Was kann ich tun, wenn mein Kind nicht verlieren kann?

© Matze Hielscher

Wie spricht man am besten über Herausforderungen im Familienalltag? Viele Eltern treiben die gleichen Sorgen um, auf der Suche nach Lösungen lesen sie einen Ratgeber nach dem anderen. Jede*r hat eine andere Vorstellung von Erziehung und nur selten werden Ängste und Sorgen offen ausgesprochen. Im Familienrat-Podcast besuchen wir regelmäßig die Diplompädagogin Katia Saalfrank und stellen der Expertin eure Fragen rund um Erziehung und Familienleben.

Tanja* schreibt:

Hallo Katia, hallo Matze,

ich liebe euren Podcast und freue mich auf jede neue Folge.
Nach vielen Corona Wochen Zuhause beschäftigen wir uns alle paar Tage mal mit Gesellschaftsspielen. Unser Sohn Felix* ist dreieinhalb, Einzelkind und mag z.B. Uno Junior, Memory und Würfelspiele, bei denen man um die Wette Figuren über das Spielfeld setzt. Er holt die Spiele immer mal wieder von selbst aus dem Schrank und möchte sie mit uns spielen.

Er hat aber nur so lange Spaß daran, wie er in Führung liegt. Sobald Mama oder Papa auch nur einen Spielzug vorn liegen oder gar das ganze Spiel gewinnen, bricht Felix* in Tränen aus. Er schreit dann verzweifelt "Aber ICH wollte!" (z.B. die passende Karte haben, das Memory Pärchen finden, mit meiner Figur näher am Ziel sein). Natürlich trösten wir ihn und zeigen Verständnis für seine Enttäuschung. Wir sind verunsichert, wie wir danach am besten bindungs- und bedürfnisorientiert reagieren:

Manchmal lassen wir ihn gewinnen, indem wir sein Schummeln zulassen, z.B. unter eigentlich verdeckte Karten schauen, bis er eine passende findet. Wir nutzen unsere offensichtliche Gewinnchance nicht und stellen uns quasi dumm für den lieben Frieden. Das fühlt sich irgendwie nicht (auf)richtig an. Manchmal erfinden wir neue Regeln, sodass Felix* entweder einen Vorteil hat oder es ein kooperatives Spiel wird. Dabei habe ich Bedenken, dass er noch frustrierter ist, wenn er das gleiche Spiel z.B. in der Kita mit anderen Kindern spielt, die unsere erfundenen Regeln natürlich nicht kennen. Oft brechen das Spiel nach drei Minuten ab und packen es wieder ein. Nicht als Strafe, sondern mit der Begründung, dass es Felix* wohl keinen Spaß mehr macht. Es frustriert mich, wenn wir länger aufgebaut haben als wirklich gespielt. Für ihn ist das in Ordnung und er macht dann etwas ganz anderes, z.B. mit Duplo Steinen bauen.

Ist er einfach noch zu jung für Wettbewerbe jeder Art? Ab wann können Kinder einigermaßen akzeptieren, zu verlieren?

Danke schonmal und viele liebe Grüße!

Tanja

*Name geändert

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Wenn ihr auch Fragen an Katia Saalfrank habt, dann schickt sie gerne an [email protected]

Katia ist übrigens jeden Mittwoch mit wertvollen Impulsen für deinen Familienalltag auf Instagram und Facebook zu sehen.

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