In Berlins erstem Food-Outlet könnt ihr bald gerettete Lebensmittel einkaufen

© Sven Scheuermeier | Unsplash

In Europa werden etwa die Hälfte aller Lebensmittel verschwendet, sei es, weil sie das Mindesthaltbarkeitsdatum im Laden überschreiten oder weil sie es aus Normgründen gar nicht erst in die Läden geschafft haben. Um diesen Misstand zu bekämpfen, hat Raphael Fellmer, der sich schon seit 2009 gegen die Verschwendung von Lebensmitteln einsetzt und 2012 die Bewegung "foodsharing" ins Leben gerufen hat, jetzt das neue Projekt "SirPlus" gestartet. Gemeinsam mit Alexander Piutti und Martin Schott will er das erste Food-Outlet samt Onlineshop in Berlin eröffnen.

SirPlus arbeitet dabei eng mit großen und kleinen Lebensmittelakteuren zusammen, die ihre überschüssige Ware an SirPlus übergeben. 20 Prozent davon werden direkt an soziale Projekte wie die Tafel, die Bahnhofsmission oder Flüchtlingsunterkünfte gespendet, der Rest wird im Food-Outlet in Berlin bis zu 70 Prozent günstiger verkauft und auf Wunsch auch deutschlandweit verschickt, nach Berlin sogar noch innerhalb eines Tages. So bekommt man als Konsument, ähnlich wie bei einem Biokisten-Abo, saisonale und regionale Produkete günstig nach Hause geliefert, spart Geld und engagiert sich für Nachhaltigkeit.

Das Ziel des Projekts ist es, Lebensmittelrettung im Mainstream zu etablieren, sodass wir alle mit Lebensmitteln bewusster umgehen und so langfristig ihre Verschwendung nicht nur eingedämmt wird, sondern ganz verschwindet. Gerade sammeln die drei Berliner mit ihrer Startnext-Kampagne noch das nötige Kleingeld, bis sie ihre zwar sehr ambitionierten aber auch wirklich tollen Ziele verwirklich können. Und wenn sie das Geld zusammen haben, können wir vielleicht schon im Sommer dieses Jahres im ersten Food-Outlet Berlins Lebensmittel shoppen gehen.

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