11 Cafés und Restaurants, die besonders auf Nachhaltigkeit setzen

Wiederverwertbare Kaffeebecher, müllreduzierende Milchbehälter, Lebensmittelrecycling, saisonale und lokale Küche: Es gibt viele Wege und Möglichkeiten, in der Gastronomie nachhaltig zu arbeiten. In Berlin ist das Verständnis für Nachhaltigkeit in der Gastro- und Foodszene groß und wächst immer weiter. Die einen bauen ihren eigenen Indoor-Salat an, die anderen sind Vorreiter in Sachen Kreislaufwirtschaft und wieder andere kochen ausschließlich mit Produkten aus der Umgebung. Hier sind unsere 11 Restauranttipps in Sachen Nachhaltigkeit.

Achtung: Aufgrund von Corona können die Öffnungszeiten abweichen. Bitte haltet euch an die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen.

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© Marit Blossey Frühstücken im Zero-Waste-Café Isla Coffee

Nicht nur ein hippes Café mit schicker Einrichtung, sondern auch etwas dahinter: Das war der Plan von Peter Duran und Philipp Reichel, als sie im Juni 2016 ihr Café in der Hermannstraße eröffneten. Das Isla Coffee steht für richtig guten Kaffee, aber auch für Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Zero Waste. Große Fenster, Holztische, viele Pflanzen und eine ruhige, angenehme Atmosphäre – beim Betreten des lichtdurchfluteten Cafés stellt sich sofort ein spürbarer Kontrast zur hektischen Hermannstraße ein. Was außerdem auffällt: Man hat als Gast uneingeschränkten Blick darauf, was hinter dem Tresen passiert. Transparenz in allen Bereichen. Das schmeckt uns!

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© Daliah Hoffmann Vegan schmausen in Berlins erstem Zero Waste Restaurant FREA

Das FREA in Mitte ist Berlins erstes veganes Zero Waste Restaurant. Hinter dem Restaurant steht der Berliner Foodblogger David aka Johnny & the Food, der hier gemeinsam mit dem norwegischen Chefkoch Halfdan Kluften nachhaltig, saisonal und regional kocht. Im FREA wird alles hausgemacht, vom Sauerteigbrot und Dips über die Pasta bis zum Kefir. Die Karte ist überschaubar, drei Vorspeisen, drei Hauptspeisen und drei Nachspeisen. Alle Gerichte sind 100 % pflanzenbasiert. Jede Menge Zimmerpflanzen gibt's im Restaurant auch, unsere Lieblingsecke ist der kleine Urban Jungle rechts neben der offenen Küche. Besonders cool: Die eigene Kompostiermaschine.

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© Daliah Hoffmann Avocadotoast und pochierte Eier in der Kaffeebar

In der Kaffeebar bekommt ihr nicht nur wahnsinnig guten Kaffee, den ihr übrigens zum Mitnehmen auch in umweltfreundlichen Pfandbechern bekommt, sondern auch wirklich leckeres Frühstück. Neben verschiedenen Eiergerichten warten hier auch selbstgebackene leckere Kuchen und Teilchen, sowie Avocadostullen und andere Sandwiches auf euch. An die Glutenfeinde unter euch ist aber auch gedacht worden, denn es gibt auch glutenfreies Brot! Außerdem scheint vormittags super schön die Sonne vor dem Laden, sodass man selbst im Winter ein paar der seltenen Sonnenstrahlen dort genießen kann.

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© Daliah Hoffmann Neue Fleischkultur erleben in der Speisewirtschaft

Wer gerne Fleisch isst und dabei auf Qualität und Herkunft achtet, der kennt die Jungs von Kumpel & Keule. Aus der Markthalle Neun ist die Metzgerei nicht mehr wegzudenken und seit Dezember 2017 gibt es nun endlich auch das dazugehörige Restaurant, die Speisewirtschaft. Hier kommen Roastbeef, Ochsenbäckchen, Blutwurst, Tatar und Dry-Aged-Burger auf den Teller, dazu gutes Bier und eine nette Atmosphäre. Seit Anfang 2019 ist die Speisewirtschaft auch mittags geöffnet.

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© Daliah Hoffmann Essen, arbeiten und netzwerken bei HERMANN'S

Das Hermann's ist vieles: Restaurant, Netzwerk, Event-Location und Plattform. In dem Haus auf der Torstraße, gleich neben dem Sankt Oberholz, dreht sich alles um das gesunde Essen der Zukunft, um Food-Innovationen und die Veränderung und Beeinflussung der Industrie. In dem gleichnamigen Restaurant könnt ihr euch von morgens bis abends an süßen und herzhaften hausgemachten Leckereien sattessen und euch nebenbei mit anderen Food-Begeisterten unterhalten.

