Montag, 27.08. »Soll mir lieber Goya den Schlaf rauben als irgendein Arschloch« – Schaubühne

»Scheiße! Wenn ich schon ne Nacht nicht schlafen kann, dann wenigstens wegen nem Gemälde von Goya.« Punkt. Das ist im Großen und Ganzen der Inhalt des Stücks »Soll mir lieber Goya den Schlaf rauben als irgendein Arschloch« von Rodrigo García, das momentan ebenfalls unter seiner eigenen Regie an der Schaubühne inszeniert wird.

Die Story sieht im Groben so aus: Ein Familienvater mietet mit all seine Ersparnisse ein Taxi, schnappt sich seine beiden Söhne, Schnaps, Drogen und Proviant, um in den Prado in Madrid einzubrechen und sich dort vor den Gemälden Goyas zu fürchten. Die Kinder haben nur leider nicht so richtig Lust und auch Peter Sloterdijk erleichtert die Reise nicht.

Wenn ich euch jetzt noch verrate, dass das Stück eigentlich ein Lars Eidinger -Ein-Mann-Stück ist, dann versteht man nichts mehr. Familienvater, zwei Söhne, Peter Sloterdijk und nur Lars Eidinger auf der Bühne? Es geht auf. Und es geht sogar sehr gut. Es ist wirklich eines der wunderbarsten und unterhaltsamsten Stücke, das ich in den letzten Jahren gesehen habe. Das Bühnenbild ist fantastisch, und Eidinger sowieso. Ist die Stimmung mal fast unerträglich melancholisch, so fühlt man sich in der nächsten Sekunde wie mitten im Berghain. Mehr verrate ich jetzt nicht. Einfach anschauen. Und für alle die, die selten ins Theater gehen, weil im Kino die 120 Minuten schon fast zu lang sind: Dieses Stück ist angenehm kurz.

Schaubühne: Kurfürstendamm 153 | Beginn: 20 Uhr | Tickets: ab 8 Euro

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