Auf eine Poké Bowl zu Sons of Mana im Kantini

© Daliah Hoffmann

Seit Januar 2018 könnt ihr euch im Kantini, dem Streetfood-Markt im Bikini Berlin, nach einer Shoppingtour oder vor dem Kino stärken und erholen und dabei die Tiere im Zoo beobachten. Wer jetzt denkt: "Ach nee, noch ein langweiliger Food-Court mit billigem Fastfood", der irrt. Das Kantini ist, dafür hat das Architekturbüro Studio Aisslinger gesorgt, die wohl stylischste Kantine der Stadt. Und auch kulinarisch hat der Foodmarkt einiges zu bieten – genau genommen 13 feste Stände und zwei Pop-up-Konzepte mit Essen aus Berlin und der ganzen Welt. Einer der Stände ist das Sons of Mana, für die leckeren und frischen Poke-Bowls habe ich mich nun schon zum zweiten Mal ins Kantini aufgemacht.

Das neuste Konzept von Ngoc Duc Nguyen, dem wir auch schon das Maison Han in Neukölln und das Royals & Rice in Mitte zu verdanken haben, widmet sich dem hawaiianischen Traditionsgerichte Poke, das uns seit letztem Jahr auch endlich in Berlin erreicht hat – und von dem ich gar nicht genug bekomme. Gemeinsam mit Duy Quang Ngo und Huy Tran hat Duc über zwei Jahre am Sons of Mana gearbeitet, ein Urlaub in Hawai hat die Jungs zu ihrer Idee inspiriert.

Aber genug geredet, jetzt geht's ans Essen. Von der Rolltreppe stolpert ihr quasi ins Kantini und steht auch schon direkt vorm Poke-Paradies des Westens.

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Bei Sons of Mana habt ihr die Wahl zwischen fertigen Bowls oder DIY-Bowls, bei denen ihr von der Basis bis zur Soße alles selbst entscheiden könnt. Bei meinem ersten Besuch vor einigen Wochen habe ich mich für die Mana Bowl entschieden. Mana heißt auf Hawaiianisch soviel wie Kraft. Genau die hat man nach einem "Sushi Salat" aka Poke Bowl auch. Die einzelnen Produkte und Zutaten schmecken frisch und gut, die Portion ist groß und macht satt, man fühlt sich danach aber nicht übersättigt.

Dieses Mal entscheide ich mich für die Ohana Vegan, eine der insgesamt zwei fischfreien Signature-Bowls der Karte. Auf den (nicht zu klebrigen) Sushireis kommen Wakamesalat, Edamame, Süßkartoffel, Avocado, Gurke, Tofu und eine Soja-Sesam-Soße. Mhm, lecker! Wir nehmen außerdem eine Trüffel-Lachs-Bowl mit flambiertem Lachs, Tomatensalsa, japanischen Strohpommes und einem Parmesam-Trüffel-Dressing. Für eine Poke-Bowl eher ungewöhnlich, aber umso leckerer.

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Bei Sons of Mana geht es nicht nur um Geschmack und hochwertige Produkte, sondern auch und vor allem um bewusste Ernährung und die Wertschätzung der Natur. Einige Monate nach der Eröffnung hat das Team deshalb den vom Aussterben bedrohten Thunfisch von der Karte gestrichen und somit ein Zeichen gesetzt. Duc und sein Team sind die ersten Gastronomen im Poke- bzw. Fisch-Bereich, die diesen Schritt wagen und das offensichtliche Problem ansprechen.

Wir bekommen bei unserem Besuch nicht nur richtig leckere, gesunde Bowls, die uns satt und glücklich und gestärkt durch den restlichen Tag bringen, sondern können auch frische Luft schnappen – das große Fenster im Essensraum ist bei gutem Wetter vollkommen geöffnet und bietet den Gästen einen freien Blick auf den Berliner Zoo. Und jetzt noch eine gute Nachricht zum Schluss: Man munkelt, dass Sons of Mana sich mit mindestens einem weiteren Standort vergrößern will. Wer weiß, vielleicht gibt es bald einen neuen Poke-Laden in Charlottenburg, Kreuzberg oder Mitte?! Wir halten euch auf dem Laufenden!

© Daliah Hoffmann

Unbedingt probieren: Die Mana Bowl mit knusprigem Ebi und für Veganer die Ohana Vegan.

Veggie: Es gibt zwei vegane Signature-Bowls. Ihr könnt euch die Bowls aber auch selbst zusammenstellen.

Besonderheit des Ladens: Die frischen und leckeren Zutaten und der Essensbereich mit Blick auf den Zoo.

Mit wem gehst du hin: Mit Freunden, die im Westen arbeiten und mittags verzweifelt zu Vapiano gelaufen sind und Berlin-Besuch, der durchs Bikini Berlin schlendern will.

Lärmfaktor: Mittags tummeln sich hier Touristen und hungrige Berliner aus den umliegenden Büros.

Preise: Die fertigen Bowls kosten zwischen 7,50  und 9,50 Euro. Die DIY-Bowl kosten 9 Euro.

Sons of Mana im Kantini | Budapester Straße 38-50, 10787 Berlin | Montag – Samstag: 10–20 Uhr | Mehr Info

Wir wurden von dem Restaurant eingeladen, das beeinflusst aber nicht unsere ehrliche Meinung.

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