11 Dinge, die ihr in Leipzig immer machen könnt

Vier Jahre habe ich in Leipzig gelebt. Bin vom vermeintlichen “Brennpunkt” Eisenbahnstraße bis ins Familienparadies Schleußig gezogen und habe gemerkt, dass man nicht anders kann, als dieser Stadt zu verfallen. Wie soll man das nur in 11 Tipps packen? Leipzig ist nicht zu groß, nicht zu klein, verändert sich jeden Tag und wollte tatsächlich mal die Olympischen Spiele austragen. Wie wunderbar verrückt! Ihr erreicht alles mit dem Fahrrad und lernt blitzschnell, was euch die Menschen mit “Ei Forrbibbsch” eigentlich sagen wollen. Und nein, Leipzig ist nicht das neue Berlin. Es ist einfach nur Leipzig.

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© PercyGermany | FlickrCC BY-NC-ND 2.0 Die Stadt auf dem Fockeberg von oben sehen

Eine Stadt guckt man sich ja immer gern als erstes von oben an. Natürlich könnt ihr auch auf den MDR-Turm im Zentrum fahren, aber das kostet 3 Euro Eintritt. In der Stadt sieht man den Fockeberg gar nicht, dafür ist die Aussicht umso besser: Ganz Leipzig liegt euch zu Füßen und mit etwas Glück erlebt ihr das Seifenkistenrennen, das hier jährlich stattfindet.

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© PercyGermany | FlickrCC BY-NC-ND 2.0 Radtour zum Cospudener See

Ein bisschen Urlaub am Strand gefällig? Den Cospudener See erreicht ihr über tausend Wege, aber am besten nehmt ihr das Fahrrad. Mein Favorit: von der Südvorstadt aus über die Richard-Lehmann-Straße nach Süden, rein in den Leipziger Auenwald, vorbei am Wildgatter über den Equipagenweg. Zack, schon seid ihr am Nordstrand, aber fahrt lieber noch weiter um den See, bis die kleinen Buchten am Weststrand zu sehen sind.

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© Julia Justus Ins Wochenende tanzen bei “Friday On My Mind” im Ilses Erika

Ich habe hier ein paar meiner besten und schlechtesten Abende verbracht, daher gibt es leider keine Garantie für einen guten Abend, aber ein Besuch lohnt sich immer! Das Ilses Erika ist so groß wie eure WG und eingerichtet wie das Wohnzimmer eurer Großeltern. Bestens! Jeden Donnerstag wird das Wochenende bei “Friday On My Mind” eingeläutet. Trinkt eine Gisela an der Bar, hört Märchenkassetten auf der Toilette und tanzt, bis der Schweiß von der Decke tropft.

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© Pexels Geheimtipps entdecken

Jedes Mal, wenn ich wieder zu Besuch in Leipzig bin, entdecke ich neue Biergärten, Cafés, Eis- oder Plattenläden. Nehmt euch also Zeit und lauft einfach drauf los, auch in die Nebengassen, Hinterhöfe und Stadtteile weiter draußen. Den schönsten Biergarten gibt es angeblich im “Substanz” in Reudnitz, köstliche Ice Pops bei “Mashalls Mum” in der Nähe vom Südplatz und den besten Krimskrams im “TschauTschüssi” am Bayrischen Platz.

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© Alexander Clich Konzerte besuchen im UT Connewitz

Ihr werdet wenig schönere Konzert-Locations finden als das UT Connewitz. Es ist eines der ältesten Lichtspieltheater Deutschlands und zu großen Teilen noch im Originalzustand von 1912. Zu jedem Besuch im UT gehört auch ein Abstecher ins deli direkt nebenan. Hier bekommt ihr ein paar der allerbesten Burger der Welt! Bestellt einen Sojasteakburger und ihr werdet nie wieder etwas anderes essen wollen.

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© LE Mon. hist. | FlickrCC BY 2.0 Kunst erleben im Künstlerhaus HELD

Der Überraschungseffekt am Künstlerhaus HELD ist groß: Man weiß nie, was einen erwartet, und ob das Haus in einem halben Jahr noch so genutzt wird wie beim letzten Besuch. Fünf Etagen und ca. 2500m² Nutzfläche stehen im Kaufhaus HELD bereit für Kunst und Kreativität. Von groß angelegten Modenschauen, Galeriekonzepten bis hin zu Biergarten-Eröffnungen ziehen sich die Spuren des Künstlerhauses durch die ganze Stadt.

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© Anne-Katrin Hutschenreuter Den Abend am Völkerschlachtdenkmal ausklingen lassen

Das Völkerschlachtdenkmal ist nicht unbedingt das eleganteste Denkmal, aber es ist tatsächlich das größte Nationaldenkmal Europas. Geht auf jeden Fall auf die Aussichtsplattform und wenn ihr gerade so richtig Bock auf Romantik habt, dann guckt euch von hier aus den Sonnenuntergang an. Zieht immer!

  • Mit der Tram 2 oder 15 bis Leipzig Völkerschlachtdenkmal, ab dort zu Fuß
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© !Koss | FlickrCC BY-ND 2.0 Picknicken im Clara-Zetkin-Park

Im Musikpavillon spielt meistens eine Liveband. Wenn die euch nicht zusagt, spielen ja vielleicht gerade The National oder Toto auf der Parkbühne nebenan. Nein? Dann ab zur Sachsenbrücke, die auch gern “Hipsterbrücke” genannt wird. Nennt sie, wie ihr wollt, aber kauft ein Eis beim Bellissimo-Eiswagen und findet euren Lieblingsplatz am Wasser.

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© Gloria Rauch Spaziergang auf der Karli

Die Karl-Liebknecht-Straße, kurz Karli, ist die Straße mit gefühlt mehr Bars als Wohnungen. Ihr solltet sie am besten einmal hoch- und runterlaufen. Beginnt ihr von der Innenstadt, könnte das beispielsweise so aussehen: erstmal auf ein Bier ins Café Waldi, danach ein irisches Fassbier im Killywilly und beim Burgermeister am Südplatz wieder zu Kräften kommen. Das nächste Bier gibt es im Puschkin. Dann weiter auf einen Absacker ins Hotel Seeblick. Huch, das war aber viel Bier.

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© Kerstin Musl Tanzen auf dem Elektro Open Air

Dort, wo sich Hase und Igel Gute Nacht sagen, legen “Herr Fuchs & Frau Elster” erst richtig los bzw. auf. Im Sommer vergeht kein Wochenende, an dem nicht irgendwo zwischen Koburger Brücke, Nonnenwiese und Palmengarten heimlich im Freien getanzt wird. Besonders liebevoll gestaltet ist der elektronische “Märchentanz” an der Hacienda Cospuden direkt am See.

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© Julia Justus Rund um den Karl-Heine-Kanal

Entweder lauft ihr den Kanal entlang oder leiht euch ein Boot aus. Ihr kommt unter anderem am Kunstquartier und Club Westwerk vorbei und könnt die Galerien in der Leipziger Baumwollspinnerei erkunden. Auf der Erich-Zeigner-Allee befindet sich auch das Online-Radio detektor.fm, wo ab und zu abends gemütliche Studiokonzerte stattfinden.

  • Mit der Tram 3 bis Elster-Passage, ab dort zu Fuß
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