zu dem Bling Bling des Prachtboulevards bildet.

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© Lena van Ginkel Besuch im Museum für Moderne Kunst (MNAC)

Auf der Rückseite vom Parlamentspalast liegt das Moderne Kunstmuseum von Bukarest. Die ausgestellten Kunstwerke sind bunt gemischt und manches mag nicht unbedingt den Geschmack treffen, aber insgesamt ist ein Besuch im MNAC lohnenswert. Auf diesem Weg bekommt man auch einen kleinen Einblick in die Architektur des Parlamentspalasts und kann eine schöne Aussicht vom Dach erhaschen, wenn das Café geöffnet ist.

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© Lena van Ginkel Rumänisch essen im Caru cu Bere

Gute traditionelle rumänische Küche ist in Bukarest erstaunlich schwer zu finden und so wundert der große Touristenandrang hier nicht. Besser reservieren! Im inneren der traditionellen Bierhalle macht man unter einer holzschnitzerei- und freskenverzierten Decke große Augen und auch eine kleine Zeitreise – seit 1879 wird hier schon getrunken und gegessen. Das Essen ist auch sehr lecker – wenn auch etwas teurer als sonst in der Altstadt.

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Lunchen im Café Arome

Eine schöne vegetarische Lunchmöglichkeit bietet das helle und freundliche Café Arome. Die Sandwiches und Suppen sind sehr deftig und farbenfroh und werden auch Nicht-Vegetarier glücklich machen. Naschkatzen werden von dem großen Angebot an Nachtisch und Kuchen begeistert sein.

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© Lena van Ginkel Katzen streicheln im Katzencafé Miau

Dieses kleine, skurrile Café ist etwas ab vom Schuss in einer eher tristen Gegend, lohnt aber den kleinen Ausflug: Auf den Sofas hüpfen Katzen über knutschende Pärchen, es gibt eine Riesenauswahl an Heißgetränken und man kann sich die Zeit prima mit Brettspielen und natürlich Katzen streicheln vertreiben. Grade für regnerische Nachmittage toll, da man sich direkt zu Hause fühlt und auch schnell neue Menschen und Tiere kennen lernt. Meoooow!

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© Charlott Tornow Ausflug zum Peles Schloss in Sinaia

Wenn man einmal genug von Bukarests Betonwüsten hat, ist ein Ausflug zum 130km entferntem Peles Schloss genau das Richtige. Mitten in den transsilvanischen Karpaten steht die Sommerresidenz des ersten Rumänischen Königs. Von Außen erinnert der Bau aus der Neorenaissance an ein Fachwerkhaus, innen gibt es prachtvolle dunkle Holzvertäfelungen und Einrichtungsgegenstände zu bewundern. In Sonnenschein leuchtet das Anwesen und die Landschaft drum herum freundlich, bei schlechtem Wetter und Nebel wird die Stimmung schaurig schön.

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