Bao Buns und deftige Ramen: Das Ngo Kim Pak in Charlottenburg servierte asiatische Fusion-Küche

© Daliah Hoffmann

Er hat's schon wieder getan: Gastronom und Boss der "Kantstraßenmafia" Duc Ngo hat ein neues Restaurant, das wir lieben. Seit Dezember 2018 gehört nun auch das NgoKimPak zu Ducs Imperium. Da, wo letztes Jahr noch vegane Bowls und Superfood serviert wurden, – das TOKI musste nach wenigen Monaten aufgrund zu kleiner Nachfrage schließen –, stehen heute koreanische-japanische (Fast-Food-)Klassiker und Fusion-Kreationen auf der Speisekarte. "Charlottenburg war noch nicht bereit für das TOKI. Woanders in Berlin würde der Laden besser laufen.", sagt Duc und lässt uns auf eine Neueröffnung seines "Healthy Food"-Konzepts in Kreuzberg oder Mitte hoffen.

Wir sitzen heute aber im NgoKimPak in der Schlüterstraße, zwischen hungrigen Immobilienmaklern, Hipstern und Charlottenburgern und wollen Mittagessen. Dunkle Wände, bunte Neonschriftzüge und eine mit leeren roten Ramyun-Tüten tapezierte Wand sorgen für ein cooles Ambiente. Man soll sich hier wie in einem Pojangmacha auf einem koreanischen Street-Food-Markt fühlen. Grelles Licht, Musik, buntes Geschirr und typisch japanische Softdrinks vollenden den Look. Wer als Jugendlicher gerne die Instant-Nudeln gegessen hat, wird das NgoKimPak hier lieben. Das gilt auch für alle, die auf Bao Buns, Ramen und japanisch-koreanisches Street Food stehen.

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Wir sind zu dritt und haben großen Hunger. Los geht's mit Bibimbap. "Auf keinen Fall mit Stäbchen essen", belehrt uns Duc und reicht eine scharfe rote Soße und Löffel zu der goldenen Reisschüssel. "Bei mir zu Hause wird erstmal alles vermischt und dann mit dem Löffel gegessen." Alles klar Chef, so machen wir es jetzt auch. Das Bibimbap gibt es vegan, vegetarisch und mit Fleisch. Ich bestelle noch ein Bao Bun mit frittiertem Hähnchen, davon haben Freunde geschwärmt. Nach dem ersten Bissen weiß ich auch warum: Das Brötchen ist der Inbegriff von fluffig-weich, das gilt auch für das Fleisch. Außen knusprig, innen zart. Dazu gibt es leckere Mayo, etwas Salat, Chili und Koriander.

Weil die asiatischen Burger im NgoKimPak unter den Gästen ziemlich beliebt sind, spendiert Duc uns auch die restlichen Buns. Da wäre das Bun gefüllt mit Tofu, Gewürzgurken und Walnuss-Pesto, das Hefebrötchen mit Pulled Beef und der Burger mit Tempura Shrimp und scharfer Mayo. Schwer zu sagen, welchen Bun wir am besten fanden. Die sind alle verdammt lecker und die Kombination aus Soßen, Salaten und Co. ist perfekt aufeinander abgestimmt. Um in den Bao-Bun-Himmel zu kommen, muss man also von der Kantstraße rechts auf die Schlüterstraße abbiegen und zu Duc. Hätten wir uns ja irgendwie denken können.

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Was im NgoKimPak neben den Buns und asiatischen Tapas auch super läuft, vor allem in der kalten Jahreszeit, sind die Suppen. Auf dem Menü stehen Klassiker wie Tantan Miso Ramen, Ramyun, Chashu Soyu Ramen und hauseigene Kreationen wie die Ra-Bokki. Wir bestellen die Shoyu Ramen, die kommt mit Frühlingszwiebeln, Mais und einem gekochten Ei. Die Brühe ist schön fettig und gut gewürzt, das Fleisch zart, die Nudeln weder zu hart noch zu weich und das Ei wachsig-weich. Wohlfühl-Essen durch und durch!

Der Name NgoKimPak setzt sich übrigens aus den drei Inhabern bzw. Mitbeteiligten zusammen: Duc Ngo, Kim, die Künstlerin und Innenarchitektin, die bereits das Funky Fisch, 893 und Madame Ngo gestaltet hat, und Pak, Musiker und Gastronom aus Seoul. Klar ist: Die drei sind ein super Team und die Charlottenburger stehen auf den Laden. Mittags ist hier ordentlich was los und die Öffnungszeiten mussten bereits kurz nach der Eröffnung erweitert werden. Wann sehen wir uns im NgoKimPak?

Unbedingt probieren: Bao Bun mit Crunchy Ebi und die Ramyun Suppe.

Veggie: Für Vegetarier und Veganer gibt's Bibimbap, Bowls und Buns.

Besonderheit des Ladens: Der bunte Mix an Einrichtung und Essen.

Mit wem gehst du hin: Mit Fans vom Kuchi & Cocolo Ramen und Freunden, die auf "asian fusion" stehen.

Lärmfaktor: Mittags kann es schon mal lauter werden, wenn die Charlottenburger hier ihre Mittagspause verbringen. 

Preise: Suppen kosten zwischen 5 (Shin Ramyun) und 9 Euro (Chicken Shoyu Ramen), Bao Buns zwischen 3 und 5 Euro und Bowls (Poke, Bibimbap) zwischen 8 und 13 Euro.

NgoKimPak | Schlüterstraße 23, 10625 Berlin | Montag – Sonntag: 12–23 Uhr | Mehr Info

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