Abendbrot mit Aida #6 – Core im Prenzlauer Berg

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Bis ich nach Berlin gezogen bin, hatte ich von koreanischem Essen überhaupt keine Ahnung. Aber wie hat sich das in den letzten Jahren geändert! Bibimbap und Mandu, Kimchi und Lotuswurzel sind meine besten Freunde geworden. Nicht unerheblich an diesem Wandel beteiligt war meine Freundin Ubin, deren Mutter das kleine koreanische Restaurant Core in der Pappelallee führt. Essen wie bei Muttern also im wahrsten Sinne des Wortes! Aber nicht nur für Freunde ist die Atmosphäre familiär, sondern für jeden Gast: Nicht umsonst ist meist der erste Satz in Kritiken über den Laden, dass hier «Mutti koche» oder eben, dass es so familiär zugehe. Viele Gäste sind Stammgäste und wer zum ersten Mal da ist, wird bald einer.

Was das Core von vielen anderen koreanischen Restaurants in Berlin unterscheidet, ist dass es hier ausschließlich koreanisches Küche gibt. Nichts anderes. Kein Chop Suey kein Sushi. Aber die gute koreanische Hausmannskost, wie sie auch daheim aufgetischt wird. Suppen und Eintöpfe, Reisgerichte und viele kleine Beilagen. Besonders schön: Hier wird besonders großer Wert auf vegetarische Küche gelegt, Fleisch kann man sich oft noch dazubestellen. Und auch auf Glutenunverträglichkeit wird Rücksicht genommen. Glutamat ist hier sowieso tabu. Ausreden gibt es also keine!

Die Einrichtung ist schick und gemütlich, aber ohne viel Chichi. Viel Holz, viel warmes Licht, keine abgefahrene Innenarchitektur und keine Bibeltapete an der Wand. Alles sehr angenehm unaufgeregt. Mein Tipp: Zum Einstieg Mandu knabbern, das sind kleine Teigtaschen mit Gemüsefüllung, dann Bibimbap bestellen, aber unbedingt im Steintopf, und ganz viele Beilagen dazu. Bibimbap ist sowas wie die koreanische Nationalspeise: Frisches Gemüse und nach Wunsch auch Rindfleisch auf Reis gestapelt mit einem Spiegelei obenauf. Kochend heiß serviert mit scharfer Soße zum selber mischen und verrühren. Dazu gibt es hausgemachtes Kimchi, scharfes koreanisches Sauerkraut und noch viele weitere Kleinigkeiten, die man extra bestellen kann: Geschmorte Lotuswurzel, gedämpfte Zucchini, karamellisierte Sojabohnen oder in Sojasauce geschmorte Erdnüsse. Auch die anderen Gerichte können sich absolut sehen lassen – und Chili-Phobiker wie ich können alles auch extra-mild bestellen, denn die koreanische Küche kann an und für sich sehr, sehr scharf sein.

Also, wer von Ubins Mama bekocht werden will – hin da. Am besten mit zusammen mit der eigenen Mama.

Core | Pappelallee 84 | 10437 Berlin | Mo – Fr 12 – 22 Uhr, Sa 17 – 22 Uhr

Wer bis zum nächsten Abendbrot noch mehr mit Aida futtern möchte, dem sei ihr Blog Improkitchen an den Magen gelegt.

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