In 60 Sekunden zum Höhepunkt – Dieser Vibrator ist der Star in meinem Freundeskreis

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Das Gerät, die Macht, der Freund und Helfer – in meinem Freundeskreis wird nur in den höchsten Tönen von einem gesprochen: dem Satisfyer Pro 2. Dem Held zwischen den Beinen meiner Freundinnen. Dem Sextoy des Vertrauens. Es fing alles damit an, dass ich ein Interview mit einer Sexualpädagogin führte und diese mir von dem Vibrator mit Druckwellenaufsatz erzählte. „Für mich ist das ein Orgasmus-Garant", lauteten ihre Worte kombiniert mit einem Blick, der mir sagte: „Wenn du es dir heute kannst besorgen, warte nicht auf morgen – hol ihn dir, jetzt.“

„Durch eine innovative Technik wird die Klitoris völlig berührungslos stimuliert. Ein prickelnder Unterdruck gepaart mit spannungsvollen Pulsationen massiert die Klitoris auf bisher ungeahnte Weise und führt somit zu atemberaubenden Höhepunkten", heißt es in der Produktbeschreibung. „11 spannende und kraftvolle Stufen stimulieren von zärtlich bis hin zu intensiv und machen den Satisfyer Pro 2 zum Alleskönner." Aha, das wollen wir doch mal sehen.

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Selbstbefriedigung zu Recherchezwecken

Was wäre ich für eine Journalistin, wenn ich mich nicht selbst vom Wahrheitsgehalt einer Meldung überzeugen würde? Ich verabredete mich also mit mir selbst, legte an uuuund....bevor die beiden in dem Filmchen auf meinem Laptop zur Sache kamen, war ich schon wieder fertig. Das gibt's doch nicht, dachte ich, und probierte es wieder. Und wieder. Das Gefühl ist intensiv, das Verlangen nach Wiederholung extrem.

Ein Vibrator mit Schneeballeffekt

Ob Mann oder Vibrator, natürlich erzählt man seinen besten Freundinnen von der Glückseligkeit seiner Vagina. Sollen sie alle wissen, wie einfach es doch ist, einen klitoralen Orgasmus zu bekommen. Befriedigung für alle. Nach und nach versorgte sich also fast mein gesamtes weibliches Umfeld mit dem Vibrator und immer wieder erreichte mich eine Schlagzeile per WhatsApp. „Ich brauche nicht mal eine Minute", schrieb eine Freundin (Single). „Er liegt jetzt schon ganz selbstverständlich immer neben dem Bett", teilte eine andere mit (in einer Beziehung) und die dritte (ebenfalls vergeben) meinte: „Nach drei Tagen dachte ich, ich sei süchtig." Diese Druckwellen sind es, die uns zum Beben bringen und dann kann das Teil sogar unter der Dusche arbeiten...

Auch bei mir liegt der roségoldene Schatz sichtbar auf dem Nachttisch. Mein Freund stört sich nicht daran – no pressure – und sonst auch niemand, denn der Vibrator sieht aus als wäre er ein Hautreiniger oder Wellness-Massage-Stab.

Es ist ein bisschen so, wie wenn man verliebt ist: Ich will es in die ganze Welt hinaus schreien! Deshalb erzähle ich das nicht nur meinem engen Kreis, sondern propagiere die Selbstliebe hier ganz bewusst: Weil ich hoffe, dass es irgendwann normal ist, sich darüber auszutauschen und weil ich mir für jede Frau wünsche, dass sie sich selbst befriedigen kann. Für (sexuelle) Erfüllung braucht man nur sich selbst.

Von Edith Löhle. Dieser Artikel erschien zuerst auf Refinery29.

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