Ihr könnt nicht entspannen? Dann schaut euch diese Videos an!

Meditation ist ein großes Thema. Ein genauso großes Thema ist, dass es für manche schwer bis unmöglich ist, sich zehn Minuten hinzusetzen und zu meditieren. Sei es, weil diese zehn Minuten am Tag nicht zu entbehren sind, oder weil man einfach nach mehreren Jahren im Internet eine Aufmerksamkeitsspanne von einer Wüstenmaus hat. Kleiner Trost: Lena Dunham kann's auch nicht. Aber irgendwie zu entspannen wäre trotzdem ab und zu mal gut – auch ohne Om.

Das Netz ist auch an dieser Stelle zur Stelle: Es gibt viele entschleunigende, beruhigende oder sonst wie seltsam angenehme Videos, Methoden und Spiele, die Überspannten und Nervösen wieder ein bisschen Zen schenken sollen, wenigstens für ein paar Minuten. Teils absurd, teils faszinierend und meistens mit einem Augenzwinkern zu verstehen – hier sind unsere Favoriten zur Entspannung für alle, die eigentlich nicht entspannen können.

Akustische Gehirnmassage

Ja, da sitzt ein Typ und streichelt eine Stunde lang eine Ananas mit Plastiknase mit Pinseln, beißt in Chips und raschelt mit Plastiktüten. Das ist ziemlich schräg. Und irgendwie klingen die Geräusche wohlig beruhigend und vertraut. "Braingasm" sagt man auch dazu, in der Fachsprache "autonomous sensory meridian response" oder kurz ASMR. Manche Menschen hören sich statt Meditationsapps sowas zum Relaxen an – vielleicht wirkt es ja auch bei euch.

Meditatives Bäumepflanzen

Es ist die botanisch-meditative Variante der Farmspiele, die vor ein paar Jahren der letzte Hahnenschrei waren. Bei The Mountain spielt man Gärtner, und zwar an einem Berg, der sich sehr langsam dreht. Bäumchen pflanzen, wachsen lassen, Jahreszeiten zusehen, noch ein Bäumchen pflanzen... weil das Spiel vom Filmemacher und Künstler David O'Reilly entwickelt wurde, ist auch die Grafik sehr angenehm fürs zuckende Auge.

Sinnliches Glibberkneten

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Die Videos von Slime Works sind so faszinierend, dass nur tiefste Windungen im Stammhirn dafür verantwortlich sein können. Es reicht ganz weit zurück in die Kindheit, das beinahe unbezwingbare Verlangen, jetzt sofort auch die Hände in diesen geschmeidigen Glibber zu vergraben und sie einfach nur zu kneten, kneten, kneten. Es ist auch irgendwie ein bisschen eklig, ein bisschen will man das Zeugs essen, ein bisschen fragt man sich, ob man da gerade einen Fetisch entwickelt. Aber hey, immerhin denkt man dabei nicht über Arbeit, Stress und Burn-Out nach!

Kontemplatives Töpfern

Ich behaupte, dass niemand einen Töpferkurs besucht, weil er oder sie scharf ist auf eine unförmige, selbstgetöpferte Blumenvase. Eigentlich will man dieses Tonzeug anfassen und damit stundenlang auf der Drehscheibe rumspielen. Wem dafür die Zeit fehlt, schaut sich einfach dieses Video an und stellt sich ganz fest vor, dass er gerade die eigenen Hände in kühlem, geschmeidigen Ton vergräbt.

Schnelles Gegenmittel

Uff, so viel Augen, Ohren- und Gehirnorgasmen? Auch ein Gegenmittel haben wir parat: das unbefriedigenste, fürchterlichste, grausamste Video der Welt jemals seit immer. Bitte nur anschauen, wenn ihr emotional wirklich stabil und auf alles vorbereitet seid!

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