Berlinale 2021: Der Festivaltermin im Sommer und die Jury-Besetzung stehen fest!

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Normalerweise steht der Februar in Berlin ganz im Zeichen der Berlinale, neben den Filmfestspielen in Cannes und Venedig immerhin eines der größten Festivals weltweit. Dass das in diesem Jahr nicht so sein würde, hatte sich in den letzten Monaten in Anbetracht der Corona-Pandemie bereits abgezeichnet. Komplett ausfallen soll die 71. Berlinale aber trotzdem nicht, so war vor einigen Wochen bereits die Rede davon, vorerst nur ein "internes Branchentreffen" einzuberufen und das Publikumsfestival, das Herzstück der Veranstaltung, zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden zu lassen. Jetzt haben die Veranstalter*innen neue Details zu ihren Plänen veröffentlicht und außerdem die Jury bekannt gegeben.

In diesem Jahr wird sie aus sechs Mitgliedern bestehen, die in der Vergangenheit bereits selbst einen der begehrten Goldenen Bären mit nach Hause nehmen durften. Folgende Filmschaffende sind 2021 Teil der internationalen Berlinale Jury: Der Iraner Mohammed Rassulof ("Es gibt kein Böses"), der Israeli Nadav Lapid ("Synonymes"), die Rumänin Adina Pintilie ("Touch Me Not"), die Ungarin Ildikó Enyedi ("Körper und Seele"), der Italiener Gianfranco Rosi ("Seefeuer") sowie die bosnische Regisseurin Jasmila Žbanić („Grbavica").

Digitales Branchentreffen im März, öffentliches Publikumsfestival erst im Juni

Geplant ist, die Gewinner*innen der diesjährigen Berlinale schon im März bei einem "digitalen Branchentreffen" bekanntzugeben, nachdem fünf der Jurymitglieder die nominierten Filme zusammen geschaut und bewertet haben – natürlich nach einer entsprechenden Quarantäne und mit allen nötigen Sicherheitsvorkehrungen, wie Berlinale Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek ausdrücklich betonte. Der Sechste im Bunde, der iranische Regisseur Rassulof, kann derzeit nicht ausreisen und wird die Filme daher zu Hause ansehen und aus der Ferne bewerten. Zudem will man auch dafür sorgen, dass weitere Fachleute aus der Filmbranche sowie Journalist*innen die Filme digital sehen und besprechen können.

Im Sommer, vom 09.–20. Juni.2021, soll es dann ein öffentliches Publikumsfestival in Berlin geben, auf dem rund 100 Filme gezeigt werden sollen, viele davon auch auf Open-Air-Veranstaltungen. Auch wenn das Festival wohl wesentlich kleiner als in den Vorjahren ausfallen wird, stehen die Planungen trotzdem unter Vorbehalt, denn letztendlich hänge alles von der Entwicklung des Infektionsgeschehens ab. Ein vorläufiges Programm wird dennoch im Laufe der kommenden Woche veröffentlicht.

Wir drücken die Daumen und hoffen, dass auch in diesem Jahr so viele Filme wie möglich einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden können.

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