11 Dinge, die man als frischer Single machen sollte - ein Guide

© Holger Kunze

Mist, tut mir leid, sorry, aber schön, dass du da bist! Oder sollte ich eher "Fuck yeah, alles richtig gemacht" sagen? Okay, ich überlasse dir lieber, welche Begrüßung für dich gerade passt, aber SORRY, so oder so, denn – wenn du auf diese Story geklickt hast, gehe ich mal davon aus, dass du erst kürzlich eine Trennung hattest, und das ist immer scheiße. Aber, und das ist ja das Wichtige: Du hast geklickt, also möchtest du wissen, was nach Adele in Dauerschleife hören, sich in Embryonenposition auf dem Fußboden winden und Wut rausboxen im Gym jetzt deine Phase Zwei sein könnte. Und da bist du hier genau richtig. Als Profi-Single habe ich in diesem Artikel nämlich 11 Tipps zusammengefasst, die helfen können, dahin zu kommen, und die sind fast alle ernst gemeint.

1. Sich selbst Blumen kaufen

Gut, lass uns ganz easy loslegen … damit, dass du dir einen Strauß deiner Lieblingsblumen kaufst. Ohne Anlass. Einfach so, weil es schön ist, sich mit schönen Dingen zu umgeben. Du magst keine Blumen? Dann hol' dir ein paar Duftkerzen mit mysteriösen Namen wie "Crystal Sea" oder eine Badekugel, die deine Wanne ordentlich aufschäumt. Was ich sagen will: mach was für dich. Treat yourself. Und zwar jetzt!

2. Einen neuen Haarschnitt zulegen

Apropos was für sich machen. Wir wäre es denn mit einer neuen Frisur? Ich weiß, an diesem Punkt scheiden sich die Geister, aber ich persönlich bin ein großer Supporter vom berüchtigten Trennungshaarschnitt. Solange man vorher kurz mal mit sich abgecheckt hat, ob man den Schnitt am Tag drauf wohl zumindest immer noch okay findet, ist meine Meinung: Leinen los bzw. Schere ansetzen und endlich mal den Pony deiner Träume, einen radikalen Buzzcut oder blond tragen!

3. „Dinner for one“-Gerichte lernen

Okay, okay. Wenn du bei den ersten Tipps gerade durchgängig mit dem Kopf geschüttelt hast (nicht jede Person ist so eine Cinderella wie ich, I know), kommen wir jetzt zu etwas Praktischem: Bring dir ein paar neue Gerichte bei, die du gerne für dich kochst. Es ist wichtig, dass du dich um dich kümmerst, und das beginnt damit, dass du lernst, wie groß die Portionen, die du kochst, jetzt nur noch sein müssen. Und es endet in der freien Wahl! Ob du dich ab heute vegetarisch ernähren oder wieder mehr Nüsse essen willst, liegt nämlich nun ganz bei dir. Auf die Allergien, Unverträglichkeiten und Vorlieben deiner Ex-Beziehung musst du keine Rücksicht mehr nehmen!

4. Dinge wieder schätzen, die alleine mehr Spaß machen

Ja, es gibt Sachen und Situationen, die machen zu zweit richtig viel Spaß, aber ganz viele andere sind auch super alleine. Wenn man sich wie ein Seestern über das ganze Bett ausstrecken kann, ist das zum Beispiel toll, eine Netflix-Serie in einem Rutsch anschauen, ohne darauf achten zu müssen, bei welcher Episode die andere Person ist, auch, Ausgehen mit dem Freundeskreis, SUPER! Daher: Mach mehr davon, sing laut unter der Dusche, halte Monologe, masturbier' morgens und abends, und versuch', das alles richtig zu genießen!

