Mediterrane Speisen und skandinavisches Ambiente bei Milja & Schäfa in Friedrichshain

© Kerstin Musl

Jeder, der schon mal am Ostkreuz die Bahn verlassen hat, kennt das Milja & Schäfa. Vielleicht nicht namentlich, aber auf alle Fälle optisch. Die helle Holzfassade, die großen Fenster und die vielen kleinen Tische vor dem Restaurant, die immer gut besetzt sind, erwecken Aufsehen.

Seit gut drei Jahren wird man hier von morgens bis abends mit ausgefallenen mediterran inspirierten Gerichten verwöhnt. Die Nudeln werden selbst gemacht und die Speisekarte wird alle drei Monate verändert. "Wir wollen den Kunden eine sehr hohe Qualität bieten und das klappt am besten mit regionalen und saisonalen Zutaten.", teilt mir Sandra, die Geschäftsführerin mit.

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Wir sind zum Abendessen verabredet und machen es uns draußen gemütlich. Durch den Abriss der Ostkreuz-Unterführung hat man jetzt freie Sicht auf den Bahnhof und durch den entstanden Platz ein gewisses Gefühl von Freiheit.

Sandra bringt mir die Abendkarte und es fällt mir überhaupt nicht leicht, mich für etwas zu entscheiden. Jedes Gericht ist auf seine Weise besonders und originell. Oktopus, Bio-Burrata, Stracciatell-Crostini, geschmorte Schweinebäckchen und Dattelhummus – die Gerichte sind anders als das, was man im Kiez sonst so gewöhnt ist.

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Als Vorspeise gibt es den scharf angebratenen Oktopus auf lauwarmen Zitronette-Kartoffeln und den Babyleaf-Avocado-Quinoa-Salat mit Roastbeefscheiben. Der vielfältige Salat ist ein richtiger Dauerbrenner und ist eine der wenigen Speisen, die immer auf der Karte bleiben.

In der Zeit zwischen Vorspeise und Hauptspeise erzählt mir die 28-jährige Inhaberin, die eigentlich Journalismus und Unternehmenskommunikation studiert hat, von der Anfangszeit. Gemeinsam mit ihrem älteren Bruder hat sie den Laden über ein halbes Jahr lang umgebaut und viel Liebe zum Detail reingesteckt. Einen Ort zum Treffen und Wohlfühlen wollten sie schaffen, mit einer Prise Extravaganz. Das haben sie ausnahmslos geschafft. Das viele Holz vermittelt einen skandinavischen Touch und das warme Licht sorgt für ein heimeliges Gefühl. Das Design ist klar und es herrscht zu jeder Tageszeit eine andere Stimmung im Laden. Morgens findet man hier buntes Kieztreiben, abends ist die Atmosphäre eher gediegen. Dieser Stimmungsspagat ist das Besondere am Milja & Schäfa, es ist bodenständig und atemberaubend in einem.

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Als Hauptspeise wird das angebratene Lachsfilet an Süßkartoffel-Rote-Beete-Stampf und die Tagliatelle mit Pfifferlingen und Trüffelöl serviert. Beides Geschmacksexplosionen, die sich nicht so leicht in Worte fassen lassen. Auch wenn die Preise etwas gehobener sind, sind sie für das, was man hier an Qualität und Finesse bekommt, wahrscheinlich noch viel zu niedrig. Man kann im Milja & Schäfa zu zweit oder auch in Gruppen toll essen gehen, das Team ist flott und zuvorkommend. In jedem Fall bleibt der Abend geschmacklich in Erinnerung.

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Unbedingt probieren: Mutig sein für Neues und als Nachspeise den Hot Cookie mit Bourbon-Vanilleeis.

Veggie: Es gibt spezielle vegetarische und vegane Gerichte auf der Karte.

Preise: Frühstück ab 5 Euro , Lunch ab 8.50 Euro, Abendessen ab 12 Euro

Milja & Schäfa | Sonntagstraße 1, 10245 Berlin | Montag – Donnerstag: 08–00 Uhr, Freitag: 08–01 Uhr, Samstag: 09–01 Uhr, Sonntag: 09–23 Uhr | Mehr Info

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