Schweden-Feeling direkt vor den Stadtgrenzen: In Brandenburg gibt's Elche

Brandenburg gone wild. Das lassen zumindest die neuesten Sichtungen in Brandenburg vermuten. Wir sprechen hier allerdings nicht davon, dass das Matrix aufs Land expandiert, sondern, dass immer mehr Wildtiere gesichtet werden. Neben vielen Wolfsrudeln und Bibern, haben sich jetzt auch Elche in der Mark angesiedelt.

Insgesamt drei bis fünf Tiere sollen bisher in Brandenburg leben, allein vier seien dem Landeskompetenzzentrum Forst in Eberswalde gemeldet worden, sagte Kornelia Dobias, Leiterin der Forschungsstelle für Wildökologie, der dpa. Ob die neuen Brandenburgbewohner sich dauerhaft hier niederlassen, sei noch ungewiss. Man gehe aber davon aus, dass die Elche aus Osteuropa durch die Oder nach Brandenburg schwimmen und eventuell auch wieder dahin zurückwandern.

Dass eine Ansiedlung der in Deutschland auf der Roten Liste als "ausgestorben" stehenden Elche in Brandenburg nicht geplant ist, zeigt ein Elch-Managementplan, der vorsieht, die aktive Ansiedlung nicht zu fördern. Zwar würde die Wiederkehr der ehemals ansässigen Großsäuger in Brandenburg die Fauna wieder bereichern, allerdings auch ein erhöhtes Konfliktpotential für den Baumbestand in den Wäldern und die Äcker der ansässigen Landwirt*innen mit sich bringen. Ob die Tiere sich tatsächlich im heimischen Brandenburg ansiedeln, bleibt abzuwarten – schön fänden wir es aber irgendwie trotzdem. Und ihr?

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