Kieztour: So verbringt ihr einen tollen Tag im Helmholtzkiez

Die Gegend rund um den Helmholtzplatz ist gesäumt von schönen Cafés, Bars und kleinen Läden, in denen man stöbern kann. Und auch wenn ich selbst in Neukölln lebe, muss ich gestehen, dass ein kleiner Teil meines Herzens für den Prenzlauer Berg schlägt. Ich mag die Gelassenheit, die gemütlichen Cafés und die schönen Altbauten, die – Gentrifizierung hin oder her – frisch gestrichen einfach hübscher aussehen. Ein Ausflug in den kleinen Kosmos zwischen Wicherstraße, Danziger Straße, Prenzlauer und Schönhauser Allee lohnt sich. Besonders seit Ende Januar, weil hier nun das unglaublich leckere russische Café Datscha eröffnet hat, welches auch schon in Friedrichshain und Kreuzberg unsere Herzen erobert hat. Natürlich starten wir unsere kleine Tour auch genau hier. 

Mit leckerer russischer Küche im Café Datscha in den Tag starten

© Wiebke Jann

Wir lieben das Datscha. Deswegen haben wir uns natürlich gefreut wie kleine Frühstückskönige, dass nach Friedrichshain und Kreuzberg nun auch endlich der Prenzlauer Berg in den Genuss des leckeren russischen Essens kommt. Ende Januar hat der Laden frisch eröffnet und er ist genauso gemütlich, wie die anderen beiden. Mit den roten Wänden, dem grünen Tresen und dunklen Holzmöbeln ist es hier richtig gemütlich. Und egal ob herzhaft oder süß, die Köche zaubern hier eine leckere Mischung aus traditionell russischer Küche und hippen Berliner Food Trends. Russische Quarkpfannkuchen mit Obst und saurer Sahne, klassisches Bauernfrühstück oder pochierte Eier mit Kartoffelrösti, Spinatmousse und Sauce Hollandaise, hier schmeckt alles fantastisch. Sonntags wird im Datscha auch gebruncht, erfahrungsgemäß – zumindest ist das in den anderen beiden Läden so – wird es dann aber richtig voll. Wer also nicht warten will, sucht sich lieber einen anderen Tag aus.

Café Datscha | Stargarder Straße 24, 10437 Berlin | Montag – Sonntag: 10–01 Uhr | Lunch: Montag – Freitag: 11 –16 Uhr | Brunch: Sonntag: 10–15 Uhr | mehr Info

Bei Nandi wunderschöne Wohn-Accessoires shoppen und Gutes tun

© Wiebke Jann

Frisch gestärkt biegen wir von der Stargarder Straße in die Dunckerstraße ein, wo Vanessa (33) und Leonie (30) ihren ersten eigenen Store eröffnet haben. Die beiden sind beste Freundinnen, lieben das Reisen und haben von ihren Reisen einige Kostbarkeiten mitgebracht, die sie anfangs in ihrem eigenen Online-Shop vertrieben. Mittlerweile gibt's die hübschen Wohnaccessoires – die sie teilweise selbst produzieren lassen – auch offline in ihrem schönen Store am Helmholtzplatz. Die beiden arbeiten eng mit NGOs zusammen, besuchen ihre Produzenten regelmäßig und versuchen, sie durch den fairen Verkauf zu unterstützen.

Bisher betreiben die beiden den Laden noch – wenn man Vanessas Hund, der oft mit dabei ist nicht mitzählt –  bearbeiten die Online-Bestellungen direkt im Laden, den sie gleichzeitig auch als Büro nutzen. Das hindert sie aber nicht daran, den ein oder anderen Schnack mit der Nachbarschaft zu halten, zu beraten und bei gewisser Stilunschlüssigkeit euch auch mal ein Ansichtsbeispiel mitzugeben, damit ihr zu Hause schauen könnt, welches Teil am besten zu euch passt.

Nandi Shop | Dunckerstraße 11, 10437 Berlin | Täglich: 11–19 Uhr | mehr Info

Tischtennis spielen auf dem Helmholtzplatz

© Wiebke Jann

Direkt gegenüber des Nandi ist der dem Kiez seinen namengebende Helmholtzplatz, auf dem nicht nur ein süßes Kindercafé, das Kiezkind, sein zu Hause gefunden hat, sondern auch ein kleiner Spielplatz, eine Tischtennisplatte und ein Basketball-Court. Auf dem Dorf würde man das hier wohl als Herzstück oder Marktplatz bezeichnen und ich muss gestehen, ein bisschen fühlt es sich auch so an. Tagsüber spazieren Eltern mit ihren Kindern hier entlang, kaufen sich beim Bäcker um die Ecke ein paar Brötchen, spielen auf dem Spielplatz. Andere setzen sich für einen Moment, trinken einen Kaffee oder treffen sich auf eine Runde Tischtennis. An einigen Sonntagen im Jahr veranstaltet das Kiezkind auch einen Kinderflohmarkt auf dem Platz.

Köstlichkeiten aus aller Welt finden bei Goldhahn und Sampson

© Wiebke Jann

Feinkostläden gibt es viele in Berlin. Was mir am Goldhahn und Sampson allerdings am besten gefällt ist, dass hier jeder Mitarbeiter und auch Kunden das Sortiment des Ladens mit gestalten. Ihr habt in eurem Griechenland-Urlaub ein besonders leckeres Olivenöl gefunden, oder auf einer Reise durch Guatemala die beste Schokolade der Welt gegessen? Bringt einfach etwas davon mit, wenn es auch die Mitarbeiter von Goldhahn und Sampson überzeugt und es einigermaßen beschaffbar ist, könnte euer kulinarisches Urlaubsmitbringsel auch schon bald in den Regalen des Ladens zu finden sein. Daneben kann man hier die leckersten Backwaren aus verschiedenen Bäckereien der Umgebung futtern und – wer sich lieber selbst mal am Herd oder Ofen versuchen möchte – an verschiedenen Koch-Workshops teilnehmen.

Goldhahn und Sampson Prenzlauer Berg | Dunckerstraße 9, 10437 Berlin | Montag – Freitag: 08–20 Uhr, Samstag: 09–20 Uhr | mehr Info

In Der Bar die Nacht zum Tag machen

© Wiebke Jann

Getreu dem Motto "Some of the best days are the nights" lockt euch Die Bar in der Greifenhagener Straße hinein und lässt euch allzu schnell auch nicht mehr hinaus. Der letzte Stop unserer Tour durch den Helmholtzkiez ist gleichzeitig auch der Hochprozentigste. Mit jeder Menge leckerer Gin-Drinks, gutem Bier und einer gemütlichen Atmosphäre bleibt ihr gerne länger – egal ob auf, vor oder unter dem Tresen. Und wenn es endlich wieder warm wird, könnt ihr es euch auch endlich wieder vor der Bar gemütlich machen, bis tief in die Morgenstunden hinein Gin schlürfen und den Kiez beobachten.

Die Bar | Greifenhagener Str. 54, 10437 Berlin | Montag – Freitag: ab 19 Uhr, Samstag – Sonntag: ab 20 Uhr | mehr Info

Alle Fotos wurden mit der Sony Alpha 7 II gemacht.

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