Der Nachlass der umstrittenen Regisseurin Leni Riefenstahl kommt nach Berlin

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Die 2003 verstorbene Filmregisseurin und Fotografin Leni Riefenstahl gilt als eine der umstrittensten Persönlichkeiten der Filmgeschichte. Auf ästhetischer Ebene werden ihre Werke noch heute als revolutionär betrachtet, auf politischer und moralischer Ebene jedoch stehen sie in der Kritik, da sie zum Propagandaapparat der Nationalsozialisten gehörten. Sie drehte im Auftrag von Hitler und Goebbels mehrere Propagandafilme; auf dem Höhepunkt ihrer Karriere dokumentierte sie die Olympischen Spiele in Berlin 1936.

Bis zu dessen Tod vor zwei Jahren hatte sich ihr Nachlass im Besitz von Leni Riefenstahls 40 Jahre jüngerem Ehemann befunden. Nun ging der gesamte Nachlass der Regisseurin an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Es handelt sich dabei um eine äußerst umfangreiche Sammlung von Fotografien, Filmsequenzen, Manuskripten, Briefen, Akten und anderen Dokumenten. Die Stiftung Deutsche Kinemathek und die Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek sollen Teile der Sammlung betreuen, im Museum für Fotografie wird das fotografische Werk zu sehen sein. Die Stiftung teilte bereits mit, dass die Aufarbeitung und Ausstellung des Materials besonders mit kritischem Blick auf die Rolle Riefenstahls im Nationalsozialismus geschehen soll.

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