11 kulinarische Tipps in und um den Stralauer Kiez in Friedrichshain

In die Gegend zwischen Spree, Stadtbahn-Gleisen, Warschauer Straße und Markgrafendamm verirrt sich der Berliner nur selten. Dabei ist die Ecke, in der sich einst große Industrien niederließen, eine gediegene, angenehme Adresse. Im Park vor der Zwingli-Kirche ist nie zu viel los, die Nachbarschaft trotz seiner lauten Umgebung sehr ruhig. Heißt leider auch: kulinarisch geht hier nicht so viel, aber gerade genug. Falls ihr mal einen Spaziergang in den Kiez plant oder vor einem Konzert in der Mercedes-Benz-Arena noch etwas zu essen sucht: Diese Orte könnt ihr euch merken.

1

© Milena Zwerenz Kaffee trinken in der Yuki Espressobar

Während sich moderne Neubauten in der Oberbaum City breit machen, behält sich die Yuki Espressobar seit Jahren eine schön unaufgeregte Atmosphäre bei. Die Besitzerin serviert leckeren Cappuccino, vietnamesischen Kaffee, aber auch Sandwiches und süße Snacks. Mehr braucht es manchmal gar nicht.

2

© Dinah Hoffmann Ehrliches Berliner Backhandwerk bei Bäckerei Böttcher

Nicht bio, dafür aber richtig Berlin. Unweit des S- und U-Bahnhofs Warschauer Straße versteckt sich diese kleine Bäckerei mit wunderbaren handgemachten Leckereien und leichtem DDR-Flair. Von außen sieht der Laden nach nichts Besonderem aus, aber hier gibt es noch "Ost-Brötchen" wie Knüppel, Schusterjungen oder Splitterbrötchen. Zwischen Boxhagener und Frankfurter Allee findet man eine weitere Verkaufsstelle, mitten in Friedrichshain. Probiert auch mal Walnussbrot und -brötchen, das doppelt gebackene Brot sowie Mohnschnecken oder das weihnachtliche Stollengebäck. Erwartet kein Hipster-Café, sondere eine normale, gute Bäckerei, in der kompetente und freundliche Menschen arbeiten, die ihr Handwerk noch verstehen.

3

© Alice Epp Im Michelberger wie bei guten Freunden essen und trinken

Im Michelberger fühlt es sich immer an, als wäre man bei guten Freunden zu Gast. Sei es zum Mittagessen (lecker, regional und sehr vielfältig) oder Dinner im Restaurant oder einfach nur auf einen von den Barkeepern selbst kreierten Drink an der Bar. Im Sommer sitzt es sich wunderbar im Hof. Ob mit oder ohne hauseignem Kokoswasser, sei euch überlassen.

4

© Wiebke Jann In der Eatside Kantine an der Spree futtern

Universal hat – und das müssen wir neidlos anerkennen – schon einen ziemlich geilen Standort. Wer würde nicht gerne mit Blick auf die Spree arbeiten? Wer zumindest irgendwo in der näheren Umgebung schafft, kann in der Kantine "Eatside" zumindest während der Pause den Blick auf die Oberbaumbrücke genießen und sich dabei den Bauch mit Hähnchen, gefüllten Paprika oder Salat vollstopfen.

5

© Ilona Hartmann Französisch essen im Dînette

Hereinspaziert ins gemütliche Dînette, das das kulinarische Brachland der Oberbaum-City an der Warschauer Straße hinter sich lässt. Was als Cateringservice von den Fanzosen Elisabeth, Annlyse und Alex gegründet wurde, ist nun als Bistro die richtige Adresse für feine und moderne französische Küche mit wechselndem Mittagstisch, leckeren Suppen und Desserts zum Reinlegen.

6

© Milena Zwerenz Apfelwein genießen im Café Royal

Außer einem ähnlich klingenden Namen hat das Café Royal nichts mit dem Grill Royal am Hut. Hier trifft sich statt High Society eher die gut gelaunte Nachbarschaft und Hessen im Herzen auf einen “Gespritzten”, eine Portion Pommes oder einen Burger. Im Sommer sitzt es sich in der Abendsonne fast nirgendwo schöner als hier.

7

© Zukunft am Ostkreuz Bier trinken, Popcorn essen und Off-Filme im Zukunft am Ostkreuz schauen

Das Gelände des kleinen Programmkinos mit seinem Garten, dem Bretterzaun und dem Gras, das aus den Ritzen der Betonplatten kommt, erinnert an die typische Berliner Verfallsromantik der 90er-Jahre. Neben der gemütlichen Bar, in der man selbstgebrautes Bier trinken kann und dem Kino mit einer feinen Auswahl an Off-Filmen, bietet das Zukunft ein wechselndes Kulturprogramm mit Ausstellungen, Lesungen, Musik und Theater.

8

© Charlott Tornow Auf den Tag anstoßen an der Modersohnbrücke

Die Modersohnbrücke ist, seien wir ehrlich, gar nicht mal so schön. Trotzdem ist sie legendär. Wahrscheinlich, weil sie der perfekte Ort für Nachtschwärmer ist, die gerade auf dem Weg zum RAW-Gelände sind oder von dort kommen – denn hier kann man ohne störende Gebäude wunderbar den Sonnenauf- und -untergang erleben.

9

© Pexels Auf eine Feierabendzigarre bei Zigarren Herzog am Hafen

Spätestens seit "Mad Men" hat der Lebensstil der 60er-Jahre ein paar neue Fans gewinnen können. Bei Zigarren Herzog könnt ihr diesen richtig schön ausleben. Direkt an der Spree gelegen gibt es hier nicht nur eine erstklassige Beratung, sondern auch eine passende Getränkeauswahl. Kaffee, Espresso, Rum, Whisky, Portwein. Wer noch tiefer in die Materie eintauchen will, sollte die monatlichen Veranstaltungen, unter anderem Zigarren- und Rumtastings, im Auge behalten.

10

© Krass Böser Wolf Mario-Kart-Turniere und frisch gezapftes Bier im Krass Böser Wolf

Mario-Kart-Turniere auf der legendären N64, Rollberger vom Fass, hausgemachte (!) Mate, Gin in allen Variationen (u. a. als "Giniwi" mit frisch gepresster Kiwi), Eigenkreationen wie Raffaelo-Drinks und Apfelstrudel-Shots und dazu der wohl behämmertste Barname Berlins. 'Nuff said, hin da.

11

© Larry Hoffmann/FlickrCC Schnitzelbrötchen mampfen bei Scheers Schnitzel

Wer den Burgermeister am Schlesischen Tor abfeiert, dürfte sich auch bei Scheers Schnitzel wohlfühlen: ebenfalls unter S-Bahn-Gleisen zu Hause und perfekte Snacks zum Wegbier im Angebot. Echte Fans schwören auf das klassische Schnitzelbrötchen, lecker mit Remoulade und Gurke, lässt sich auch am besten Mitnehmen. Info für Vegetarier: Es gibt auch Gemüseschnitzel.

Sags deinen Freunden:

Entdecke die besten Restaurants, Bars und Plätze in deiner Nähe.

Zur neuen Karte!