"On/Off-Beziehung": Wie das Futurium unsere Beziehung zu Technik hinterfragt

© Futurium, Foto: Ali Ghandtschi

Wann gab es eigentlich zuletzt einen ganzen Tag, ohne dass irgendeine Technik wusste, was ihr gerade macht? Die Smartwatch kennt euren Puls, das Smartphone euren Standort und eine KI beantwortet inzwischen Fragen, die wir früher Freund*innen oder Google gestellt hätten. Praktisch? Definitiv. Aber je mehr Technik Teil unseres Lebens wird, desto komplizierter wird auch unsere Beziehung zu ihr.

Wenn Maschinen zu Mitbewohner*innen werden

Genau das behandelt der neue Themenschwerpunkt "On/Off-Beziehung. Wie wir in Zukunft mit Technik zusammenleben" im Futurium. Ab September dreht sich hier alles um die Frage, wie nah wir Maschinen wie Chatbots, Wearables oder Roboter eigentlich an uns heranlassen wollen – und wann wir bei technologischen Entwicklungen lieber auf ON oder OFF drücken.

Dabei geht es nicht darum, Technik grundsätzlich gut oder schlecht zu finden. Vielmehr könnt ihr selbst überlegen, wie wir künftig mit Maschinen leben und arbeiten möchten und welche Entwicklungen echten Mehrwert bringen.

© Futurium, Foto: Ali Ghandtschi

Eine Nacht zwischen Robotern, VR und Pillow Fight

Startschuss ist die große Vernissage am Freitag, den 11. September: Da könnt ihr Roboter AMI kennenlernen, im ICAROS-Flugsimulator in virtuelle Welten eintauchen und bei Talks mit Expert*innen aus KI-Ethik, Neurotechnologie, Psychologie und Zukunftsforschung diskutieren.

Die Performance "CONVERGENCE" beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Mensch und Technologie und beim Pillow Fight Club lernt ihr bei einer kollektiven Kissenschlacht im Pillowdrome mehr über Themen wie Gesundheitsdaten, Tracking und Körperoptimierung.

Das Futurium wird zum Experimentierfeld

Beim Familientag am 12. September geht es gleich weiter: Dann trefft ihr nicht nur kleine Robotermäuse, sondern könnt gemeinsam mit Groß und Klein tüfteln und testen – und dabei spielerisch bei Mitmach-Aktionen herausfinden, wie Technologien funktionieren.

Designerin Pauline Stockmann zeigt außerdem ihre Kollektion "E-MERGENCE" und stellt damit eine ziemlich futuristische Frage: Was wäre, wenn unsere Kleidung irgendwann unser Stresslevel erkennen und sogar mit anderen Textilien kommunizieren könnte?

© Futurium, Foto: Jan Windszus

Echt oder KI?

Auch eines der wohl größten Technik-Themen unserer Gegenwart kommt nicht zu kurz: Deepfakes. An einer Mitmachstation könnt ihr testen, wie gut ihr tatsächlich erkennt, ob Bilder, Videos oder Audios echt sind oder künstlich erzeugt wurden.

Dahinter steckt eine Frage, die uns vermutlich noch länger beschäftigen wird: Wem können wir eigentlich noch glauben, wenn KI immer überzeugendere Inhalte produzieren kann? Genau solche Themen möchte das Futurium nicht nur erklären, sondern gemeinsam mit euch diskutieren.

Zukunft zum Mitmachen

Der neue Themenschwerpunkt versteht Zukunft nämlich nicht nur als etwas, das einfach irgendwann passiert. In Workshops, interaktiven Formaten, Ausstellungen und Gesprächen mit Expert*innen könnt ihr selbst ausprobieren, Fragen stellen und überlegen, welche Rolle Technik künftig in eurem Leben spielen soll.

Wenn ihr herausfinden möchtet, wann wir künftig lieber ON und wann OFF gehen sollten: Kommt am 11. und 12. September zum Start der neuen Ausstellung ins Futurium – der Eintritt ist wie immer frei.

"On/Off-Beziehung. Wie wir in Zukunft mit Technik zusammenleben" – Neuer Themenschwerpunkt im Futurium | Alexanderufer 2, 10117 Berlin | Vernissage: Freitag, 11. September: 18–01 Uhr, Familientag: Samstag, 12.September: 10–18 Uhr | Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag – Montag: 10–18 Uhr, Donnerstag: 10–20 Uhr, Dienstag geschlossen | Eintritt frei | Mehr Informationen

Zurück zur Startseite