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© Marko Seifert Sterneküche im Nobelhart & Schmutzig

Ein tolles Sternerestaurant in Berlin? Das Nobelhart und Schmutzig! Der Laden von Billy Wagner und Micha Schäfer ist zur Zeit in aller Munde und wirklich mal was Neues. Für Feinschmecker und Anhänger lokaler und saisonaler Küche definitiv ein Muss. Mit der ausgezeichneten Weinbegleitung und Beratung durch Billy persönlich steht einem feuchtfröhlichen Abend nichts mehr im Wege.

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© Marit Blossey Zwischen Pflanzen Kaffee trinken im The Greens

Das The Greens, die kleine Café-Oase von Marie und Christian, befindet sich mitten im ehemaligen Münzprägewerk der Alten Münze. Zwischen Monstera, Sukkulenten und anderen Zimmerpflanzen isst man hier leckeres Bananenbrot, schlürft an gelben, grünen und pinken Lattes oder kommt in der Mittagspause her – das Lunch-Angebot wechselt wöchentlich. Das Allerbeste: Fast alle Pflanzen, die den Laden verschönern, könnt ihr kaufen und mit nach Hause nehmen! Marie betreibt außerdem den Gemeinschaftsgarten der Alten Münze und will möglichst viel mit dem Obst, Gemüse und den Kräutern aus dem Münzgarten kochen.

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© Hella Wittenberg Dumplings aus geretteten Lebensmitteln bei DingsDums in Kreuzberg

Wir stehen auf Dumplings und versuchen im Alltag nachhaltiger zu leben. Klar, dass wir die Dings, so heißen die Teigtaschen bei DingsDums, richtig gut finden. Der kleine Laden am Görlitzer Park füllt seine Dumplings mit geretteten Lebensmitteln, die sonst vom Supermarktregal direkt in die Tonne gewandert wären. Die Dumplings kommen in den verschiedensten Formen und Farben und mit Füllungen, die ihr so noch nicht probiert habt. Wie sagen nur Nürnberger Bratwurst mit Sauerkraut auf Wasabicreme oder Räuchermozzarella auf (vegetarischer) Bolognese. Seit der Corona-Krise hat Dings Dums Dumplings ausschließlich auf (kostenlose) Lieferung umgestellt. Die Dumplings könnt ihr euch im Onlineshop bestellen, ausgeliefert wird zwischen 19–21 Uhr.

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© Izzy Boscawen | Unsplash Lokale und saisonale Küche im Lokal

Das Restaurant Lokal ist ein netter Eckladen und ideal für Dates und Dinner mit Freunden. Wie der Name schon verrät, gibt es hier Saisonales und Lokales. Gegessen wir bei gedimmten Licht und Kerzenschein an rustikalen Holztischen. Wer auf skandinavischen Minimalismus steht, dem wird das Lokal gefallen – schlichte Einrichtung, keine Kunst an den Wänden und eine angenehme Atmosphäre. Die Abendkarte wechselt regelmäßig und hat auch für Vegetarier ein bis zwei Gerichte bereit.

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© Wiebke Jann Lokale Küche und minimalistische Architektur im Baldon im Wedding

Wer den Lobe Block von Architekt Arno Brandlhuber besucht, kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Der brutalistische Betonbau ganz in der Nähe vom Humboldthain, der im September 2018 eröffnet wurde, ist ein echter Hingucker. Neben Ateliers, Wohnungen und Agenturen gibt es hier auch ein Restaurant, das Baldon. Jessica-Joyce Sidon und Caecilia Baldszus, die beiden Gründerinnen, versorgen Besucher*innen, Gäste und Nachbar*innen mit Kaffee, Lunch und Dinner. Vieles, zum Beispiel Brot, Kaffee und Gemüse, kommt aus Berlin oder Brandenburg. Am Wochenende gibt es Brunch, der im Sommer auf der großen Terasse besonders gut schmeckt.

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© Milena Zwerenz Das Essen der Zukunft bei Good Bank

"Vertical Farming" ist das Stichwort: Erst beim zweiten Hinschauen erkennt man, was hier bei Good Bank schlummert. Salätchen wachsen hier in wändefüllenden Vitrinen leise vor sich hin. Die landen dann mit vielen gesunden, frischen und leckeren Zutaten in der Schüssel: mit braunem Reis, Süßkartoffeln, Hummus, aber auch Fleischesser werden fündig. Ein innovatives Konzept und gutem Essen, das auch in kleinen Portionen satt macht.

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