11 Ideen, was Berlin mit 1,25 Milliarden Euro anstellen könnte

"Arm, aber sexy" ist nun definitiv Geschichte. Berlin hat Überschüsse von grandiosen 1,25 Milliarden Euro im Jahr 2016 eingefahren, wie unter anderem der Tagesspiegel berichtet, und übertraf damit die Schätzung von November 2016 um mehr als das Doppelte. Doch was passiert jetzt mit der ganzen Asche, mit diesem riesigen Haufen Piepen, mit diesem Berg Kohle? Wir haben uns Gedanken gemacht und ein paar Möglichkeiten durchgespielt.

1. Jeder Berliner bekommt sein Stück vom Kuchen

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Würde man sagen "Komm, wir geben es den Leuten einfach zurück", könnte jeder Berliner mal schnell um ca. 357 Euro reicher werden. Vielleicht sinnvoll als kleines Pilotprojekt à la "bedingungsloses Grundeinkommen" und einfach mal schauen, was passiert, wenn jeder Berliner etwas mehr Geld in der Tasche hat.

2. Fahrradwege bauen

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Ein Meter Radweg kostet laut ADAC 123 Euro, also könnte man mit dem Batzen Geld die ganze Stadt mit Radwegen komplett zupflastern. Da scharren alle Fahrradfahrer schon mal mit den Pedalen und klingeln mit ihren Klingeln.

3. Zwei weitere neue Stadtschlösser bauen

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Auf 600 Millionen Euro wurden die Kosten für den Bau des Stadtschlosses beziffert. Es könnten, sofern man den Platz dafür findet, also zwei ähnliche Schlösser hinzugefügt werden und Berlin würde zur absoluten "Schloss-City" aufsteigen und Massen von "Schloss-Lovern" aus der ganzen Welt anlocken. Dies könnte wiederum neue freshe Kohle in die Stadt spülen und sich gegebenenfalls in 1.000 Jahren sogar rentieren.

4. Schulden tilgen

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Die wohl langweiligste Variante. Zurzeit hat Berlin ca. 60 Milliarden Euro Schulden, das heißt, es wären dann "nur" noch 58,75 Milliarden Euro Schulden übrig. Yippee.

5. Neuen Wohnraum schaffen

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Geht man von Kosten von ca. 1000 Euro für einen Quadratmeter neuer Wohnfläche aus, wären bei einer Durchschnittsgröße von 60m² rund 20.000 neue Wohnungen umsetzbar. Für viele Wohnungssuchende wohl eine sehr erbauliche Maßnahme.

6. Die Spreephilharmonie bauen

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Die Hamburger haben es vorgemacht und für läppische 866 Millionen Euro ein neues Wahrzeichen für ihre Stadt erbaut. Und was die Hamburger können, können wir natürlich schon lange und das definitiv auch viel teurer und mit noch längerer Bauzeit. So könnte samt allen Verzögerungen und Missgeschicken ca. 2030 die Spreephilharmonie fertiggestellt sein und die 1,25 Milliarden würden eventuell sogar ausreichen.

7. Alles Spenden

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Spenden ist seliger, als investieren und es gibt neben der Berliner Tafel unzählige tolle Projekte, die jeden Cent von den 1,25 Milliarden gebrauchen könnten. Wäre vielleicht mehr als eine schöne Geste.

8. Kita-Plätze für Alle

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Denkt denn auch jemand mal an die Kinder? Ja klar, man könnte die Kröten auch für die kleinsten Bewohner unserer Stadt ausgeben und dafür sorgen, dass Niemand mehr vergeblich auf einen Kita-Platz warten muss. Könnte...

9. Messi, Ronaldo und Co. zu Union oder Hertha BSC Berlin transferieren

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Fußball auf Spitzenniveau sucht man bis jetzt in Berlin vergebens. Das hat seinen Grund: Die Stars wie Messi oder Müller sind einfach unfassbar teuer. Mit den 1,25 Milliarden in der Tasche und mit etwas Verhandlungsgeschick könnte Berlin sich ein All-Star-Team der Extraklasse zusammenkaufen. Addiert man die Transfersummen der 11 teuersten Spieler weltweit kommt man so ziemlich genau auf 1,25 Milliarden Euro. Also ran an die Balletten.

10. Roulette spielen

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Würde man in einer Spielbank die komplette Summe beim Roulette auf eine Farbe setzen, also entweder auf Schwarz oder Rot, könnte sich somit innerhalb einer halben Minute das Geld verdoppeln oder komplett verschwinden. Die Chancen stünden 50:50 und die ganze Stadt könnte für diese halbe Minute den Atem anhalten und somit zumindest schonmal etwas Sauerstoff einsparen. Let's play!

11. Tegel aufpimpen

Sind wir ehrlich, dieser unsägliche Großflughafen wird nie eröffnen und nicht nur deshalb könnte es durchaus Sinn machen, die Kohle in die Aufpimpung unseres Lieblings-Airports zu stecken. Viel größer kann man ihn leider nicht machen, aber ihn noch schöner zu gestalten ist durchaus im Bereich des Möglichen. Wie wäre es z. B. mit einem bunten Anstrich einer U-Bahnanbindung und Fahrradparkplätzen? Wie man es dreht und wendet, Tegel hat definitiv Potenzial.

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