Das Kant-Café schließt und macht Platz für Neues

Das Eckcafé mit den großen Fenstern und der Terrasse direkt an der Ecke Schlüterstraße/Kantstraße ist in Sachen Berliner Kaffeekultur eine echte Institution. Ich persönlich war nie drin und kenne auch niemanden aus meinen Freundeskreis, der sich reingewagt hat. Gemütlich sieht es von außen nicht aus, Einrichtung und Aufmachung wirken doch ziemlich veraltet und auch das Haus gehört zu einem der hässlichsten auf der Kantstraße. Trotzdem, das Kant-Café hat Kultstatus und ist besonders bei Studenten und Künstlern des Westens beliebt. Wahrscheinlich wegen der günstigen Preise und der Bodenständigkeit, sowohl in Sachen Essen als auch Personal. Dieses Jahr ist aber Schluss mit Kaffeekränzchen und Sektfrühstück, denn das Kant Café schließt.

© Daliah Hoffmann

Wir wissen zwar nicht, was genau mit den Räumlichkeiten des Kant-Cafés passiert, aber wir wissen, wer hier bald das Küchenkommando übernimmt: The boy next door, The Duc Ngo. Schräg gegenüber hat alles mit dem Kuchi begonnen, dann kam direkt nebenan die Brasserie Madame Ngo, kurz darauf das 893 Ryotei in einer alten Schlecker-Filiale und ganz frisch das Golden Phoenix im neu eröffneten Provocateur Hotel. Der Gastrogott von Berlins "Little Japantown" scheint nicht genug zu bekommen und eröffnet also das nächste Projekt im Kant-Café. Bis es soweit ist, schärfen wir unsere Sushi-Stäbchen, schlürfen neugierig an der Pho und schmulen neugierig nach nebenan. Und vielleicht wagen wir uns doch für einen letzten Besuch mal rein?

Kant-Café | Kantstraße 135, 10625 Berlin | Montag – Sonntag: 09–01 Uhr | Mehr Info

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