5. Hilfe von Freund*innen einfordern

Dieser Punkt sollte ganz selbstverständlich sein, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man manchmal Skrupel hat, den eigenen Kreis um Hilfe zu bitten, auch wenn es einem richtig dreckig geht. Mach es! Wenn du beispielsweise nicht gut alleine in deiner Wohnung schlafen kannst, frag deine Freund*innen, ob du bei ihnen Couchsurfen darfst. Fordere ihre Zeit ein, und ihren Support, eine Schulter zum Anlehnen und die Packung Kippen, die sie dir eh noch schulden.

6. Nicht direkt die Datingapps installieren

Natürlich kannst du es mit dem Dating halten, wie du möchtest. Meine Erfahrung ist aber, dass es besser sein kann, ein bisschen zu warten. Zu schauen, was man gerade braucht, das Ding mit der Selbstliebe anzugehen, in sich zu horchen, ob man überhaupt wieder bereit ist, sich auf eine neue Person einzulassen, und zu reflektieren, welcher Typ Mensch es eigentlich sein sollte, damit man nicht direkt wieder über Los ziehen muss. Dabei helfen können Podcasts wie "Schnapsidee" oder Lektüre wie das Buch "Weiblich, ledig, glücklich - sucht nicht" von Gunda Windmüller.

7. Sich selbst vor dem Stalken schützen

Dieser Punkt fällt vielen von uns schwer. Durch Social Media ist es schließlich oft unheimlich einfach, immer wieder zu checken, wie es der Ex-Person geht. Mein Tipp ist daher: Nachrichten von euch beiden löschen oder archivieren, ihren Feed nicht mehr abonnieren, und Freund*innen das Smartphone geben, wenn man zusammen Shots trinkt. Kurz gesagt: sich vor sich selbst schützen! Wie man seine Zeit übrigens besser investieren kann: Einen Zettel mit der eigenen Telefonnummer bekritzeln, falls mal eine spannende Person in der U-Bahn gegenüber sitzt, die man gerne wiedersehen würde. Ganz analog dann.

8. Ein (neues) Hobby suchen

Du willst schon ganz lange in einem Chor singen, endlich mal wieder Theater spielen wie früher in der siebten Klasse oder wissen, wie es sich anfühlt beim Eishockey im Tor zu stehen? PERFEKT! Fang jetzt mit etwas Neuem an. Mit Töpfern (kein Scherz, das kann ich nur empfehlen), Yoga oder irgendetwas anderem, für das du die ganze Zeit keine Muße hattest.

9. Zwischendurch ruhig dramatisch sein

Seine Gefühle rauszulassen ist wichtig. Besonders nach einer Trennung, die wehgetan hat. Erstell dir also Playlisten mit Songs von traurig bis wütend, schrei' in ein Kissen rein, bis du heiser bist, mach lange Herbstspaziergänge mit besagten Playlisten auf den Ohren, und trete dabei einen Haufen Blätter dramatisch in den Wind. You do you, egal wie das aussieht!

10. Den Abenteuermodus auf AN schalten

Um diesen Punkt umzusetzen, bist du bei Mit Vergnügen natürlich an der richtigen Adresse. Jetzt ist immerhin der beste Zeitpunkt, Neues zu sehen, zu schmecken, zu erleben, und wir haben die passenden Tipps dafür. Egal ob du mit dem Freundeskreis neue Restaurants und Bars ausprobieren willst, du Inspiration brauchst, was gerade so in der Kunst- und Kulturszene abgeht oder noch nicht weißt, auf welche Party du am Wochenende sollst – eine halbe Stunde hier bei uns, und dein Tatendrang ist reaktiviert. Eine Idee von mir obendrauf: Alpakafarm?!

11. Durchatmen, dir Zeit geben, und nett zu dir sein

Das mit der Zeit klingt immer so abgedroschen, aber es ist wahr! Deswegen: Solltest du dir nur einen Punkt dieser Liste zu Herzen nehmen, dann bitte den hier. Atme durch, lass dir Zeit, und sei nett zu dir, auch wenn du die nächsten Wochen nicht so funktionierst, wie du möchtest. Musst du nicht! Und Zeit – die heilt zwar nicht alle Wunden, aber sie hilft. Versprochen.

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