Brandenburg entdecken – Landpartie rund um Angermünde

© Max Müller

Auf halben Weg zwischen Berlin und der Ostsee liegt in der Nähe der polnischen Grenze der staatlich anerkannte Erholungsort Angermünde, das Ziel unseres Ausfluges in die südöstliche Uckermark.

Es heißt bekanntlich, der Weg sei das Ziel. Auch wir machen uns diese Binsenweisheit zu eigen und erkunden entlang der Wegstrecke spannende, idyllische und landschaftlich reizvolle Gegenden in Barnim und der Uckermark. Unsere Landpartie führt uns entlang der Bundesstraße 2 vorbei am beeindruckenden Kloster Chorin, das allein einen eigenen Tagesausflug wert ist, hin in das illustre Städtchen am Mündesee, das wir bei einem Stadtspaziergang (inklusive Eis-Pause!) erkunden.

Anschließend geht es rein in die Natur: Die Blumberger Mühle wird vom NABU betrieben und offenbart eine einzigartige Landschaft mit reichlich Wasser sowie vielen Blumen und Pflanzen, die Libellen, Sumpfschildkröten und Seeadlern ein Zuhause bietet. Nach einem Abstecher beim Gut Kerkow sowie der Burgruine Greiffenberg geht es zurück in die Heimat.

Das Kloster Chorin ist beeindruckend wie mysteriös

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Nach anderthalb Stunden Autofahrt erreichen wir unseren ersten Zwischenstopp, das Kloster Chorin. Das beeindruckende Ensemble wurde einst von Zisterziensermönchen gegründet, über die bis heute allerdings keine Zeugnisse vorliegen. Die Ordensgemeinschaft ist Geschichte, was bleibt sind die Wohn- und Arbeitsorte sowie die sakralen Einrichtungen. So könnt ihr beispielsweise die ehemalige Küche entdecken, durch den Kreuzgang lustwandeln, im Hof die alte Pumpe bedienen sowie in den Gewölben mehr über das Leben im mittelalterlichen Chorin erfahren. Übrigens: Im Sommer finden hier viele kulturelle Veranstaltungen statt, so werden Theaterstücke aufgeführt und Konzerte gespielt.

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Kloster Chorin | Amt Chorin 11a, 16230 Chorin | tgl. 9–18 Uhr (im Winter 10–16 Uhr) | Eintritt: 6 Euro | Mehr Info

In Angermünde Eis schlecken

Das kleine Städtchen am Mündesee ist für stressgeplagte Großstädter eine Oase der Erholung. Entlang der Stadtmauer lassen sich die kleinen und oftmals bunt angemalten Fachwerkhäuschen bestaunen. Mit einem Eis in der Hand erreichen wir den Marktplatz, der leergefegt ist. Nanu, wo treiben sich hier die Menschen rum? Als wir die Uferpromenade erreichen, wissen wir es: Die Bewohner halten sich scheinbar am liebsten am  See auf, dessen Uferweg über einen Skulpturenpark verfügt. Wir genießen noch etwas die frische Seebrise, eh es weitergeht zur Blumberger Mühle.

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Tiere beobachten im Naturschutzzentrum Blumberger Mühle

Das Naturschutzzentrum Blumberger Mühle ist schon von Weitem nicht zu verfehlen, denn das Gebäude erinnert in seiner Form an einen Baustumpf. Im Inneren wird für Kinder und Erwachsene erklärt, wie die Landschaft rund um Angermünde einst aussah, ehe der Mensch allzu stark in die Natur eingegriffen und so beispielsweise die Moore trockengelegt und das Torf weggestochen hat.

Naturliebhaber sollten gleich durchlaufen und das Areal erkunden. An der einen Ecke warten Wildblumen, an der nächsten sonnen sich brandenburgische Sumpfschildkrötren am Ufer, am Himmel zieht ein Seeadler seine Kreise und zwischen den Pflanzen tauchen immer wieder kleine blaue Libellen auf. Daneben gibt es Schafe, jede Menge Insekten und eine Katze tigert auch über das Gelände.

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NABU Blumberger Mühle | Blumberger Mühle 6, 16278 Angermünde | tgl. 9–17 Uhr | Eintritt: 4, erm. 3 Euro | Mehr Info

Regionale Produkte vom Gut Kerkow

Nur eine Autominute vom NABU-Zentrum entfernt liegt der Hofladen des Gut Kerkow, in dem wir eine kleine Pause einlegen, um uns mit regionalen Produkten einzudecken. Besonders beeindruckend ist die Fleischtheke mit allerlei Räucherware. Der Hofbistro ist derzeit leider geschlossen, soll aber demnächst wieder eröffnen. In der Zwischenzeit könnt ihr die Produkte auch einmal wöchentlich in der Domäne Dahlem erwerben!

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Gut Kerkow | Greiffenberger Str. 8, 16278 Angermünde | tgl. 10–18 Uhr | Mehr Info

 

Die Burg Greiffenberg wird derzeit restauriert

Zum Abschluss wird es noch einmal abenteuerlich. Es soll zur Burg Greiffenberg gehen, doch irgendwie lässt sich alte Gemäuer trotz Navigationsgerät nicht finden. Zwei Dorfbewohner geben schließlich den entscheidenden Tipp und siehe da, die Burg ist gar nicht weit allzu weit weg. Auf einem Berg thronen die Reste des einst majestätischen Anwesens.

Leider ist die mittelalterliche Anlage inzwischen arg vom Zahn der Zeit angegriffen. Derzeit laufen die Sanierungsarbeiten auf Hochtouren. In den kommenden Jahren soll die alte Burg schließlich in neuem Glanz erstrahlen. Wir freuen uns schon jetzt darauf und nehmen uns vor, spätestens dann wiederzukommen.

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